Helfer mit Herz

Malenke- Stiftung: Spenden sind immer erwünscht

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Beate-Frommhold-Buhl, Christl und Helmut Malenke sowie Johann Halbinger bilden gemeinsam den Stiftungsrat. 

Armut kann jeden treffen. Zu wenig Rente, eine plötzliche Arbeitslosigkeit oder familiäre Umstände schaffen schnell einen Teufelskreis, aus dem die Betroffenen alleine nicht mehr rauskommen.

Neufahrn- Um eben das zu verhindern, haben Christl und Helmut Malenke vor 11 Jahren die Malenke-Stiftung gegründet. Geprägt von ihrer Arbeit als Bankangestellte möchte Christl Malenke den finanziell Schwachen unter die Arme greifen. In ihrem Beruf war das nicht immer möglich, obwohl Malenke betont, wie gerne sie doch jedem einzelnen geholfen hätte. So erzählt Malenke von Kunden mit leeren Konten, Bedürftigen, denen sie gelegentlich etwas Geld vom Bankbudjet zustecken durfte und dem Gefühl, gegen die wachsende Armut machtlos zu sein. 

Sie hatte sich deshalb gemeinsam mit ihrem Mann Helmut Malenke vorgenommen, etwas zu unternehmen. Fest stand: nach dem Tod des Ehepaars sollen hilfsbedürftige Menschen einen großer Teil ihres Vermögens erhalten. Schließlich haben die beiden keine Kinder und ihre weiteren Verwandten wären „gut versorgt“, wie Christl Malenke erklärt. Doch dann haben es sich die beiden anders überlegt. Sie wollen jetzt aktiv sein, jetzt etwas unternehmen und sehen, wie mit ihrer Hilfe den Menschen in schwierigen Lebenslagen geholfen wird. Gesagt getan: Im Januar 2009 haben die Malenkes ihre Stiftung gegründet; im April 2009 hat die Regierung diese genehmigt. Ab dann erwirtschafteten sie mit Zinsen auf ihrem Bankkonto das Geld für die Malenke-Stiftung. Wichtig dabei: das Ehepaar will bedekt bleiben, eher als stille Spender fungieren und so anonym wie möglich arbeiten. Und das ging auch lange gut so! 

Malenke-Stiftung: Auf externe Spenden angewiesen

Sowohl die Sozialstation als auch Bedürftige aus Neufahrn profitierten von den Spenden und konnten durch diesen Puffer zumindest ein wenig aus der Armut rutschen. Doch 2017 war es aus und vorbei mit der Zinserwirtschaftung. Das Ehepaar musste sich der Öffentlichkeit präsentieren, um überhaupt noch Spenden sammeln zu können. Seit dem freut sich die Stiftung über große und kleine Beträge mit denen sie Menschen helfen können. So ist es durch die Malenke-Stiftung möglich, dass einige notleidende Rentner ein Jahr befristet 35 Euro im Monat erhalten, um besser über die Runden kommen zu können. Natürlich bedarf es hier, wie bei allen Geld-Leistungen der Stiftung, einer vorherigen Prüfung der Bedürftigkeit durch die Beratungsstellen der Gemeinde. 

Oft sind es tatsächlich nur Kleinigkeiten, wie S-Bahn Fahrkarten, Ausweisdokumente oder Stromrechnungen für die das nötige Geld fehlt. Wie das in der Praxis aussehen kann, erklärte die Sozialreferentin Beate Frommhold-Buhl anhand von Fallbeispielen. „Ein junger Mann konnte sich aus seinen schwierigen Familienverhältnissen retten, suchte sich einen Ausbildungsplatz, aber hatte dann keine Fahrkarte, um zu seiner Arbeit zu kommen. Da hat die Malenke-Stiftung ihm unter die Arme gegriffen und die Karte bezahlt. Denn Armut entsteht vor allem durch den Scham, sich frühzeitig Hilfe zu holen“, erklärt die Sozialreferentin. 

Weil Corona die Not vieler Menschen zusätzlich verstärkt hat, bittet die Malenke-Stiftung verstärkt um Spenden auf das folgende Konto.

Spendenkonto: Malenke-Stiftung 

IBAN: DE69 7009 3400 0006 4260 26 

BIC: GENODEF1ISV 

VR- Bank Ismaning, Hallbergmoos

Quelle: freising-online

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