Wider das Verkehrschaos

Unterschleißheimer Mobilitätsbeauftragter muss her

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Aktuell sind es drei, aber wenn es nach den Grünen geht, dann könnte die Fraktion bald um die eine oder andere Persönlichkeit zulegen. Im Bild von links: Fraktionsvorsitzender Jürgen Radtke, 3. Bürgermeisterin Brigitte Huber, Bürgermeisterkandidat Tino Schlagintweit, Sozialreferentin Lissy Meier und Sprecherin Rebecca Riedelbauch. Zuletz hat die Fraktion der Grünen im Stadtrat einen Mobilitätsbeauftragten ins Gespräch gebracht. 

Jürgen Radtke ist Fraktionssprecher der Grünen in Unterschleißheim. Als solcher teilte er mit, dass man sich im Stadtrat für einen Mobilitätsbeauftragten stark gemacht hat. Der soll ein Konzept erarbeiten. Weil die Stadt im Verkehrschaos steckt. Ziel sind umweltfreundliche und sozialverträgliche Lösungen.

Die Stadt leidet immer mehr unter einer hohen Verkehrsbelastung. Und der Klimaschutz bestimmt in großem Umfang auch das Thema Mobilität. Ein Unding für die Grünen. Denn viele fahren nicht nur mit dem Auto, sondern gehen auch zu Fuß, fahren mit dem Rad oder nutzen verstärkt den öffentlichen Nahverkehr. Eine Umstrukturierung im Bereich Mobilität ist ein entscheidendes Merkmal für die Klimaoffensive und die Umsetzung vielfältiger Vorhaben der Stadt Unterschleißheim. Zur Bewältigung dieser zunehmenden Herausforderungen bedarf es der Grünen-Fraktion zufolge einer entsprechenden Anhebung der Personalressourcen in der Stadtverwaltung, gegebenenfalls sogar der Schaffung eines eigenen Sachgebiets „Mobilität“. 

Deshalb hat die Fraktion Mitte Dezember den Antrag gestellt einen entsprechenden Posten zu schaffen. Der oder die Mobilitätsbeauftragte sollte sich etwa um die Erarbeitung und Umsetzung eines zukunftsfähigen, gesamtstädtischen Verkehrskonzeptes kümmern. Mit dem Ziel einer umwelt- und sozialverträglicheren Gestaltung des Verkehrs, wie es hieß. Besonders die Verkehrsproblematik bei den Projekten Business Campus, Koryfeum, Wohngebiet Gartenquartier und Neue Stadtmitte wurden bisher nur einzeln und zudem fast ausschließlich auf den Autoverkehr zentriert statt in einer Gesamtschau betrachtet. Ein zweiter ganz wichtiger Punkt aus Sicht der Grünen ist die Ausweitung des öffentlichen Nahverkehrs sowie die Taktverdichtung für Bus und S-Bahn, neue Linienführungen oder ein Ortsbus. Auch die Seilbahnidee, kam in diesem Zusammenhang wieder auf. Genauso wie die Forderung nach einer Weiterentwicklung und Umsetzung des Radwegekonzeptes. Insgesamt umfasst der Antrag der Grünen zur Einführung eines Ressorts „Mobilität“ sieben Punkte. Inzwischen hat die Verwaltung eine vergleichbare Stelle ausgeschrieben. Die Grünen hoffen, dass diese schnell besetzt werden kann und somit auch die umfangreichen genannten Aufgaben und die entsprechenden Anträge aus dem Stadtrat zügig bearbeitet respektive in Bälde umgesetzt werden können.

Quelle: freising-online

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