„Gutes tun für unsere Gemeinde“

Bäckerei Landhaus: Mit einem Semmel-Kauf an die Malenke-Stiftung spenden

Zwei Frauen und ein Mann vor der Bäckerei Theke
+
Silke Rößler, Helmut Malenke und Inhaberin Birsen Aras beim Start der Spendenaktion in der Bäckerei Landhaus.

In der Bäckerei Landhaus startete diese Woche die Aktion „Gutes tun für unsere Gemeinde“. Beim Kauf von mehreren Semmeln wird an die Malenke-Stiftung gespendet.

Armut kann jeden treffen. Zu wenig Rente, eine plötzliche Arbeitslosigkeit oder familiäre Umstände schaffen schnell einen Teufelskreis, aus dem die Betroffenen alleine nicht mehr rauskommen. Verstärkt wird das durch die derzeitige Corona-Situation; immer mehr Menschen sind auf finanzielle Hilfe angewiesen. Um den Betroffenen Hilfe zu bieten, wollte Birsen Aras, Inhaberin der Bäckerei Landhaus in Massenhausen, etwas Gutes tun für die Gemeinde. Sie wendete sich an Silke Rößer, ortsansäßige Massenhausenerin und Gemeinderätin, die der Inhaberin dann die Malenke-Stiftung vorschlug. Christl und Helmut Malenke haben diese Stiftung vor elf Jahren gegründet, um Neufahrnern unter die Arme zu greifen. Was ihnen immer sehr wichtig war: Das Geld soll im Ort bleiben und damit den Gemeinde-Bürgern helfen.

Bäckerei Landhaus: Acht Wochen lang werden Spenden gesammelt

Deshalb hofft Birsen Aras, dass die Neufahrner fleißig bei ihrer Aktion „Gutes tun für unsere Gemeinde“  mitmachen. Denn beim Kauf von fünf Rosensemmeln spendet sie jeweils einen Euro an die Malenke-Stiftung. Nach acht Wochen erfolgt dann eine feierliche Übergabe des Endbetrags, der sowohl von der Inhaberin, als auch von Silke Rößler und Gemeinderat Frank Langwieser großzügig aufgerundet wird. „Schon in den ersten Tagen dieses Projekts habe ich gemerkt, dass die Kunden gerne noch ein paar Euro mehr in die Spendendose geben, wenn sie damit etwas Gutes tun können“, erklärt Birsen Aras stolz. Das freut natürlich besonders Helmut Malenke: „Die Bäckerei Landhaus ist die erste Firma in der Gemeinde, die für unsere Stiftung so eine Aktion auf die Beine gestellt hat. Gerade jetzt, wo noch mehr Menschen auf unsere Unterstützung angewiesen sind.“

Über die Malenke-Stiftung:

Geprägt von ihrer Arbeit als Bankangestellte wollte Christl Malenke den finanziell Schwachen unter die Arme greifen. In ihrem Beruf war das nicht immer möglich, obwohl Malenke gerne jedem Einzelnen geholfen hätte. Kunden mit leeren Konten, Bedürftigen, denen sie gelegentlich etwas Geld vom Bankbudget zustecken durfte und dem Gefühl, gegen die wachsende Armut machtlos zu sein, bestärkten sie darin, etwas dagegen tun zu wollen. Gemeinsam mit ihrem Mann Helmut Malenke entschied sie, dass nach dem Tod des Ehepaars, hilfsbedürftige Menschen einen großen Teil ihres Vermögens erhalten sollen. Doch dann haben es sich die beiden anders überlegt. Sie wollen jetzt aktiv sein, jetzt etwas unternehmen und sehen, wie mit ihrer Hilfe den Menschen in schwierigen Lebenslagen geholfen wird.

Birsen Aras freut sich auf eine rege Spendenbeteiligung.

Gesagt, getan: Im Januar 2009 haben die Malenkes ihre Stiftung gegründet; im April 2009 hat die Regierung diese genehmigt. Ab dann erwirtschafteten sie mit Zinsen auf ihrem Bankkonto das Geld für die Malenke-Stiftung. Wichtig dabei: Das Ehepaar will bedeckt bleiben, eher als stille Spender fungieren und so anonym wie möglich arbeiten. Und das ging auch lange gut so! Sowohl die Sozialstation als auch Bedürftige aus Neufahrn profitierten von den Spenden und konnten durch diesen Puffer zumindest ein wenig aus der Armut rutschen. Doch 2017 war es aus und vorbei mit der Zinserwirtschaftung. Das Ehepaar musste sich der Öffentlichkeit präsentieren, um überhaupt noch Spenden sammeln zu können. Seit dem freut sich die Stiftung über große und kleine Beträge mit denen sie Menschen helfen können. Wer ebenfalls aktiv spenden möchte, kann das über folgendes Konto tun:

Spendenkonto:

Malenke-Stiftung
IBAN: DE69 7009 3400 0006 4260 26
BIC: GENODEF1ISV
VR- Bank Ismaning, Hallbergmoos

Auch interessant:

Meistgelesen

Kommentare