Straßensperrung teilweise Aufgehoben

Mit Protest prompt Erfolg gehabt

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Das Schlimmste verhindern konnte Georg Lachermeier. 

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es! Nach dieser Devise hat Friseurmeister Georg Lachermeier (48) gehandelt. Die von der Kommune und dem Wärmeversorger EWG (Energie Wende Garching) für unbedingt notwendig erachtete halbseitige Sperrung der Schleißheimer Straße ist Geschichte. Stattdessen hat man nun ein Schild angebracht, auf dem „bis Baustelle frei“ steht. Ein Teilerfolg und auch ein bisschen eine Genugtuung wie Lachermeier gegenüber dem Forum deutlich machte.

Er und die andere Ladeninhaber mussten nämlich feststellen, dass das Geschäft seit der Sperrung nachgelassen hatte. Besonders betroffen sei die Gastronomie gewesen, wie der Facebook-Aktivist erklärte. Lachermeier empfang die Regelung als Geschäftsschädigung. Und, da hat er eben „mal einen rausgehauen“ und seinem Ärger auf Facebook Luft gemacht. Sein Credo: So könne man doch mit den Leuten nicht umgehen. Um der Sache dann noch etwas mehr Nachdruck zu verleihen, hat Lachermeier dann noch eine Unterschriftenaktion unter den Geschäftsleuten in der Schleißheimer Straße angeleiert. Mit dem Ergebnis, dass eigentlich alle seiner Meinung waren. Sprich, die halbseitige Sperrung braucht es gar nicht. Weil die dicken schwarzen Rohre für die Wärmeversorgung ohnehin „peu à peu“ verlegt würden, wie Lachermeier zu bedenken gab. 

Die Reaktionen von offizieller Seite ließen nicht lange auf sich warten. Bürgermeister Dietmar Gruchmann war der Protest von Lachermeier, den er per E-Mail formuliert und an die Stadt gerichtet hatte, „einen Zweizeiler wert“, wie Lachermeier feststellte. Aber immerhin: Gruchmann antwortete, er werde sich bemühen, dass der Beginn der Einbahnstraßenregelung „flexibel gestaltet“ wird und entsprechend voranschreitet. Man werde ihn auf dem Laufenden halten, hieß es. Die Wende kam zwei Tage später. Da tauchte im Friseur-Geschäft ein Vertreter der EWG auf. Und, der gab Lachermeier nach kurzer Sicht auf die Dinge Recht. „Das kann man anders lösen“, lautete sein Urteil. Durch besagtes Schild, das laut Lachermeier schon etwas gebracht hat. Viele Worte um die Aktion wollte der Geschäftsmann nicht mehr machen. „Ich bin halt eher ein Macher, als ein Redner“, verriet der Friseurmeister. So viel sagte er aber dann doch noch: „Die Reaktion der EWG ist schon ein Lob wert!“

Quelle: freising-online

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