Glück ist nicht selbstverständlich

Spende nach Gambia: Unterschleißheimer Jugendliche zahlen den Familieneinkauf

Babou Danso und seine Familie in Gambia
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Babou Danso ist gerade einmal ein Jahr älter als Daniel Gran und benötigte dringend Unterstützung, damit er seine Einkäufe tätigen kann.

Manchmal denkt man zu viel nach, anstatt glücklich zu sein und sein Glück mit anderen zu teilen.

Der 19-jährige Schüler Daniel Gran aus Unterschleißheim, ist sich seinem „Glück“ gerade in der Corona Pandemie noch bewusster geworden. Den Freunde von Gran, unter anderem Maxi Wagner und Joel Amato, sei während der Pandemie klar geworden „wie gut es uns hier geht“. Ihre Gedanken und Gespräche veränderten sich, wenn sie sich trafen (natürlich einzeln und nach den derzeitigen Corona-Maßnahmen) oder sich medial austauschten. Das Menschen leiden und kaum etwas zu essen haben war ihnen schon bekannt, nun entstand der der dringende Wunsch, etwas zu bewirken und sein Glück zu teilen. Über Instagram hat Daniel Gran den Kontakt zu dem 20-jährigen Babou Danso, der lediglich ein Jahr älter als er selbst ist, hergestellt. Daniel Gran hörte sich seine Geschichte an und informierte sich über die Nöte.

Daniel Gran und Maxi Wagner haben gemeinsam mit ihren Freunden ein Spendenprojekt auf die Beine gestellt.

Binnen weniger Stunden stellte er mit Hilfe von Maxi Wagner und Joel Amato eine Spendenaktion auf die Beine. Im Freundeskreis und über Instagram breitete sich seine Spendenprojekt „Worldhealthproject“ fix aus. Schnell, unkompliziert und ohne große Aufregung konnten sie nur an einem Tag 230 Euro nach Gambia überweisen, damit die Familie Einkäufe tätigen kann. Babou Danso teilte sein Glück mit seinem ganzen Dorf.

Babou Danso konnte mit den gespendeten 230 Euro viele der benötigten Nahrungsmittel einkaufen.

Weitere Spenden kamen von Eltern und Nachbarn. Über eine Meditationsgruppe, die eigens für Daniels Projekt von der Mutter ins Leben gerufen wurde, kamen ebenfalls einige Euros zusammen. Die Unterschleißheimer Jungs werden die Familie Danso auch weiterhin unterstützen. „Es ist zwar ein Tropfen auf einen heißen Stein, aber viele Tropfen werden ihre Wirkung zeigen“, so die Freunde. Genau so wie ihre Hilfsangebote an die Nachbarn oder ihr bewusst eingesetztes Lächeln und Grüßen (mit Abstand) in Unterschleißheim ein kleiner Tropfen der Freundlichkeit ist.

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