Sommergefühle schon im Winter

Echi

ng (mm) · Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht zählt Lisa Alteneder den Takt, dann kommt die nächste Figur. Beim Inthronisationsball am 9. Januar sollen die Zuschauer eine perfekte Show sehen. Der Countdown bis dahin läuft. Es sind nur noch wenige Tage. „Summerfeelings“ heißt der choreographische Erstling von Lisa Alteneder und Heidi Paulini. Die beiden haben selbst sieben und zehn Jahre in der Garde getanzt. Der „Generationenwechsel“, eine Saison nachdem die Narrhalla ihr 50-jähriges Bestehen feiern konnte, hat nicht nur das Präsidium, sondern auch die Choreographie erfasst. Chef-Trainerin Irina Gontscharova-Pahan ist zwar noch mit dabei, konzentriert sich aber auf das Prinzenpaar Ihre Lieblichkeit Frauke I. (Neumark) und Patrick I. (Mädge). Seit Mitte September wird geprobt. Zweimal die Woche. 30 bis 35 Auftritte werden die Aktiven absolvieren. Fünfeinhalb Wochen dauert heuer die Saison. Die Tänzerinnen und Tänzer stecken vor allem jetzt, in der Endphase, fast jede freie Minute und eine Menge Energie in die Proben. Das Faschings-Showbizz ist ein harter „Job“. Sieben Gardemädels und zwei Gardeburschen sind heuer dabei. Pierre übt gerade eine Hebefigur, „schießt“ sein Gardemädel mit Kraft auf einem Arm empor – und kann sie gerade noch auffangen. So geht das natürlich nicht. Prinz Patrick ist seit sechs Jahren dabei und zeigt das Ganze gleich nochmal: „Kontrolliert, du musst sie kontrollierter stemmen“. Technik also. Das wird dann eben geübt und geübt und geübt. Angst haben die Mädels nicht. Angeblich ist bei den Hebefiguren noch nie wirklich was passiert. „Summerfeelings“ ist das Thema, ein Urlaubstag am Strand, „ois is easy“ sozusagen und dazu immer nur Lächeln. Erst ein Schnelldurchlauf bei jeder Probe und dann „putzen“, also an den Feinheiten feilen. Sind alle synchron? „Die gemeine Version ist plötzlich die Musik zu stoppen, alle müssen sofort in der Bewegung einfrieren und im Idealfall dann auch alle gleich dastehen“, erklärt Lisa Alteneder. Dass sie gerne manchmal mittanzen würde sieht man ihr an. Aber das geht nicht. Die Choreographie sei sehr zeitaufwändig, sagt sie. Lampenfieber? „Sicher hab ich Lampenfieber“, räumt Patrick ein, „bisher hab ich in der Garde mit den anderen getanzt und hatte Lampenfieber. Als Prinz ist das nun nochmal was anderes, denn da tanze ich mit der Prinzessin ja allein.“ Fünfeinhalb Wochen nur und dann ist alles vorbei. Stimmt nicht! Die Garde wird auch außerhalb der Faschingssaison gebucht. Firmen peppen so ihre Veranstaltungen auf, Geburtstagsfeiern werden zum Event, wenn die Heidechia mit dem neuen Programm ihre Show abzieht. Aber das ist noch weit weg. Jetzt geht es erst einmal um den Auftakt mit dem Inthroball. „Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht“, die Gardemädels schwingen das Bein über die Köpfe der lässig auf Stühlen lümmelnden Jungs. „Vielleicht wäre auch sowas ganz nett“, sagt Trainerin Lisa und probiert wie es aussieht, wenn sich zwei Mädels den beiden Herren auf den Schoss setzen und dann das Bein gestreckt wird. Einfach so „zackzack“. Was besser wirkt? Die Lösung könne sich die Zuschauer beim Inthronisationsball am Samstag, 9. Januar, im Bürgerhaus Eching selbst ansehen. Kartentelefon 0179/8124201.

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