SBZ feiert die Einweihung der renovierten Häuser

Eine neue Heimat für die Schüler

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Pfarrer Franz Muck segnet die Kreuze, die danach die neu renovierten Häuser schmücken sollen. 

Rund hundert Gäste – Mandatsträger, Vertreter der Behörden, des öffentlichen Lebens, anderer Einrichtungen sowie Mitarbeiter des Sehbehinderten- und Blindenzentrums (SBZ) kamen im SBZ in Unterschleißheim zusammen, um gemeinsam die Einweihung der zwölf renovierten Häuser für Hort, Internat und Tagesstätte zu feiern. Damit endeten sieben lange Jahre der Planung und Bauzeit. Direktorin Hildegard Mayr führte anschließend die Gäste durch die Häuser.

Dankbarkeit, Begeisterung und etwas Neid - diese Gefühle bewegten die Redner bei der Einweihungsfeier im SBZ Unterschleißheim in der vergangenen Woche. Dankbar war vor allem SBZ-Direktorin Hildegard Mayr, die nach sieben Jahre der Planung und des Baus endlich die zwölf renovierten Häuser für Hort, Internat und Tagesstätte an ihre Schüler übergeben konnte. Begeistert war sie über das Endergebnis natürlich auch. Ebenso wie die weiteren Festredner, darunter Michael Höhenberger, Amtschef im Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration; Maria Els, Regierungspräsidentin von Oberbayern; Thomas Jansing, Geschäftsführer von Sternstunden; Joses Mederer, Bezirkstagspräsident Oberbayern und Unterschleißheims Bürgermeister Christoph Böck, der auch neidisch auf das SBZ blickte: „Wie froh wäre ich, wenn wir im Rathaus und Bürgerhaus mit der Sanierung schon so weit wären...“ Bei seinem kurzen Rückblick auf die Geschichte des SBZ in Unterschleißheim stellte der aktuelle Rathauschef fest, dass das SBZ als „echter Herzenswunsch der Gemeinde“ unter Bürgermeister Hans Bayer nach Unterschleißheim kam, unter Altbürgermeister Rolf Zeitler engagiert weiter geführt wurde und auch ihm sehr am Herzen liege.

Das SBZ beheimate aktuell 55 Hortkinder und sechs Krippenkinder aus Unterschleißheim; ein Engagement für das sich die Stadt zu revanchieren versuche. Etwa mit einem Blindenleitsystem oder dem barrierefreien Ausbau der Bahnhöfe. Michael Höhenberger lobte das SBZ in seinem Grußwort als „Meilenstein der Inklusion“. Besonders wichtig sei ihm dabei, Inklusion, nicht Integration. Inklusion bedeute nämlich, dass jeder von Anfang dabei sei und in seiner Einzigartigkeit unterstützt und gefördert werde. Integration bedeute dagegen, dass „etwas von außen nach innen“ getragen werde. Bezirkstagspräsident Josef Mederer stimmte dem in seiner Festrede zu und versprach auch weiterhin, ein „starker, verlässlicher Partner zu bleiben“ und das SBZ „unabhängig von der Kassenlage“ zu unterstützen. Aktuell unterstütze der Bezirkstag das SBZ im Rahmen der Entgelte, um so die Mehraufwendungen für die Sanierung, vor allem hinsichtlich des Brandschutzes, zu finanzieren. 

Maria Els lobte die „bestmöglichen Rahmenbedingungen“, die hier für die Kinder und Jugendlichen geschaffen wurden. „Jeder möchte einen festen Platz in seinem Leben haben. Sie bereiten die Kinder darauf vor, dass siue kompetent und mit Freude und Begeisterung ihr Leben gestalten“, sagte sie und fügte hinzu: „Man spürt, dass Ihnen die Schüler am Herzen liegen.“ Ein großer Unterstützer war die Aktion Sternstunden. Doch für „bloße“ Renovierungsarbeiten sei Sternstunden nicht der richtige Ansprechpartenr, erklärte Thomas Jansing. Wie also kann die Aktion das SBZ unterstützen? Ganz einfach: Indem das Augenmerk auf die individuelle Förderung des einzelnen Kindes gelegt werde. „Wir dürfen den sozialen Bereich nicht vernachlässigen. Eine gute Gesellschaft kann nur funktionieren, wenn der Reiche dem Armen hilft und der Starke dem Schwachen.“ Bevor Pfarrer Franz Muck die Kreuze und Häuser segnete, überreichten die Schüler Lisa und Kornelius der Hausherrin, Direktorin Hildegard Mayr, Brot und Salz. Damit nicht nur der Wunsch von Josef Mederer für die neuen Häuser in Erfüllung gehe: Das SBZ soll den Kindern und Jugendlichen eine Heimat werden.

Quelle: freising-online

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