Geprüft und für gut befunden

Unterschleißheim wurde als Fahrradfreundlich Zertifiziert

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Daumen hoch, es ist geschafft - Unterschleißheim ist als fahrradfreundliche Gemeinde zertifiziert: (v. l.) Dr. Hans Reichhart (Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr), Petra Halbig (Fahrradbeauftragte der Stadt Unterschleißheim), Bürgermeister Christoph Böck und Matthias Dießl (Vorsitzender AGFK Bayern). 

Wer am Dienstag, 5. November zwischen 14 und 16 Uhr unterwegs war, wunderte sich möglicherweise, wer ihm da entgegenkam: Gelbwesten in Unterschleißheim? Und auch noch auf dem Fahrrad? Tatsächlich fuhren Bürgermeister Christoph Böck, Vertreterinnen und Vertreter des Stadtrates und der Gemeinde gemeinsam mit drei Prüfern vom AGFK im Tross durch die Stadt. Es handelte sich um eine sogenannte Bereisung. Der AGFK (Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen) prüfte die Gegebenheiten für Radfahrer vor Ort wie Sicherheit, Einfachheit und korrekte Beschilderung. Um als „Fahrradfreundliche Kommune“ von der AGFK Bayern e. V. zertifiziert zu werden, musste sich Unterschleißheim einer ganztägigen Prüfung unterziehen. 

Diese besteht aus einem theoretischen Teil am Vormittag und eben einer Radexkursion am Nachmittag. Zwischen zehn und zwölf Uhr trug die Fahrradbeauftragte Petra Halbig im kleinen Sitzungssaal des Bürgerhauses die Bemühungen der Verwaltung um eine radverkehrsfreundliche Mobilitätskultur einschließlich Wahrung der Sicherheit für Radfahrerinnen und Radfahrer vor. Das Ganze vor den kritischen Augen der eingeladenen Kommission, bestehend aus Martin Singer (Bayr. Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr), Klaus Hegert (ADFC Landesverband Bayern) sowie Sarah Guttenberger (AGFC Bayern). Nach dem langen Vortrag gab es eine Stärkung, dann zog man sich die Warnwesten über und los ging’s zur Ortsbesichtigung. Dann wurde es spannend: Für eine halbe Stunde zog sich die Kommission zur Beratung zurück und kam – auch wenn noch ein paar Nachbesserungen angemahnt wurden – mit einem positiven Ergebnis zurück. 

Die Stadt Unterschleißheim hat alle Hürden genommen und darf sich jetzt für sieben Jahre fahrradfreundliche Kommune nennen. Während dieses Zeitraums erfolgt ein Rezertifizierungsverfahren mit erneuter Überprüfung. Die Freude bei Halbig, Böck und allen anderen Beteiligten im Saal war groß. Am 22. November durfte Böck nach München fahren und sich die Plakette aus den Händen des bayerischen Verkehrsministers abholen. Die Auszeichnung war das Ergebnis von fünf Jahren harter Arbeit von Verwaltung und Stadtrat samt ehrenamtlich Mitwirkender. Doch auch die Unterschleißheimerinnen und Unterschleißheimer können stolz auf sich sein. Denn schließlich sind sie es und nicht die nur alle paar Jahre auftauchenden Gelbwesten, die die fahrradfreundliche Kommune mit Leben erfüllen. Bei einer Befragung outeten sich 21 Prozent als Radfahrer.

Quelle: freising-online

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