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Von „Schein und Wirklichkeit“

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Yongbo Zhao, Kapitel - Der chinesische Künstler stellt in ganz Deutschland und China aus und hält regelmäßig Vorlesungen in Peking
Yongbo Zhao, Kapitel - Der chinesische Künstler stellt in ganz Deutschland und China aus und hält regelmäßig Vorlesungen in Peking

(ch)

· Das Motto der Ausstellung ist ein Widerspruch in sich, sind doch Barock und das zeitgenössische Kunstgeschehen um Jahrhunderte voneinander entfernt. Die aktuelle „nach- postmoderne“ Kunst, zeichnet sich durch ihren inhaltlichen und formalen Pluralismus aus, und so ist es nihct verwunderlich, dass es auch Strömungen gibt, die bei näherer Betrachtung vieles mit dem Barock gemeinsam haben. Zu den Gemeinsamkeiten gehören die Lust am Prachtvolellen, das Spiel mit Licht, Schatten, Illusion und Ornament. Ebenso finden wir Übersteigerung und Theatralik und im Kontrast dazu Rationalität und das Bewusstsein von der Vergänglichkeit des Lebens. Zitate aus vergangenen Kunstformen und ihre Transformation in Neues gehören heute ebenso zum künstlerischen Repertoire, wie einst im 17. Jahrhundert. Im Barock war es die Antike, die einen wesentlichen Einfluss auf das Kunstschaffen hatte. Heute wird das gesamte kulturelle Spektrum der Menschheit genutzt, verändert und neu in die künstlerischen Konzepte eingebunden. Ruth Biller, Henning von Gierke, Lilli Hill, Werner Mally, Hertha Miessner, Slava Seidel, Heinrich Weid und Yongbo Zhao arbeiten mit ganz unterschiedlichen künstlerischen Ansätzen, Ausdrucksformen und Medien. Bei der gemeinsamen Präsentation ihrer Werke unter dem Motto „Schein und Wirklichkeit - Barocke Elemente in der akuellen Kunst“ durchläuft man einen abwechslungsreichen Parcours von Bildern, Installationen und Skulpturen. Das Spektrum der Temen reicht von der Allegorie über die theatralische Inszenierung von Mensch und Architektur in der Malerei bis hin u digitalen Bildräumen, üppigen Säulen und beschwingt schwebenden Skulpturen wie auch zur Schaffung von ganzen barocken Raumintallationen. Mit den Werken dieser acht Künstler(innen) möchte das Kallmann-Museum dazu einladen, sich spielerisch, geistvoll und sinnenfroh auf das Thema „Barock“ einzulassen, um selbst Neues, Genussvolles und geistig Anregendes zu sehen und zu erfahren. Ergänzend zur Sonderausstellung zeigt das Museum eine Auswahl von Arbeiten Hans Jürgen Kallmanns, die inhaltlich und formal zum Thema „Barocke Elemente“ passen. Die Vernissage findet am 4. Mai um 19 Uhr im Kalmann-Museum statt. Zu sehen sind die Kunstwerke bis zum 22. Juli.

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