Ob Südfrucht oder riesige Isarwelle

Urban Art Projekt: Trafohäuschen und Stromkästen werden in Ismaning von Künstlern verschönert

Das Trafohäuschen am Eisweiher mit Isarwelle mit Holger Mair
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Das Trafohäuschen am Eisweiher mit Isarwelle wurde von Holger Mair gestaltet.

Im Sommer startete das Urban Art Projekt Ismaning. Die Gemeinde kann jetzt die ersten Gestaltungen der unterschiedlichen Künstler vorstellen.

Im Sommer startete das Urban Art Projekt Ismaning. Die Gemeinde kann jetzt die ersten Gestaltungen vorstellen, mit denen in den vergangenen Monaten engagierte Bürger öffentlichen Orten eine künstlerische Note verliehen haben. „Servus“ ruft uns am Wasserturm der von Silvia Heukerott bemalte Kasten in knallig-bunten Farben zu. Ein zweiter gegenüber, gestaltet von Lara Zeindl, entführt die Betrachter mit einer Südfrucht und Palmen in exotische Gefilde, während bei einem weiteren Kasten in der Unterföhringer Straße comicartige Wesen mit großen Augen herumstarren.

Über das Trafohaus am Rande des Eisweihers wiederum lässt Holger Mair eine riesige Isarwelle im Stile des japanischen Künstlers Katsushika Hokusai schwappen, auf der nicht nur eine ganze Reihe von gelben Plastikenten tanzen, sondern auch eine Flasche „Ismaninger“ . Und am Bürgerpark erwartet den Spaziergänger eine rätselhafte Collage von Max Strasser, deren verschiedene Motive jeder Betrachter zu einer eigenen Geschichte zusammenfügen kann. Weitere Kästen und Trafohäuser werden gerade noch gestaltet.

Im Rahmen des Urban Art Projekts werden weiterhin ausgewählte Trafohäuser und Verteilerkästen der gemeindlichen Gesellschaften (WVI, GVI, SVI) durch die BürgerInnen Ismanings künstlerisch gestaltet. Eingeladen zur Teilnahme waren Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Einzelpersonen sowie Gruppen. Ziel ist es, den EinwohnerInnen Ismanings die Möglichkeit zu geben, den Gemeinderaum aktiv mitzugestalten und dabei eigene künstlerische Ideen umzusetzen. Es geht aber auch darum, den Blick auf die Bauwerke und Gegenstände einer Infrastruktur zu richten, auf die Schaltstellen von elektrischer Versorgung, Internet und Telefon. Die Gemeinde erhofft sich, durch das Projekt den Gemeinderaum zu verschönern und ein Bewusstsein für die Lebensadern in der digitalen Gesellschaft zu schaffen.

Wer sich am Urban Art Projekt beteiligen möchte, kann sich weiterhin unter urbanart@kallmann-museum.de bewerben. Eine Skizze muss beigelegt werden, damit die Verantwortlichen eine Vorstellung davon bekommen, wie die Gestaltung am Ende aussieht. Die Gestaltungen bleiben mindestens für ein Jahr. Die Gemeinde Ismaning behält sich vor, unangemessene Gestaltungen, deren Inhalte nicht mit den Werten der Gemeinde vereinbar sind, jederzeit zu entfernen. Das Urban Art Projekt wird von der Gemeinde Ismaning getragen und vom Kallmann-Museum künstlerisch betreut.

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