Christian Grundner

Sechs Stunden-Lauf extrem

Ultraläufer Christian Grundner: In sechs Stunden 72,88 Kilometer Laufstrecke bei winterlichen Verhältnissen.

Nach seinem beeindruckendem Comeback im vergangenen Jahr hat der Neufahrner Ultraläufer Christian Grundner wieder einmal die Konkurrenz hinter sich gelassen: Er gewann den internationalen 6-Stunden-Bahn-Lauf in Heerde (Holland) mit einer Streckenleistung von 72,88 Kilometern bei extrem schlechten Bedingungen.

Heerde liegt etwa 100 km östlich von Amsterdam. Der Wettkampf wurde dort auf einer 400-m-Laufbahn ausgetragen. Ein Micro-Chip zählt die Runden. Anschließend werden die Restmeter dazugerechnet, die nach der letzten Zeitmessung auf der letzten Runde noch  gelaufen werden.

Die Wetterprognose war sehr schlecht. Der Veranstalter hatte bereits angekündigt, dass das Rennen unter Umständen abgebrochen werden müsse, falls die diesbezüglichen Befürchtungen eintreffen. Nach seiner Rückkehr berichtete der Extremsportler, er habe trotzdem an seinem Vorsatz festgehalten den Streckenrekord von 80,66 Kilometern des Moldawiers Oleg Hudoiarov von 2002 zu brechen. „Die ersten drei Stunden war ich auch gut unterwegs und voll im Zeitplan“ resümiert Christian Grundner. Dann aber wurden die Bedingungen extrem schlecht. Es gab nassen Schneefall und die Bahn wurde glitschig. Zudem kam ein starker, kalter Wind auf. Grundner musste feststellen, dass Getränke, die er bereitgestellt hatte, einfach weggeblasen oder eingefroren waren. Unterm Strich ging doch alles gut: „ Das Rennen wurde aber zum Glück nicht abgebrochen und ich habe dann letztlich in 72,88 Kilometer, also 182 Runden plus 80 Restmeter, vor dem Belgier Xavier Verbruggen und dem Niederländer Marten Bolt gewonnen“.   Auch wenn er gewonnen hat, zieht der Neufahrner kritisch Bilanz: „Die Schuld für die schlechte Zeit beziehungsweise gering zurückgelegte Strecke liegt daran, dass ich es in den letzten Monaten trotz enorm hoher Kilometerumfänge nicht geschafft habe, rechtzeitig in Bestform zu kommen“. Froh wäre er allerdings schon gewesen, wenn der niederländische Winter drei Stunden später ins Land gezogen wäre, zumal es auch dort der erste Schnee in diesem Winter war.

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