Die Sportler atmen schon mal durch

Tennishalle in Eching: „Plan 4“ wird bauen

+
Vor zwei Jahren ist die Tennishalle in Eching komplett abgebrannt. Jetzt geht es an den Wiederaufbau. 

Der Wiederaufbau der im Jahr 2018 abgebrannten Echinger Tennishalle kommt langsam voran. Jetzt hatte der Gemeinderat die Auswahl des Architektenbüros auf der Tagesordnung für die nächsten entscheidenden Leistungsphasen. 

Eching- Wegen der zu erwartenden Gesamtkosten von zuletzt 4,2 Millionen Euro durfte die Planungsleistung nicht mehr freihändig vergeben werden. Den Zuschlag erhielt das gleiche Büro, das schon die Vorplanung gemacht hatte. In einem streng geregelten Verfahren hatte das Auswahlgremium diesem Büro „Plan 4“ aus München die höchste Punktzahl gegeben und dem Gemeinderat einen entsprechenden Beschlussvorschlag zur Vergabe unterbreitet. Georg Metz von der Gemeindeverwaltung berichtete am Tag nach der Sitzung von einer enorm sachlichen Sitzung. Einen Zeitplan gibt es allerdings noch nicht.

Wiederaufbau: Vorerst nur als Tennishalle nutzbar

Anschließend muss ausgeschrieben werden, und dann gibt es das, was Metz etwas launig den „Corona-Vorbehalt“ nannte. Will heißen: Es müssen auch die entsprechenden Firmen zu bekommen sein. Die Brandversicherung zahlt den Löwenanteil, nämlich 3,8 Millionen Euro. Wie immer nach solchen Unglücken waren schnell Begehrlichkeiten aufgekommen, denn die Sportvereine wie die VHS haben in der Wachstumsgemeinde dringenden Bedarf an weiteren Hallenkapazitäten angemeldet. 

So war lange mit dem Gedanken gespielt worden, die Halle nicht nur für den Tennissport, sondern auch für viele Nutzungen auszulegen. Das hätte aber die Kosten derart in die Höhe getrieben, dass diese Idee, für die sich vor allem die Freien Wähler immer wieder stark gemacht hatten, fallen gelassen werden musste. Die Halle wird jetzt also mit zwei Stützen zwischen den Feldern wieder aufgebaut, was sie für alle anderen Sportarten unbenutzbar macht. Aber es soll nach dem am Jahresanfang erarbeiteten Gesamtkonzept eine Gymnastikhalle angebaut werden. 

Verheerende Nachrichten für die Aktiven und Veranwortlichen des SC Eching: Vor zwei Jahren brannte die Tennishalle vollends ab.


Gewaltiger Vorteil: Viele Infrastruktur-Einrichtungen, dazu Heizung, lassen sich dann gemeinsam nutzen. 200000 Euro, so die erste grobe Kostenschätzung werden für diese Halle fällig. In das Gesamtkonzept integriert ist ein Gebäude mit etlichen Wohnungen, unter anderem für den Wirt. Besagte 200000 Euro verstehen sich aber, hatte Bürgermeister Sebastian Thaler seinerzeit bereits betont, nur für die nackte Halle, ohne Ausstattung und Geräte. Allerdings musste Georg Metz aus dem Echinger Rathaus betonen, dass es in der Sitzung des Gemeinderats nicht um die Kosten gegangen sei, sondern nur um die Vergabe der Planungsleistungen.

Die genannten Zahlen beziehen sich aber auf eine erste grobe Schätzung genau des Büros vom Februar, das jetzt den Zuschlag erhalten hat. Es entsteht also ein regelrechtes Sportzentrum, zumal auch eine leistungsfähige Gastronomie unmittelbar in der Nähe liegt. Vor allem die Abteilung Tennis vom SC Eching wartet sehnsüchtig auf den Wiederaufbau. 330 Mitglieder gibt der Verein an, 18 Mannschaften, für die 15 Sandplätze zur Verfügung stehen, aber laut Homepage „Null Hallenplätze.“ Klar: Die sind ja dem Großbrand zum Opfer gefallen. Die erste Herrenmannschaft spielt in der Bezirksklasse und steht dort aktuell auf einem fünften Platz.

Quelle: freising-online

Auch interessant:

Meistgelesen

Live-Erlebnis: Leontchik-Quartett spielt Spitzen-Klassik
Live-Erlebnis: Leontchik-Quartett spielt Spitzen-Klassik
Endspurt beim Stadtradeln: Jetzt noch kräftig in die Pedale treten!
Endspurt beim Stadtradeln: Jetzt noch kräftig in die Pedale treten!

Kommentare