Junge Familien bevorzugt

Startschuss: Vergabe der Bauparzellen in Eching

Das Baugebiet Eching- West
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Baugebiet Eching-West: Hier werden 28 Bauparzellen der Gemeinde vergünstigt im Erbbaurecht vergeben.

Im Baugebiet Eching-West werden 28 und im Baugebiet Dietersheim Am Mühlenweg 31 Bau-Parzellen an junge Familien vergeben.

Die erforderlichen Erschließungsarbeiten wurden bereits durchgeführt, sodass die Berechtigten direkt nach der Vergabe mit dem Bau beginnen können. Die Bewerbungsphase für beide Gebiete wird parallel bis 30. Juni laufen. Folgende Konditionen hat der Gemeinderat im Dezember 2020 festgelegt: Erbbaurechtszins i.H.v. 1,5 Meter Prozent auf den um 40 Prozent reduzierten Bodenrichtwert: 12,15 Euro pro qm und Jahr für Eching-West, 13,50 Euro für Dietersheim. Außerdem greift die Einkommensobergrenze: 120.000 Euro pro Jahr bei Paaren (Hälfte bei einem Bewerber) sowie die Vermögensobergrenze: Vermögen darf den Wert des Grundstücks abzüglich 30 Prozent nicht überschreiten. Nicht antragsberechtigt sind Bewerber, die bereits in der Vergangenheit ein Baugrundstück der Gemeinde erhalten haben oder bereits über Wohneigentum in der Gemeinde Eching in angemessener Größe verfügen.

Die ausführlichen Vergabekriterien sind auf der Homepage der Gemeinde abrufbar. Die Gemeinde verfolgt mit dieser Grundstückspolitik das Ziel, bezahlbaren Wohnraum für möglichst breite Schichten der Bevölkerung zu schaffen. Durch die Vergabe im Erbbaurecht soll es dem Kreis der berechtigten Bewerber erleichtert werden, sich Wohneigentum zu schaffen. Das Grundstück muss nicht erworben werden, sondern wird von der Gemeinde für einen Zeitraum von 75 Jahren zu stark vergünstigten Konditionen zur Verfügung gestellt. Dieser Wohnraum soll zudem möglichst langfristig vergünstigt bleiben und nicht nach einem Verkauf der Immobilie oder bei Vermietung an Dritte wieder dem freien Markt zugeführt werden können. Bei einem Verkauf der Grundstücke hat die Gemeinde nach Ablauf der Eigennutzungsfrist keinen Einfluss mehr auf die weitere Nutzung oder Verwertung. Der soziale Gedanke verpufft somit nach wenigen Jahren, wenn die GemeindeGrundstücke verkauft, während im Erbbaurecht für die gesamte Dauer der Laufzeit bezahlbarer Wohnraum gesichert ist.

Das Erbbaurecht ist kein Eigentum zweiter Klasse. Auch im Erbbaurecht können Grundschulden der finanzierenden Bank eingetragen werden. Auch ein späterer Verkauf oder ein Vererben des Hauses ist jederzeit möglich. Die Gemeinde dürfte einem Verkauf nur aus triftigen Gründen widersprechen, dies wäre beispielsweise bei einem deutlich überteuerten Verkaufspreis der Fall. Dies hat den Vorteil, dass hierdurch auch langfristig bezahlbarer Wohnraum gewährleistet werden kann. Auch auf einem Erbbaurechtsgrundstück schafft man sich Wohneigentum und somit eine Vorsorge fürs Alter. Der Gemeindekasse sichert die Vergabe im Erbbaurecht langfristig stabile jährliche Einnahmen anstatt eines einmaligen Verkaufs. Der gemeindliche Haushalt 2021 wird auch bei einer Vergabe im Erbbaurecht ohne neue Schulden auskommen. Für alle Interessierten bietet die Gemeinde eine Online-Informationsveranstaltung am Mittwoch, 10. März um 18 Uhr. Der Link wird am Tag der Veranstaltung auf der Homepage der Gemeinde veröffentlicht.

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