Zu viel Salz beim Winterdienst

(sl)

· „In Garching wird eindeutig zu viel Salz auf Straßen und Wege aufgebracht“, kritisiert Ingrid Wundrak von Bündnis 90/Die Grünen. Bei „Daisy“ hätten zwar die Gänseblümchen nicht die Oberhand gewonnen, doch einen Grund die Salzvorräte des Garchinger Bauhofs intensiv abzubauen,hätte es nicht gegeben, meint die Stadträtin. An manchen Fußwegen fände sich sogar noch nach dem Abtrocknen eine kristalline Salzschicht als Beweis des Übermaßes. Nicht einmal die Lindenallee und Spielstraßen würden von der Streuwut verschont. Streusplit sei erheblich mit Salz vermischt, was Private veranlasse, unzulässiger Weise zusätzlich Salz auf Gehwegen aufzubringen. „Wer den Winterdienst in Garching beobachtet und den Vergleich mit dem anstellt, was gesetzlich notwendig ist und was die Stadt München und viele andere Gemeinden praktizieren, stellt fest, dass Garching weit übertreibt“, so Wundrak. Schon vor Jahren hatte Wundrak beantragt die Streuung mit Feuchtsalz, gegebenenfalls aus Kostengründen mit Nachbargemeinden, einzuführen um allein damit den Salzbedarf zu halbieren, doch vergeblich. In Garching setzte man stattdessen vermehrt auf die Leichtigkeit des Kfz- Verkehrs, obwohl 30 Km/h als Höchstgeschwindigkeit gelten. Die Versalzung von Grundwasser und Baumwurzeln sei kein Thema, bedauert Wundrak, ebenso die Haustiere deren Pfoten unter den „Salzböden“ leiden. Dass in den vergangenen Jahren zahlreiche „kranke“ Bäume gefällt, oder gestutzt werden mussten, habe offiziell nichts mit Salz zu tun. Angespornt von vielen Bürgern, die ähnlich denken, appelliert Wundrak an ein Umdenken bei der Stadtverwaltung aber auch bei Verkehrsteilnehmern, die mit Anspruchsdenken dazu beitragen, dass Winter nur als Ärgernis mit matschigen Wegen, statt als weißer, stiller Zauber erlebt werden kann.

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