Umdenken im Rathaus

Neufahrn: Ausgangsbeschränkungen gut eingehalten, Erlass der KITA-Gebühren bleibt fraglich

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Umdenken wegen Corona: Im Rathaus läuft der Betrieb weiterhin, nur eben anders. 

Ein Umdenken der Arbeitsabläufe fand in der Gemeinde Neufahrn statt. Mitarbeiter, die einer Risikogruppe angehören, arbeiten momentan von zuhause. Im IT-Bereich gibt es einen Schichtdienst und obwohl die Gemeindemitarbeiter wie gehabt im Rathaus arbeiten können, kann der Publikumsverkehr noch nicht wieder aufgenommen werden. Das Tagesgeschäft, wie die Tätigkeiten des Einwohnermeldeamts, laufen zum Beispiel über Online- Telefonate statt persönlichen Gesprächen. Und das funktioniert.

Neufahrn- Bürgermeister Franz Heilmeier steht jeden Tag vor neuen Herausforderungen. „Es gibt täglich neue Rahmenbedingungen. Der Stand heute kann morgen schon wieder ganz anders sein. Diese Situation ist für jede Gemeinde schwierig“, teilt er über das Telefon mit. Besonders eine Aussage darüber zu treffen, wie es mit dem Erlass der KITA-Gebühren aussieht, sei nicht möglich.

So kämen laufend andere Informationen von oben, auf die man reagieren müsse. Man hoffe auf eine Unterstützung vom Freistaat. Ob die Gebühren vollständig erlassen werden können, bleibt fraglich. „Die Einrichtungen haben laufende Fixkosten und die Mitarbeiter müssen ja auch bezahlt werden“, betont Franz Heilmeier. Auch dem Rathaus brechen Einnahmen weg. Steuereinnahmen, welche momentan fehlen, stellen die Gemeinde in eine deutlich schwierigere finanzielle Situation.

Neufahrn: Für manche Veranstaltungen besteht eine kleine Hoffnung

Einnahmen gehen auch bei den nicht stattfindenden Veranstaltungen ab. Alle Absagen können hier eingesehen werden. Dabei gilt: Alle Veranstaltungen in den nächsten Monaten, hinter denen eine längere Vorbereitungsarbeit steckt, wurden abgesagt. Für die anderen Feste, bei denen eine kurzfristige Absage möglich wäre, besteht noch eine kleine Hoffnung. Allgemein versuche man die Neufahrner über die Gemeindehomepage auf dem aktuellen Stand zu halten oder über die Facebookseite „Gemeinde Neufahrn b. Freising“. 

An die Ausgangsbeschränkungen wurde sich bis jetzt insgesamt gut gehalten. Laut Informationen der Polizeiinspektion Neufahrn hätte es, vor allem bei Beginn der Beschränkungen, ein paar Einzelfälle gegeben, aber irgendwann habe es doch fast alle verstanden. So kam es kaum zu Verstoßen.

Generell wurde stets an die Vernunft appelliert; Strafen wurden nur bei mehrmaligen Ordnungswidrigkeiten verhängt. Auch über das lange Osterwochenende habe die Polizei ein gute Disziplin feststellen können. Die „Corona-Streifen“ fahren weiterhin Hallbergmoos, Neufahrn und Eching ab. Verstärkt kontrolliert wird an Spielplätzen, dem Mühlsee, dem Echingersee und allen Orten, wo kleinere Menschenansammlungen möglich wären. 

Rathaus: Frischgewählter Gemeinderat tagt am 11. Mai

Vorsicht geboten war übrigens auch bei der Landrats-Wahl. Die Gemeinde führte die Wahlauszählung ausschließlich mit eigenem Personal durch; die Fürholzerschule bot hier ein ausreichendes Platzangebot. So konnte der Abstand zwischen den Gemeindemitarbeitern gewährleistet werden. 

Der frischgewählte Gemeinderat wird erstmals am 11. Mai tagen. Der Ferienausschuss, ein neunköpfiges Gremium von ausgewählten Gemeinderatsmitgliedern des alten Gemeinderats, wird am 27. April zusammen treffen, um dringliche Beschlüsse zu fassen, zum Beispiel einige Bauanträge. Die Öffentlichkeit ist zugelassen, aber wegen der Abstandsvorschriften natürlich nur in sehr reduzierter Anzahl. 

Quelle: freising-online

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