Nach dem Motto „Malocchio“:

Vernissage: Christoph Hessel und Markus Jaursch zeigen den „Böser Blick“ im Schlosspavillion

Man auf einer Bank Fahne
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Christoph Hessel zeigt auf den Gemälden seine inneren Welten als rätselhafte, oft skurrile und beängstigende Imaginationen. So auch bei dem Werk: „Fahne“

Christoph Hessel und Markus Jaursch zeigen ihren „Bösen Blick“. Und zwar bei ihrer Vernissage „Malocchio“ im Schlosspavillion Ismaning.

„Malocchio“ ist der italienische Ausdruck für den „Bösen Blick“. Unter diesem Motto zeigen der Radierer Christoph Hessel und der Maler Markus Jaursch bei ihrer Vernissage am Samstag, den 13. November ab 16 Uhr im Schlosspavillion, ihre Werke. Überbordende Phantasie, Ironie und Übertreibung kennzeichnen Christoph Hessels grafisches Werk.

Dramatisch, poetisch, fast romantisch wirken die Landschaften von Markus Jaursch. Die Arbeiten der Künstler haben jedoch zwei Ebenen: Sie sind durch ihre Ästhetik verführerisch schön und durch ihre Inhalte ernst, bissig und zeitkritisch. Christoph Hessel ist ein Radierer mit altmeisterlicher Technik, die mit ihrer Vielfalt und Virtuosität jeden Grafikfreund fasziniert. Während Christoph Hessel seine inneren Welten als rätselhafte, oft skurrile und beängstigende Imaginationen zu Papier bringt, geben die auf den ersten Blick idyllischen Gemälde von Markus Jaursch nicht Preis, was gedanklich in ihnen steckt.

Idyllischen Gemälde von Markus Jaursch geben nicht Preis, was gedanklich in ihnen steckt. So auch das Werk „Meer“.

Seine Landschaften sind inspiriert von Fotografien aus Zeitschriften, die von Orten berichten, an denen sich Menschen in größter Not befinden und die brutale Verletzung ihrer Menschenrechte erleiden, seien es Kriegsschauplätze oder das stürmische Meer. Das Fehlen von Personen im Bildgeschehen gibt den Betrachtern die Freiheit den rein ästhetischen Aspekt der Werke zu genießen oder aber mit Empathie tiefer in den Hintergrund des Geschehens einzudringen. Christoph Hessel und Markus Jaursch verbindet das Hinterfragen unserer Wahrnehmung, und unserer gesellschaftlichen Realität, welche die Künstler in eigene, doppelbödige Bildwelten übersetzen.

Zu dieser Ausstellung erscheint ein Katalog. Die Künstler stellen ihrem Einführungstext den folgenden Gedanken Rainer Maria Rilkes als Leitmotiv voran: „Denn das Schöne ist nichts als des Schrecklichen Anfang, den wir gerade noch ertragen, und wir bewundern es so, weil es gelassen verschmäht, uns zu zerstören.“ (Rainer Maria Rilke). Die Ausstellung dauert vom 14. November bis zum 19. Dezember. Beim Galeriebesuch gelten die aktuell gültigen Schutz-und Hygieneauflagen. Mehr Informationen gibt es hier.

Über Christoph Hessel:

Christoph Hessel ist 1952 in Süssen geboren. Er lebt und arbeitet in München. Ab 1963 bekam er den ersten Zeichenunterricht durch seine Mutter (Bauhausschülerin), von 1965-67 erhielt er Unterricht im Atelier Geitlinger und 1967-71 bei Peter Collien. 1973-79 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste München (Prof. Mac Zimmermann), 1982 erhielt er den Förderpreis der Stadt München. Seine Werke sind in vielen Sammlungen vertreten, so in der Albertina in Wien und in der Staatlichen Grafischen Sammlung in München.

Über Markus Jaursch:

Markus Jaursch ist 1965 in Augsburg geboren. Er lebt und arbeitet in Passau. 1988-95 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste München bei Heinz Butz und Gerd Dengler. Er ist Kunsterzieher und Seminarlehrer für Kunst in Passau. Seit 2000 hat er einen Lehrauftrag an der Universität Passau und lehrt seit 2006 an der Hochschule für Film und Fernsehen, München. Von 2009-13 war er Kommissionsmitglied für bildende Kunst des DAAD, Bonn.

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