Kinderhaus „Sternschnuppe“ erhält Zertifikat

Junger Forschungsdrang gewürdigt

In welchem Glas wird die Flamme wohl am schnellsten erlöschen? Natürlich wissen die Kinder längst die Antwort: in dem kleinsten! Foto: Müller

Wie kann man Grün erzeugen, wenn man nur die Grundfarben Blau, Rot und Gelb zur Verfügung hat? Der kleine Felix zeigt, wie’s geht: Er mischt einfach die blaue mit der gelben Flüssigkeit. Eine andere  Kindergruppe experimentiert derweil mit rohen und gekochten Hühnereiern. Welche drehen sich wohl schneller und welche bleiben im Wasserglas oben schwimmen? Auch hier verblüffen die Kinder die anwesenden  Gäste durch ihr Wissen.

Wie kann man Grün erzeugen, wenn man nur die Grundfarben Blau, Rot und Gelb zur Verfügung hat? Der kleine Felix zeigt, wie’s geht: Er mischt einfach die blaue mit der gelben Flüssigkeit. Eine andere  Kindergruppe experimentiert derweil mit rohen und gekochten Hühnereiern. Welche drehen sich wohl schneller und welche bleiben im Wasserglas oben schwimmen? Auch hier verblüffen die Kinder die anwesenden  Gäste durch ihr Wissen. Ein Mädchen schließlich demonstriert eindrucksvoll, wie man durch Atemluft das Wasser in einer Flasche verdrängen kann - ein Versuch, der Thomas Kellerbauer, den stellvetretenden Bürgermeister von Eching, sogleich zur Nachahmung ermuntert.

Diese und noch viele weitere Experimente haben die Kinder des Kinderhauses „Sternschnuppe“ im vergangenen Jahr durchgeführt. Als Belohnung für ihren Wissensdrang erhielten sie nun als erste Kindertagesstätte im Landkreis Freising das Zertifikat „Haus der kleinen Forscher“. Verliehen wurde es von Otto Heinz, dem Vorsitzenden des IHK Gremiums Freising/Erding. Schon seit 2012 bringt die IHK für München und Oberbayern das „Haus der kleinen Forscher“, das die größte Aktion für frühkindliche Bildung in Deutschland darstellt, in den Landkreis. Ziel ist es, Drei- bis Sechsjährige altersgerecht für Naturwissenschaften und Technik zu begeistern.

„Unsere Kinder sind wahnsinnig neugierig“, erklärte die Einrichtungsleiterin Simone Schmidt.  Als die Erzieherinnen von der Aktion hörten, gingen zwei von ihnen auf eine Schulung der IHK  und kamen mit einem Forscherkoffer „und vielen tollen Ideen“ wieder zurück. Nachdem noch einige weitere Utensilien wie Reagenzgläser und spezielle Stöpsel besorgt waren, konnten die Forschungsarbeiten beginnen. 

Begeistert experimentierten die Kinder mit Farben oder Feuer, führten Versuche zum Keimen von Samenkörnern durch und nahmen Hühnereier dort in Augenschein, wo sie entstehen - auf dem Bauernhof. „Sogar eine Wasserreinigungsanlage haben sie gebaut“, ließ Schmidt wissen. Beim Sommerfest des Kinderhauses gab es dann drei große Forschungsstraßen, auf denen die Mamas und Papas so manche Experimente selbst ausprobieren durften.

Der Antrag, als „Haus der kleinen Forscher“ ausgezeichnet zu werden, wurde schließlich an die Projektleiterin Mareike Ziegler gestellt, welche nichts einzuwenden hatte. Im Gegenteil: Die anwesenden Ehrengäste waren voll des Lobes und machten darauf aufmerksam, wie nützlich die gewonnen Erkenntnisse für die Zukunft seien. „Wenn euch Forschung interessiert, könnt ihr das vielleicht später im Beruf mal machen“, sagte Otto Heinz.

Dr. Josef Amann, Bereichsleiter Berufsbildung in der IHK für München und Oberbayern, wünschte den Kleinen, dass sie sich stets ihre Entdeckerlust bewahren. Auch die Kinderhausleiterin war sehr erfreut. „Ein Zertifikat erhält man nur, wenn man etwas ganz toll kann“, erklärte sie ihren Schützlingen.

Quelle: freising-online

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