Super „Start Up“-Idee

Öko-Strohhalm lässt sich sogar essen

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Einen Trinkhalm mit „eingebautem“ guten Gewissen haben Maximilia Lemke (links), Philipp Silbernagel (Mitte) und Patricia Titz (rechts) auf den Markt gebracht. 

Ein Trinkhalm, der biologisch abbaubar ist und die Umwelt nicht belastet, wenn er seinen Zweck erfüllt hat - das wäre doch einmal ein pfiffige Idee. Das dachten sich auch die Gründer des Garchinger Start-Ups „Wisefood“. Gesagt, getan!

Und hier ist er nun, der „Superhalm“. Man kann damit nicht nur genüsslich Getränke schlürfen, sondern ihn hinterher einfach aufessen. Oder, mit gutem Gewissen wegwerfen. Kein Plastikmüll, keine Rückstände. „Durch die Verwendung von Getreide und Fruchtfasern können wir eine Alternative schaffen, die in etwa zwei Wochen komplett biologisch abgebaut ist. Oder man knabbert den Trinkhalm einfach direkt nach dem Trinken auf, wenn man Lust hat“, sagt „Wisefood“-Manager Maximilian Lemke.

Die neu gegründete Firma, die sich noch in der Aufbauphase befindet, hat demnach einen absolut nachhaltigen Trinkhalm entwickelt. Der „Superhalm“ gilt seinen Erfindern als „die innovative Alternative zum Plastik-Strohhalm.“ Er ist sechzig Minuten in Kaltgetränken stabil. In Cocktails sogar bis zu zwei Stunden. Im Kaffee oder in Tee hält sich der Halm etwa 20-30 Minuten. Eine Weltneuheit! Der „Wisefood“-Trinkhalm ist nämlich der erste mit Pflanzenfasern hergestellte seiner Art. „Wisefood“ verwendet dazu sogenannte Apfeltrester und Getreide-Rohstoffe aus Deutschland. 

So spart man sich unnötig lange Transportwege sparen und schont dabei auch noch die Umwelt schonen. Die Fruchtfasern werden aus einem Reststoff gewonnen, der bei der Apfelsaftproduktion zurückbleibt. Den „Superhalm“ will man im Lebensmitteleinzelhandel, an Gastronomiebetriebe, sowie Hotels und Restaurants und über einen eigenen Onlineshop direkt an Endkunden verkaufen. In einigen REWE - und Edeka-Märkten ist das plastikfreie Produkt bereits zu finden. Auch Preise hat man damit schon gewonnen. 

Unter anderem den Startup-Wettbewerb „futureSax 2018“, den EU-Preis „EIT Food Award“ oder den „Newcomer Award“ der „Transgourmet 2019.“ Kein Wunder, der Markt für plastikfreie Alternativen wächst. „Unser Ziel ist es, dies im großen Maßstab fortzusetzen. Das hätte zur Folge, dass weniger Ressourcen verschwendet werden und weniger Plastik in den Weltmeeren landet,“ verspricht Lemke. Würde Sinn machen, bei durchschnittlich einer Milliarde an verbrauchten Plastik-Strohhalmen jeden Tag. Nähere Infos unter www.wisefood.de.

Quelle: freising-online

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