Beseitigung in Bälde?

Pläne für die Ungeliebte Bahnsschranke in Oberschleißheim

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Die Bahnschranke ist den Oberschleißheimern seit ein Dorn im Auge. Jetzt nach einer klaren Entscheidung im Gemeinderat zeichnet sich nach einer gefühlten Ewigkeit aber eine Lösung ab.

Das Ziel Straßenunterführung an der B 471 rückt näher. So in etwa könnte man ein Schreiben des Bundesverkehrsministeriums interpretieren, das jetzt im Rathaus eingegangen ist. Demnach soll „zügig mit den Planungen zur Beseitigung des Bahnübergangs begonnen werden“. Das sagt immerhin Verkehrsminister Andreas Scheuer. Das könnte bedeuten, dass das Bürgerbegehren im März vergangenen Jahres greift, wonach sich 53 Prozent der Bevölkerung für eine Bahnunterführung ausgesprochen haben. „Das ist jetzt der nächste Schritt, so weit wie jetzt waren wir eigentlich noch nie“, urteilt FW- Gemeinderat Stephan Vohburger. Wann genau es soweit ist, kann niemand so genau sagen. Auch Verkehrsminister Andreas Scheuer nicht. Aber, beim staatlichen Bauamt in Freising ist man erklärtermaßen optimistisch. Zumindest mit der Planung könnte demnach bis 2021/2022 begonnen werden.

Die Ampel schaltet auf Rot und die Schranken gehen runter an der an Durchgangsstraße B 471 in Unterschleißheim. Es bilden sich lange Schlangen von Autos. Ein Bild das nach neuestem Stand der Dinge jedoch bald der Vergangenheit angehören könnte. Einer Pressemitteilung der Freien Wähler zufolge, ist der nächste Schritt zur Beseitigung der Bahnschranke jetzt nämlich getan. In der November-Sitzung wurden dem Gemeinderat von Bürgermeister Christian Kuchlbauer (FW) nämlich zwei Schreiben zur Beseitigung des Bahnübergangs an der B 471 vorgelegt. In den Schreiben von Herrn Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur und Hans Reichhart, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr wird auf den positiven Bürgerentscheid vom Mai 2019 Bezug genommen. 

Der Bundesminister weist darauf hin, dass nach den Regelungen des Grundgesetzes die Bundesländer für die Planung und den Bau von Bundesfernstraßen zuständig sind, dass jedoch das Bundesministerium gegenüber den bayerischen Kollegen deutlich gemacht hat, doch bitte zügig mit den Planungen zur Beseitigung des Bahnübergangs zu beginnen.

Reichhart wird in seinem Schreiben noch konkreter. Das Ziel des Freistaates Bayern ist es demzufolge, nach Fertigstellung der Planungen des Ausbaus der B 471 zwischen Dachau und Oberschleißheim und der westlichen Ortsumfahrung „mit den Planungen für die Beseitigung des Bahnübergangs zu beginnen“. Eine Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan ist nicht erforderlich. Und es kommt noch besser: In der gleichen Sitzung zeigte Stefan Rinderer vom Staatlichen Bauamt Freising, sogar einen zeitlichen Horizont auf. Er sprach davon, dass die Planungen ca. 2021/2022 beginnen könnten. In den Planungen müssen natürlich viele verschiedene Faktoren, wie Natur und Umwelt, Denkmalschutz, Immissionsschutz, und Varianten zur Beseitigung überprüft werden. 

Dazu zählt auch die Verlegung der B471 aus dem Ort, die Lösung einer Unterführung oder andere Alternativen. Kuchlbauer hat es mit einem Schreiben seinerseits vom Juni 2019 an die höheren Verwaltungsstellen offenbar geschafft, dass die nächsten Schritte zur Beseitigung des Bahnübergangs jetzt eingeleitet werden können und die Problematik auch bei den entscheidenden Stellen entsprechend Gehör gefunden hat. Die Freien Wähler wollen laut Gemeinderat Stefan Vohburger dafür sorgen, die Bürgerinnen und Bürger vor Lärm und Verkehr zu schützen. Es gelte die Verkehrsproblematik in Oberschleißheim aktiv angehen, hieß es.

Quelle: freising-online

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