Harald Müller (SPD) will Rathauschef werden

„Unbedarft“- kann ein Vorteil sein

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Müller stellt sich und will unbedingt rein - und zwar als Chef! 

Der Oberschleißheimer Justitiar Harald Müller (60) traut sich was. Er hat seinen Hut in den Ring geworfen im Kampf um das Bürgermeisteramt. As Neubürger! Was auch ein Vorteil sein kann, wie er dem FORUM verriet. Schließlich sei er „unbelastet“ und könne unbedarft ins Rennen gegen Rathauschef Christian Kuchlbauer (FW) gehen. Dem Amtsinhaber, den Müller durchaus kritisiert, ist indes nicht Bange. Er verweist auf Erfolge und darauf, dass seine Arbeit noch nicht getan ist.

Die Kommunalwahl 2020 wirft ihren Schatten voraus. Mit dem in Braunschweig geborenen Justitiar und Anwalt Harald Müller (SPD), hat jetzt ein Neubürger seinen Hut in den Ring geworfen. Rechtzeitig, wie er findet. „Bei mir ist es ja so, dass ich noch nicht so lange in Oberschleißheim bin, da kann es nicht schaden, früher anzutreten“, sagt der Kandidat. Dass er ein Zugezogener ist, sieht Müller sogar als Vorteil an. Er hält sich nämlich für „unbelastet“, sieht sich als „unbeschriebenes Blatt“, als einen an, der eben nicht so „verbandelt“ ist. Politisch interessiert und engagiert ist Müller schon lange. 

Seit über 40 Jahren ist er SPD-Mitglied. Bereits 1978 trat er in die Partei ein. Noch Oberschleißheim verschlagen hat den Vater von zwei erwachsenen Söhnen die Liebe, wie er freimütig zugibt. Er lebt gerne mit seiner Lebenspartnerin hier, hat auch den Ort kennen und lieben gelernt. Müller fühlt sich wohl hier, will sich einbringen und etwas bewegen. Zu den „neuralgischen Punkten“ zählt er den Bürgerplatz. „Die Leerstände“ dort sind ihm ein Dorn im Auge. Außerdem gelte es ein schlüssiges Verkehrskonzept zu erarbeiten. Bei Neubaugebieten wie „Mittenheim“, gilt es laut Müller „aufzupassen, dass das gut geplant wird.“ Amtsinhaber Christian Kuchlbauer gibt nach Ansicht des SPD-Kandidaten bei all dem bisweilen „eine schlechte Figur“ ab. 

Im Gemeinderat wirke er „nicht immer souverän“. Außerdem vertritt Müller die Ansicht, dass Kuchlbauer „Probleme mit der Verwaltung“ hat. Sachen, die er besser machen will und der Grund dafür, warum er sich selbstbewusst vor den Rathauseingang stellt und den Eindruck erweckt: „Ich will hier rein.“ Dass er der einzige, Ernst zu nehmende Kandidat, im Kampf um dem Chefsessel im Rathaus bleibt, glaubt Müller indes nicht. „Es wird sicher noch einen Kandidaten von den Grüne geben“, prophezeit der SPD-Hoffnungsträger. Die CSU tut sich seiner Meinung nach noch schwer. Aber auch von dieser Seite sei mit einem Bürgermeisterkandidaten zu rechnen, glaubt Müller. Er selbst hat noch Zeit sein Profil zu schärfen. Zeit, die er nutzen will. Mit Aktionen wie einer Radltour am kommenden Samstag um 14 Uhr, bei der man vom Bürgerplatz aus, die Problemzonen im Ort abfahren, diskutieren und abklären will.

Quelle: freising-online

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