Zu viel der Urnengänge?

Thaler will Wahlen gleichschalten

Sebastian Thaler möchte Rathauschef bleiben. Aber nicht um jeden Preis, wie er in einer Pressekonferenz deutlich machte. 

Der Echinger Bürgermeister Sebastian Thaler ist stets für eine Überraschung gut. Jetzt hat er doch glatt seinen Rücktritt erklärt. Ans Aufhören denkt er aber nicht. Vielmehr will sich Thaler bei den nächsten Wahlen wiederwählen lassen. Die sollen allerdings vorgezogen werden und gleichzeitig mit den Kommunalwahlen 2020 über die Bühnen gehen. Ein Schachzug, der aber auch in die Hose gehen kann.

Wer eine Art Paukenschlag erwartet hatte, der wurde nicht enttäuscht. Bürgermeister Sebastian Thaler hat bei einer Pressekonferenz „aus gegebenem Anlass“ und zur Klärung seiner „beruflichen Zukunft“ bekannt gegeben, dass er gedenke zum nächstmöglichen Wahltermin quasi zurückzutreten. Im gleichen Atemzug sagte er allerdings, dass er weiter im Amt bleiben und bei den nächsten Bürgermeisterwahlen wieder antreten will. Nur, dass die nicht erst in gut eineinhalb Jahren sondern gleichzeitig mit den Kommunalwahlen im nächsten Jahr über die Bühne gehen soll. 

Als Grund für die Anpassung nannte Thaler das viele Geld, dass die Bürgermeisterwahl außer der Reihe, die von einem vorzeitigen Ausscheiden eines Amtsvorgängers her rührt, kostet. Er sprach von 80 000 Euro pro Urnengang. 400 000 Euro habe die Gemeinde Eching auf diese Weise bereits verloren. Endlich Zeit also, etwas daran zu ändern, wie Thaler fand. Er habe zwar für die relativ kurze Zeit schon viel erreicht, gab der Rathauschef zu verstehen, „wolle aber noch einige neue und einige bereits angestoßene Projekt zum Wohle der Kommune realisieren“. Auf einen „Zweifrontenkrieg“ wie zuletzt im Gemeinderat habe er allerdings keine Lust mehr, stellte Thaler klar. 

Er werde die Wahl nämlich nur dann annehmen, wenn die Verhältnisse im Rat andere seien. Thaler stellt sich demnach mindestens „12 Stimmen plus X“ vor, wie er erklärte. Wobei das „X“ freilich er selber sei. Die Chancen, dass es so kommt, stehen aber wohn nicht schlecht. Er habe sich bereits die Unterstützung von SPD, Grünen, den Bürgern für Eching (BfG) und der Echinger Mitte frei zusagen lassen, sagte Thaler. Eine Rolle bei den Überlegungen hätten auch seine Pensionsansprüche gestellt. 

Die seien zwar immer noch nicht geklärt, aber das Risiko mit der Neuregelung am Ende schlechter zu fahren nehme er in Kauf, gab Thaler zu verstehen. Wie gern er Rathauschef bleiben möchte, das machte der Amtsinhaber mit dem Hinweise auf ein Angebot der Landkreis-SPD deutlich. „Die hätte mich gerne als Landrats-Kandidaten aufgestellt. Ich habe dieses Angebot aber abgelehnt, da ich mich gerne weiter als Bürgermeister für Eching engagieren möchte“, teilte Thaler mit.

Quelle: freising-online

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