Rentendebatte

Steile These: „Lasst uns länger arbeiten“

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Planet „O“-Leiter Deniz Dadli, Autor Alexander Hagelüken und Franka Reeh von der Nachbarschaftshilfe.

„Lasst uns länger arbeiten!“ Das war das Thema, über das Alexander Hagelüken, Leitender Wirtschaftsredakteur der Süddeutschen Zeitung, Anfang Oktober beim thematischen Abend in der Jugendfreizeitstätte Planet ‘O‘ referierte und diskutierte.

Der Vortrag fand in Kooperation mit der Nachbarschaftshilfe Oberschleißheim statt. Alexander Hagelüken mahnte: „Das droht uns: sinkendes Rentenniveau, höhere Beiträge, steigende Gesundheitskosten, mangelnde Vorsorge. Für alle unter 50 sieht es düster aus – es sei denn, das System wird grundlegend umgestaltet.“ Lauert am Ende die Altersarmut? Acht von zehn Deutschen fürchten, dass ihre Rente nicht reichen wird. Und das mit gutem Grund, denn weil wir glücklicherweise immer länger leben, wackelt das ganze System der Alterssicherung. Hagelüken meldete sich indes mit einem provokativen Debattenbeitrag zu Wort: Wir sterben später.

 Wir sind länger gesund. Wir arbeiten immer weniger körperlich. Berufliche Tätigkeit hält uns geistig fit. Und – wir dürfen den Wohlstand des Landes nicht zugunsten der Alten umverteilen. Denn die wenigen jungen Menschen können die Last nicht alleine tragen. Daher plädierte er dringend für eine umfassende Rentenreform. Dazu gehört auch die Forderung: „Lasst uns länger arbeiten!“ Dann reicht es für alle. Alexander Hagelükens Apell lautete denn auch: Arbeitswelt umgestalten, Rente retten – im Alter aktiv und zufrieden sein. Längeres Arbeiten ist nach Hagelüken nämlich keine neoliberale Ausbeutung. Schon gar nicht, wenn die Bedingungen stimmen: wenn die Politik diejenigen, die nicht so lange können, besser als heute auffängt; wenn Firmen anders mit ihren Mitarbeitern umgehen und wenn die Berufswelt entsprechend gesünder und interessanter gestaltet wird.

Quelle: freising-online

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