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Inspiriert in den Mai

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Die Künstlerinnen und Künstler des kreativen Kreises „Farbklecks” mit Gast Margit Kübrich: (v.l.) Adelinde Herpich, Ingrid Schöfer, Elfriede Kirschner, Anna Mayer, Margit Kübrich, Gerhard Voges, Helga Querfeld-Stier, Christiane Oberster und Hartmut Hattler.

Die Mai-Ausstellung des kreativen Kreises „Farblecks” hat in Neufahrn längst Kult-Status. Eine treue Fan-Gemeinde wartet gespannt was die Künstlerinnen und Künstler übers Jahr Neues entwickelt haben – und wird nicht enttäuscht. Die Eröffnung der gut besuchten Vernissage in der Alten Halle  gehörte  zu den ersten Amtshandlungen  Bürgermeister Franz Heilmeiers.  Es stellten aus Farbklecks-Leiterin Elfriede Kirschner,  Hartmut Hattler, Adelinde Herpich, Anna Mayer, Christiane Oberster, Helga Querfeld-Stier, Ingrid Schöfer und Gerhard Voges.„Stargast” der Gruppe war diesmal die Cartoonistin und Zeichnerin Margit Kübrich.

Sie zeigte in ihren „Geflügelten Bildern” aus einer liebevoll gestalteten, freundlichen Insektenwelt eine Kostprobe ihres warmherzigen, aber auch oft  hintergründigen Humors. Mit  leichter Feder hat sie in einer Collage mit dem Titel „Schuhwidu” einer extravaganten Schuhfreundin mondäne Grazie gegeben. Margit Kübrich präsentierte sich als Buch-Illustratorin und natürlich durfte auch ein Bayern-Cartoon aus der Serie der  „brezeldurchwirkten” Ereignisse nicht fehlen. Bei Elfriede Kirschner lohnte sich zum Beispiel ein Vergleich ihrer beiden Tanz-Bilder. Das eine zeigte eine eher strenge Ballett-Situation, die andere Monotypie einen  pudrig sich auflösenden Reigen tanzender Frauen. Ganz neu erfunden hat sich Anna Mayer, die  in Lithografien spanische Motive einfing, mit freiem Strich gestaltete („Pferd und Wasserfall”), sich grafisch reizvoll mit „Mensch und Technik” auseinandersetzte  und den Körper einer Katze im Sprung  zerlegt und neu interpretiert. Adelinde Herpich ist von der Seidenmalerei abgekommen und zeigte heuer  im zweiten Jahr Terrakotta-Arbeiten, diesmal Märchengestalten. Ebenfalls plastisch arbeitet Ingrid Schöfer, die in Holzbrandkeramik indonesischen Ahnenfiguren nachspürte, in Holz eine  „Kleine Madonna” auf die Silhouette reduzierte oder in Speckstein den „Ruhenden Bison” als Kraftpaket darstellte.

Hartmut Hattler hat in mutiger Farbgebung „Himmelsspiegelungen im Wasser”  eingefangen und eine große Auswahl seiner inzwischen sehr beliebten Ortsansichten als Künstlerkarten mit dabei gehabt.  Helga Querfeld-Stier setzte sich in „Gegenläufig” und „Aufstrebend” abstrakt  mit dem Thema „Bewegung” auseinander und ging zum Beispiel in „Die alte Laterne” der Wirkung von Licht und Schatten nach. Industrielandschaften haben Christiane Oberster inspiriert. Berührend ausdrucksstark ist ihr das Kätzchen in „Alleingelassen” geglückt. Unverkennbar war die Handschrift von Gerhard Voges, der in erdigen, gedeckten Tönen gern Blüten, Wald und Moos wiedergab.

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