Bis auf Weiteres kein Betrieb im Hallenbad

Vorerst geschlossen: AquariUSH im Corona-Bann

Gähnende Leere herrscht vor und im AquariUSH. Foto: Fischer

Christian Kunz, seines Zeichens Chef des Hallenbades „AquariUSH“, hofft auf eine baldige Wiedereröffnung. Er und sein Mitarbeiterstab stehen jedenfalls schon in den Startlöchern. Wann es allerdings wieder los geht, steht derzeit noch in den Sternen.

Unterschleißheim- Ganz Unterschleißheim ist stolz auf sein schönes AquariUSH – und niemand darf rein. Jammerschade, findet die SPD. Und, sie ist sicher nicht allein damit. Laut einer Pressemitteilung von Stadträtin Anjte Kolbe ist auch und gerade Hallenbad-Chef Christian Kurz untröstlich, dass das Hallenbad aufgrund der Corona-Krise noch geschlossen hat. Sie zitiert Kurz: „Wenn wir durch die weitläufige Anlage gehen, sind wir alle emotional ziemlich down! 

Christian Kurz: Schlechte Zeiten für das Hallenbad 

Alles ist vorbereitet, aber wir können unsere Gäste nicht betreuen! So viele Menschen haben die verschiedensten Erwartungen an uns, Familien, Mütter und Väter mit ihren Babys, die Vereine, die sportlichen Schwimmer, die Schulkinder, Kinder die nicht schwimmen lernen dürfen und ihr Seepferdchen nicht machen können, die Senioren, die sich erholen wollen, die Kontakt suchen…alle müssen wir jetzt vertrösten und enttäuschen! 

Dazu kommt ja noch, dass wir seit rund 10 Jahren immer mit einer Baustelle gelebt haben und trotzdem den Betrieb parallel aufrechterhalten konnten. Dann kam die Schließung am Freitag, 13. März, mit dem Lock Down, von einem Tag auf den anderen, das tut uns schon sehr, sehr leid! Da konkret jetzt niemand weiß, wie es weitergeht, befinden wir uns momentan in einem minimalen „Stand by“-Betriebszustand. Meine sechszehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind seit dem 1. Mai in Kurzarbeit, das hat es im kommunalen öffentlichen Bereich meines Wissens noch nie gegeben. Damit nicht genug, die Badewasser - und Gebäudeleittechnik muss erneuert werden, um alles auf den neuesten gleichen System- und Technikstand zu bringen. 

Die letzte große Generalsanierung fand 2002 statt und nun passen die beiden Systeme der Steuerung der Heizung, Badewassertechnik, Lüftung vom alten Teil und den Neubauten von 2018 nicht mehr zusammen - das wäre im September für fünf Wochen geplant gewesen.“ Kurz weiter: „Nur für den normalen Badebetrieb, wie wir ihn kannten, ist mit Corona an eine Öffnung derzeit leider nicht zu denken! Mit Maske schwimmen, 1,5 m Abstand einhalten, 1 Person pro 20 m², zeitliche Zugangsbeschränkungen von Nutzergruppen sind Szenarien, die im Raum stehen, entschieden ist noch nichts. Stellen Sie sich die Situation in den Sammel-Gemeinschaftsumkleide – Kabinen, in den Duschen, im Springer und Schwimmer Becken vor, bei Aquafitness oder beim Planschen der Kleinen. Da für den nötigen Abstand zu sorgen würde schwer zu organisieren und einzuhalten sein. 

Von Sauna und Wellness reden wir lieber noch gar nicht. Vielleicht kann man ja irgendwann in absehbarer Zukunft, aber nur mit sehr disziplinierten Badegästen und kleineren Gruppen wieder beginnen. Ich denke da an die Leistungssportler, Triathleten, Langstreckenschwimmer oder Thermalwasser-Gymnastik, wer weiß. Da warten wir jetzt auf klare Vorgaben von der Regierung, um dann zu versuchen die Maßnahmen entsprechend umzusetzen.

Wie auch alle anderen Bäder in Bayern. Besonders schade ist natürlich, dass die Schließung zu einem Zeitpunkt kam, an dem wir die Anzahl der Besucher erheblich steigern konnten. Unser Einzugsgebiet ist erstaunlich groß geworden durch die hohe Qualität unserer neuen Angebote." Alle Kollegeninnen und Kollegen triff es Kurz zufolge ziemlich hart.

Quelle: freising-online

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