Bienenvolk angesiedelt

Auf dem Echinger Rathaus summt’s!

Sebastian Thaler begrüßt Echings neue Bürger: Brigitte Kleins Bienen.

Im Rahmen des Volksbegehrens „Rettet die Bienen!“ will auch die Gemeinde Eching ihren Beitrag leisten. Daher wird ab dem Frühjahr ein Bienenvolk auf der Dachterrasse des Rathauses fleißig Honig produzieren.

Zwar befindet sich das Echinger Rathaus aufgrund der laufenden Sanierungsarbeiten aktuell im Gewerbegebiet, aber da Bienen einen Radius von rund drei Kilometern für die Nahrungsaufnahme abfliegen, sollten sie auch hier genügend Blüten finden. Die „Rathaus-Bienen“ stammen von der Imkerin Brigitte Klein aus Neufahrn. Brigitte Klein ist Mitglied im Bienenzuchtverein Massenhausen und hat ihre insgesamt elf Völker in der Alten Ziegelei in Eching beheimatet. 

Bevor sie nach Neufahrn zog, lebte sie zwanzig Jahre in Eching und war auch kommunalpolitisch aktiv, sodass eine gewisse Verbindung zur Gemeinde Eching besteht. „Das Thema des Volksbegehrens geht uns alle an. Stark im Fokus stehen natürlich die Landwirte, aber ich bin der Meinung, dass wir hier alle zusammenhelfen müssen!“ sagt die Imkerin. „Pestizide sind nicht nur für Insekten und Bienen schädlich. Oder wollen Sie Pestizide in Ihrem Honig haben?“ „Es wäre natürlich wünschenswert, wenn möglichst viele Landwirte ihre Betriebe nach ökologischen Gesichtspunkten ausrichten würden“, kommentiert Bürgermeister Sebastian Thaler.

 „Verständlicherweise sind aber gerade Vollerwerbslandwirte auch auf den ökonomischen Ertrag ihrer Betriebe angewiesen. Wir brauchen daher entsprechende Rahmenbedingungen. Wenn die Gesellschaft Ökologie und Nachhaltigkeit fordert, müssen wir die Landwirtschaft auch entsprechend fördern, idealerweise über faire Preise an der Ladentheke.“ Erfreulicherweise erlebt die Imkerei seit vielen Jahren eine gewisse Renaissance. Speziell über viele junge Neumitglieder dürfen sich die Imkervereine freuen. In den im Frühjahr angebotenen Anfängerkursen erlernen die Neuimker die nötige Theorie, ehe sie durch den Verein ihr eigenes Volk erhalten und in die Praxis starten können. 

Aufgrund dieses Zulaufs hat sich die Zahl der Bienenvölker im Raum München in den vergangenen Jahren sogar erhöht. Der weltweit ärgste Feind der Bienen ist neben Pestiziden und Giften vor allem die Varroamilbe. Die Gemeinde Eching ist seit Jahrzehnten sehr aktiv in Sachen Umwelt- und Naturschutz. Mit der Echinger Lohe, der Garchinger Heide und dem Mallertshofener Holz mit Heiden befinden sich gleich drei Naturschutzgebiete im Gemeindegebiet. 

Gemeinsam mit der Stadt Garching konnte allein durch den Erwerb des Mallertshofener Holzes ein 430 Hektar großes Areal, auf dem früher die Panzer rollten, wieder der Natur zugeführt werden. Zudem erstrecken sich die Landschaftsschutzgebiete Isartal, Freisinger Moos und Echinger Gfild sowie das Tertiäre Hügelland über weite Teile des Gemeindegebiets. All diese Ausgleichsflächen bieten ein Eldorado für die Bienen- und Insektenwelt im Münchner Norden, der seit Jahrzehnten unter zunehmendem Siedlungsdruck steht. Eching war zudem im Jahre 1990 Initiator für die Gründung des Heideflächenvereins Münchner Norden, der neben den genannten Flächen auf Echinger Flur auch die Fröttmaninger Heide extensiv bewirtschaftet und Pflegemaßnahmen zu deren Erhalt definiert. 

Die Nahrungsquellen für die gelb-schwarzen Insekten sollten daher ausreichend gegeben sein. Bürgermeister Thaler ergänzt: „Fleißige Arbeitskräfte sind im Rathaus immer willkommen! Ich bin schon gespannt, wie viel Echinger Rathaushonig unsere Bienen erzeugen werden.“ Noch bis 13. Februar können sich für alle Bürger das Volksbegehren „Artenvielfalt“ in den Rathäusern eintragen. Das Echinger Rathaus bietet hierfür extra längere Öffnungszeiten an, die der gemeindlichen Homepage zu entnehmen sind. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage des Aktionsbündnisses: https://volksbegehren-artenvielfalt.de/.

Quelle: freising-online

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