Gemeinde macht sich für vollständige Sanierung stark

Ungewisse Zukunft für die Regatta in Oberschleißheim: Zu wenig Geld für Reparaturarbeiten

Ruderregatta in Oberschleißheim weite Bahnen
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Keine Regatta mehr in Oberschleißheim? Ohne eine vollständige Sanierung droht dieses Szenario.

Die Zukunft der Ruderregattastrecke Oberschleißheim steht angesichts der jüngsten Pressemeldungen auf dem Spiel.

So plant die Landeshauptstadt München als Eigentümerin der Anlage, für die Sanierung der Strecke nicht wie ursprünglich geplant 61 Millionen Euro, sondern nur noch lediglich neun Millionen Euro bereit zu stellen. Damit würde die Ruderregattastrecke Oberschleißheim langfristig als Anlage für den Leistungssport aufgegeben werden.

Dies besorgt die Gemeinde Oberschleißheim sehr. Die Anlage befindet sich etwa zur Hälfte – einschließlich des Hauptbereichs und der Stege - auf Oberschleißheimer Gemeindegebiet. Daher wendet sich die Gemeinde nun sowohl an die Landeshauptstadt als auch an den Freistaat Bayern /Staatsministerium für Inneres, Sport und Integration als Aufgabenträger für den Leistungssport, um hier eine koordinierte Lösung zum Erhalt der Strecke auf den Weg zu bringen. Erster Bürgermeister Markus Böck dazu: „Wir sind der Auffassung, dass diese Entscheidung für eine Sanierung „im klein(st)en Umfang“ unbedingt noch einmal, auch auf höherer Ebene, durchdacht werden muss. Nach unserer Auffassung müssen sich die Landeshauptstadt München und der Freistaat Bayern unbedingt noch einmal zusammensetzen und eine gemeinsame, koordinierte Lösung für die Regattastrecke suchen.

Es kann doch nicht sein, dass diese historisch und landschaftlich einzigartige wertvolle Olympia-Regattastrecke nach 50 Jahren einfach aufgegeben wird! Dass dort nie mehr Regatten stattfinden! Es ist sicher nicht einfach, bei den verschiedenen Zuständigkeiten und der Komplexität der Aufgabe eine Lösung zu finden, aber es ist machbar, und es muss angegangen werden. Wir als Gemeinde sehen uns da in der Verantwortung gegenüber unseren Sportvereinen – es sind zwölf Vereine, die die Anlage nutzen und brauchen, - sowie gegenüber Tourismus, Gastronomie und Hotellerie in der ganzen Region, das Thema bei den zuständigen Stellen anzusprechen. Wir wollen hier auch einen größeren Unterstützerkreis in der Region zur Rettung der Ruderregatta aufbauen.“ Die Gemeinde Oberschleißheim wäre auch bereit, sich bei der Koordinierung mit einzubringen.

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