Wirtschaftsforum Mit Aha-Effekt

Das Team macht den Unterschied

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Das Publikum hing dem Referenten förmlich an den Lippen. 

Da staunten die Firmenchefs und Manager in und um Unterschleißheim nicht schlecht. Mit Ex-Pilot und Unternehmensberater Philip Keil hatten die Organisatoren einen Motivationskünstler am Start, der mit seinem Vortrag „Crash oder Punktlandung“ zu begeistern wusste. Seine zentrale Botschaft lautete: „Das Team macht den Unterschied.“

Egal, wie prekär die Lage auch sein mag, es gilt kühlen Kopf zu bewahren und dann eine Entscheidung zu treffen. Die sollte wohlüberlegt und ruhig aus dem Bauch heraus fallen. Am Ende ist es aber immer das Team, das den Unterschied macht. Mit Thesen wie diesen, zog der Pilot und Unternehmensberater Philip Keil im Business Campus knapp 100 Firmenchefs in seinen Bann.  Es war angerichtet im Freiraum des nigelnagelneuen Business-Campus. Häppchen und Prosecco gingen einer Einleitung von Bürgermeister Christoph Böck voraus, in der er der heimischen Wirtschaft das Bild einer Boom-Region entwarf.

Demnach ist Oberschleißheim gerade dabei, einen Platz an vorderster Stelle einzunehmen. Als Beispiele nannte der Rathauschef etwa die Gewerbeentwicklung oder auch die neue Stadtmitte. Wollte heißen: Es läuft gut, um nicht zu sagen sehr gut. Was zu tun ist, wenn es gar nicht gut läuft, wenn der Absturz droht, dem Thema widmete sich dann „Deutschlands bekanntester Pilot“ und Buchautor, Philip Keil. Der stellte sogleich die Frage in den Raum: „Crash oder Punktladung“. Um Beispiele, wie man vermeintlich ausweglose Situationen meistert, war der Motivationskünstler und Unternehmensberater nicht verlegen. Schließlich hatte er in seiner Zeit als Pilot schon eine ganze Reihe von riskanten Manövern zu meistern. Wohlgemerkt mit der Verantwortung für hunderte von Menschenleben im Rücken und der Gewissheit, dass man womöglich nur einen Versuch hat. 

Erfahrung ist laut Keil hilfreich, aber kein Allheilmittel. In den meisten Fällen seien es erfahrene Piloten und nicht junge Co-Piloten die für einen Absturz verantwortlich zeichneten. Als Paradebeispiel, wie man sich in höchster Gefahr verhalten sollte, führte Keil die dramatische Wasserung auf dem Hudson-River des amerikanischen Vorzeige-Piloten Chesley Burnett „Sully“ Sullenberger an. Der habe zwar viele Ratschläge ausgeschlagen, aber am Ende die richtige Entscheidung getroffen. Und gerade darauf legte der Referent größten Wert: Ohne sein Team, ohne einen Co-Piloten, der parallel dazu die Handbücher und Dienstanweisungen gewälzt hätte, wäre das Wunder vom Hudson nicht möglich gewesen.

Auch die Crew habe nach der spektakulären Landung ihren Teil dazu beigetragen, dass alle Leben gerettet werden konnten. Beim Publikum kamen Keil und seine Thesen gut an. Es gab eine ganze Reihe von Nachfragen. Zur Rettung am Hudson, aber auch zu der Strategie. Und, es bildete sich eine Schlange vor dem Tisch, an dem der Autor im Anschluss seine Bücher feilbot und fleißig signierte.

Quelle: freising-online

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