Gemeinde übernimmt den Bau

„Kein Gast im eigenen Haus“

+
Auf geht‘s zum neuesten Bauprojekt der Gemeinde Ismaning. Beim offiziellen Spatenstich griffen (v.l.n.r.) Architekt David Reichert, Bürgermeister Alexander Greulich, Bauamtsleiterin Waltraud Fischer, TSV-Vorsitzender Stephan Schäffler, Architekt Heiko Wilhelm und Projektsteuerer Christian Brinkmeier zur Schaufel.

Spatenstiche erfolgen in der Regel eigentlich auf der grünen Wiese; Bagger, Kräne und LKWs sieht man zu diesem Zeitpunkt eher selten. So konnte sich auch Ismanings Bürgermeister Alexander Greulich ein Grinsen nicht verkneifen als er mit Blick auf die bereits ausgehobene Baugrube zum „symbolischen Spatenstich“ der neuen TSV-Ballsporthalle begrüßte. 

Warum der Spatenstich fast zur Grundsteinlegung wurde, erklärte Alexander Greulich damit, dass die Gemeinde ihren Gästen den Spatenstich mitten im Winter ersparen wollte. „Gefröstelt haben wir jetzt alle genug!“, betonte der Rathauschef. „Dass jetzt sogar die Sonne scheint, werte ich als gutes Zeichen, dass man es gut mit uns meint.“ Das wünscht sich vor allem der TSV Ismaning, der schon seit Jahren für eine neue Ballsporthalle wirbt, und zwar eine Halle, in der Handballer auch „richtig harzen“ können. Um die Förderung des Bayerischen Landessport-Verbands erhalten zu können, sollte der Verein als Bauherr auftreten; doch das Projekt ging nicht voran. Als sich dann auch noch abzeichnete, dass auch die Gemeinde weitere Kapazitäten und Ausweichmöglichkeiten für den Schulsport brauche, übernahm der „Bauweltmeister im Landkreis“, also die Gemeinde Ismaning, das Projekt. 

Rund elf Millionen Euro soll die neue Ballsporthalle kosten. Nach dem ersten Plan - mit den Förderungen des BLSV - hätte die Gemeinde 90 Prozent der Kosten übernommen, jetzt übernimmt sie sie zu 100 Prozent. Damit hat der Verein keine Sorgen mehr - weiterer Ärger mit dem Sportverband sei vermieden - und auch die Gemeinde, wenn sie die Halle für den Schulsport nutzt, ist „kein Gast im eigenen Haus“. Wäre die Halle mit Fördergelder gebaut worden, hätte die Gemeinde während des Schulsports Miete an den BLSV zahlen müssen. So sei nun jeder zufrieden, auch der TSV-Vorsitzende Stephan Schäffler könne wieder „aufrecht und mit einem Lächeln im Gesicht“ durch Ismaning gehen. Denn, das betonte Greulich ganz ausdrücklich, der TSV habe vorbildlich alle seine Hausaufgaben, die ihm die Gemeinde aufgegeben habe, erledigt: So legte der Verein genau dar, welche Bedarfe er in Zukunft haben werde, auch hinsichtlich der Kinder- und Jugendarbeit.

Hier habe sich der TSV in den vergangenen Jahren „enorm hervorgetan“, lobte der Bürgermeister. Und wenn die Handballer nun in Zukunft richtig harzen können, scheint ihre Zukunft noch erfolgreicher. Positive Nachrichten hatte Greulich auch für den SV Solidarität: Langfristig, so die Planungen, soll an die Ballsporthalle eine Rollsportfläche angegliedert werden, die dann zu einer zweiten Halle werden soll. Als Zwischenlösung für den SV Solidarität soll die Osterfeldhalle dienen. Im Zuge der Sanierungen soll die Halle unter anderem einen neuen Sportparkettboden bekommen, der auch für die Rollsportler oder Kunstradfahrer des SV Solidarität geeignet ist. Ab Herbst habe der Verein dann wieder gute Voraussetzungen für das Training. So bliebe dann der eh schon sehr erflogreiche Verein weiterhin wettbewerbsfähig.

Quelle: freising-online

Auch interessant:

Meistgelesen

„Kühe melken kenne ich aus meiner Heimat“
„Kühe melken kenne ich aus meiner Heimat“
Waterkant-Flair in Garching
Waterkant-Flair in Garching
Wie von der Tarantel gestochen
Wie von der Tarantel gestochen

Kommentare