Wenn das Kleine ganz groß ist

Pfarrgemeinderatsvorsitzender Peter Benthues, Bürgermeisterin Elisabeth Ziegler, Alexa Wolff (Stellvertretende Pfarrgemeinderatsvorsitzende Maria Patrona Bavariae) und Pfarrer Ulrich Kampe. (von links). Foto: Heinzinger

(hb)

· Bereits zum 18. Mal in Folge veranstaltete der Pfarrverband Oberschleißheim seinen Neujahrsempfang, erstmals im neuen Pfarrsaal. Für diesen hatte Bürgermeistern Elisabeth Ziegler ein Lob parat: „Die Mühen haben sich auf alle Fälle gelohnt.“ Zuvor begrüßte der Pfarrgemeinderatsvorsitzende von St. Wilhelm Peter Benthues die zahlreichen Gäste auf den verschiedensten Institutionen der Gemeinde. Er ging in seiner Rede insbesondere auf die „Vernetzung“ ein. Für manche wäre es ein Modewort, dabei würde dahinter die große Sehnsucht nach Zusammenarbeit, Partnerschaft oder im friedlichen Ausgleich im Miteinander stecken: „Dieses Miteinander können wir auf vielen Ebenen der Politik, des gesellschaftlichen Lebens und der Kirchen untereinander ausmachen.“ Er wünschte, dass in Oberschleißheim durch die Vernetzung eine harmonische Plattform der Gegenseitigkeit und des Miteinanders geschaffen werde. Elisabeth Ziegler machte sich in ihren Worten „Gedanken über das Kleine.“ Was ist eine Gemeinde, stellte sie als Frage in den Raum. Erstens bringe sie den Bürgern alle möglichen Dinge wie Schulen, Kindergärten oder auch die Wasserversorgung: „Das wird leider zu oft für selbstverständlich empfunden.“ Die Zivilgesellschaft innerhalb einer Gemeinde wäre aber auch für das allgemeine Wohl zuständig, könne das Leben bunter, spannender und reicher machen. Das Kleine wäre hier ganz groß: „Die Lebensqualität kann nicht von oben verordnet werden.“ Pfarrer Ulrich Kampe hatte eine Waage als Symbol für seine Rede mit dabei: „Eine Waage bietet ein gutes Bild fürs Leben. Jeder wünscht sich, das Leben im Gleichgewicht zu führen.“ Aber manchmal wäre es auch nachjustieren notwendig, zu streiten, um eine Schieflage zu beseitigen. Nach diesen vielen Worten, untermalt von der Musik von Ute Magatha und ihrer Gruppe „Ratatouille“ setzte sich der Abend im Pfarrsaal bei intensiven Gesprächen fort, stärken konnten sich die Besucher dabei beim umfangreich gestalteten Buffet.

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