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Überlegungen zum Echinger Volksfest

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Wie geht es weiter mit dem Volksfest? Wenn das Feuerwehrhaus umgebaut wird, kann es in der bisherigen Form nicht mehr stattfinden.
Wie geht es weiter mit dem Volksfest? Wenn das Feuerwehrhaus umgebaut wird, kann es in der bisherigen Form nicht mehr stattfinden.

(mm)

· In der Gemeinde Eching geht es mal wieder grundsätzlich um das Volksfest. Anfang der 90er Jahre war das schon einmal so. Damals hatte ein Anlieger sich gestört gefühlt und mit seinen Beschwerden dem Betrieb das Aus gebracht. Das führte dazu, dass die Gemeinde sich aus dem Volksfest zurückzog. Es übernahmen fürderhin abwechselnd die Freiwillige Feuerwehr und der TSV Eching die Organisation. Die Einnahmen blieben bei den Vereinen. Und jetzt macht man sich wieder Gedanken um die einstmals heilige Kuh. Anlass gibt der Umbau des Feuerwehrhauses, der in den jetzigen Volksfestplatz ausgreift. Das hat eine Vielzahl von Planspielen in Gang gesetzt. Fest steht nur, dass in diesem Sommer das Volksfest ein letztes Mal auf dem gewohnten Terrain an der Waagstraße stattfinden kann, danach beginnen die Bauarbeiten. Im Rathaus wird intern offenbar schon daran getüftelt, mit einem veränderten Volksfest als Kern verstärkt Feste auf den Bürgerplatz zu ziehen. "Die ein oder andere Festivität würde dem Platz nicht schaden", sagte Bürgermeister Josef Riemensberger. Ihm schwebe eine Art „Festsommer“ vor, in dem die örtlichen Vereine ihre an unterschiedlichsten Lokalitäten abgehaltenen Sommerfeste im Ortszentrum konzentrieren könnten. In ein derartiges Szenario könnte sich dann auch eine Nachfolgeveranstaltung des Volksfestes integrieren lassen, überlegt der Bürgermeister. "Volksfestähnliche Strukturen sind sehr wohl im Ort darstellbar", erwartet Riemensberger. "Ob die Vereine bereit sind, wird sich zeigen", sagte er. Kulturamtsleiter Michael Corsten sei bereits mit Sondierungen beauftragt. Die Feuerwehr, bislang abwechselnd mit dem TSV Ausrichter des Volksfestes, hat dagegen einen anderen Denkansatz eingebracht. Im Freizeitgelände hat sich das Festival "Sonnenrot" gerade auf fünf Jahre an Eching gebunden. Dessen Organisatoren hätten gern eine verbesserte Infrastruktur: angeregt wurde, den Bühnenraum zu befestigen und mindestens Strom fix zu verlegen. Einen derartigen Festivalplatz könne man doch auch für ein eventuelles Volksfest nutzen, so die Wehr. Die Gemeindeverwaltung prüft nun, welche baulichen Maßnahmen zu welchen Kosten möglich seien, dann wird der Gemeinderat damit befasst. Dort haben sich bereits Bedenken artikuliert. Sie befürchte eine "Salamitaktik", sagte Gertrud Wucherpfennig im Gemeinderat, mit der das Freizeitgelände nach und nach ausgebaut werde und damit immer mehr Nutzung anziehe. Für Riemensberger wäre dies auch nicht grundsätzlich abzulehnen. "Maßvolle Veränderungen sind für mich nicht ausgeschlossen", betonte er und zeigte sich offen für eine eventuelle Erweiterung der nun auch jahrzehntealten Anlage.

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