Fleißige Bienchen

Kleiderkammer- Näherinnen stellen 1100 Gesichtsmasken her

Fast 1100 Masken haben die Näherinnen der Kleiderkammer bis jetzt hergestellt.

Seit Mitte März ist die Kleiderkammer zu. Stillstand herrscht deshalb bei den ehrenamtlichen Mitarbeitern nicht.

Neufahrn- Fünf Näherinnen stellen zuhause mit Stoffen aus der Kleiderkammer Gesichtsmasken her. Mittlerweile sind es schon knapp 1100 Stück. Die meisten Stoffmasken landen dann bei Beate Frommhold-Buhl. 

Community Masken: Eine vollständige Ausgabe gibt es nicht

Sie vermittelt den Mund- und Nasenschutz an Personen, die keine andere Beschaffungsmöglichkeit haben. „Zuerst gingen die Masken an den Freundes- und Bekanntenkreis der Näherinnen, doch wir haben schon früh damit begonnen, die sozialen Einrichtungen zu versorgen“, erklärt Frommhold-Buhl. So ging bereits eine kleine Menge Masken an die Mitarbeiter der Sozialstation, an zwei kleinere Kinderkrippen, an die Obdachlosenprävention und an Rentner, die sich bei Beate Frommhold-Buhl gemeldet hatten. Auch die Street-Worker der Mobilen Jugendarbeit wurden mit Masken ausgestattet, damit sie diese bei Bedarf den Jugendlichen mitgeben können. Dabei arbeiten die Näherinnen allerdings auf Anfrage und in ihrer Freizeit. Eine Maskenausgabe erfolgt nicht über die Kleiderkammer. 

Christine Fuß hat bereits viele Masken genäht. Sie arbeitet ehrenamtlich in der Kleiderkammer.

Kritik an das Rathaus gab es dafür in den sozialen Medien. Die Frage dabei war, warum andere Gemeinden kostenlos Masken ausgeben können, Neufahrn allerdings nicht. Beate Frommhold- Buhl betonte, dass sie es schön gefunden hätte, wenn Neufahrn jedem diese Möglichkeit geboten hätte, gab aber auch zu bedenken, dass es einfach nicht möglich gewesen sei. 

„Es gibt in Neufahrn, sowie übrigens auch in Eching und Hallbergmoos, eine Haushaltssperre, da momentan Teile der Gewerbe- und Einkommenssteuer wegfallen“, erklärt Frommhold- Buhl, „Die Gemeinde darf deswegen kein Geld für freiwillige Projekte ausgeben - und dazu zählen auch die Masken.“ Hätte es einen Spender gegeben, wäre eine kostenlose Ausgabe des Mund- und Nasenschutzes allerdings möglich gewesen. 

Trotzdem können Geschäftsleute mithelfen und in ihren Läden einen Stoffschutz anbieten, das würde gerade den weniger internetaffinen Mitbürgern helfen. Denn, für alle Neufahrner Bewohner können die Näherinnen nicht sorgen. Pro Maske brauchen sie durchschnittlich 25 Minuten und müssen teilweise zusätzlich im Home-Office arbeiten. Wann die Kleiderkammer wieder komplett öffnen kann, steht in den Sternen. Zunächst muss ein Hygienekonzept ausgearbeitet werden, erst dann kann es wieder losgehen. 

Quelle: freising-online

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