Weg mit den Schottergärten!

Antrag an den Stadtrat: Unterschleißheim soll grüner werden

Schottergärten müssen nicht sein.

Zusammen mit der ÖDP haben die Grünen im Unterschleißheimer Stadtrat einen Antrag eingebracht, der die City grüner machen soll und so genannte Schotterwüsten ausmerzen. Vorstandmitglied Helmut Göbel erklärt die Beweggründe.

Die Grünen in Unterschleißheim machen mobil: Der allgemeine Trend zu Schotter-Wüsten nimmt auch in der Stadt permanent zu, hat Grünen-Vorstandmitglied HelmutGöb el registriert. Ein Ärgernis, finden die grünen Stadträte, und haben jetzt einen Antrag im Parlament eingebracht. „Wir wollen dies im Interesse des Artenschutzes und einer größeren Artenvielfalt vermeiden“, erklärt Göbel.

Alternativen zu Schottergärten

 Zusammen mit der ÖDP folgte nun die Anregung, die Stadtverwaltung solle prüfen,wie Schottergärten im Stadtgebiet Unterschleißheim vermieden werden können - und zwar sowohl in städtischen Anlagen, bei neuen Bebauungen, aber auch wie die Umgestaltung in bestehenden Siedlungen erreicht werden kann. Klar ist: Steinwüsten sind für das Klima schädlich, weil sie die Hitzebildung im Sommer befördern und bei Regen Oberflächenwasser schlecht versickern lassen. 

Ziele der ÖDP und der Grünen

Die bayerische Bevölkerung hat mit dem Volksbegehren deutlich gemacht, dass sie großen Wert auf Artenschutz und Artenvielfalt legt. Steingärten veröden das Gesicht bebauter Gebiete. Baukultur, wie Grüne und ÖDP sie auf allen Entscheidungsebenen anstreben, hat auch zum Ziel, den Auswirkungen des Klimawandels zu begegnen und ökologische Belange zu berücksichtigen. Per Bayerischer Bauordnung sind Schottergärten sogar eigentlich gar nicht erlaubt! 

„Das ist im Prinzip richtig“, sagt ein Sprecher des Bayerischen Bauministeriums. Doch, so betont er, es folgt ja ein Zusatz: „Soweit dem nicht die Erfordernisse einer anderen zulässigen Verwendung der Flächen entgegen stehen.“ Außerdem werde ein Großteil der Bauvorhaben in Bayern vereinfacht genehmigt, also nur auf Bauplanungsrecht, Abstandsflächen und die Satzungen der Gemeinde überprüft, fügt der Sprecher hinzu. Heißt: Ob die Freiflächen grün oder grau sind,interessiert im vereinfachten Verfahren nicht.

Einige Kommunen in Bayern, so erklärt Antragsteller Göbel, etwa die Städte Erlangen und Würzburg, haben aus diesem Grund bereits Verbote vonSchottergärten erlassen. Erlangen hat dazu eine Freiflächengestaltungssatzung erstellt, in der explizit aufgenommen wurde:„Nicht zulässig sind insbesondere geschotterte Steingärten.“So soll es auch in Unterschleißheim sein, wenn es nach Grünen und ÖDP geht. „Auch ist zu überlegen,ob die bereits mehrfach bestätigten Höhenbegrenzungen von Mauern, Gabionen und Zäunen dort aufgenommen werden.

Quelle: freising-online

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