Atomprogramm: Iran will wieder verhandeln

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Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte vor zwei Wochen die generelle Verhandlungsbereitschaft seines Landes bekundet.

Brüssel - Der Iran ist zur Wiederaufnahme der Verhandlungen über sein Atomprogramm ab dem 10. November bereit. Die EU-Außenpolitikchefin Catherine Ashton spricht von einem großen Moment.

Dies gab EU-Außenpolitikchefin Catherine Ashton am Freitag in Brüssel bekannt. Sie habe einen Brief aus Teheran erhalten, in dem das Datum genannt werde. Nun stehe sie in Kontakt mit dem Iran, um den genauen Zeitpunkt und den Ort für die Gespräche zu vereinbaren. “Dies ist ein bedeutender Moment“, fügte Ashton hinzu.

Die EU-Außenminister hatten erst am Montag neue Sanktionen gegen den Iran verhängt. Aus Sicht Europas ist die Kooperation Teherans in Bezug auf das umstrittene Atomprogramm nicht ausreichend.

Das iranische Waffenarsenal

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Präsident Ahmadinedschad hat am Sonntag den Auftrag für die Produktion von hochangereichertem Uran erteilt - eine Geste der Provokation nach den Signalen des Einlenkens vor der Münchner Sicherheitskonferenz. © dpa
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Der Iran unterhält mit mehr als 520 000 Mann die größte Streitmacht im Nahen Osten. © dpa
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Noch bedrohlicher erscheint den Nachbarn und den Westmächten das abgeschirmte Nuklearprogramm des Landes. © dpa
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Der Westen befürchtet, dass das Mullah-Regime in den Besitz von Atomwaffen gelangen will. © dpa
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Raketen, die solche Massenvernichtungswaffen wohl transportieren könnten, hat der Iran bereits. © dpa
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Im Arsenal sind mehrere hundert Geschosse der Typen Schahal 1 und 2, die bis zu 330 und 700 Kilometer weit reichen. © dpa
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Mit den mehrstufigen Raketen Schahab 5 und 6 (auf dem Bild eine Shahab 3) könnten die Iraner sogar Städte in Mitteleuropa angreifen. © dpa
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Für den Bau einer einsatzfähigen Interkontinentalrakete benötigt der Iran jedoch noch zehn bis 15 Jahre, vermuten westliche Experten. © dpa
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Ausgangsbasis für die Herstellung von Atomwaffen ist hoch angereichertes Uran, das iranische Wissenschaftler in den Nuklearfabriken Natans und Ghom herstellen. © dpa
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Der Westen bezweifelt, dass das Atomprogramm wie behauptet nur friedlichen Zwecken dient. © dpa
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Der UN-Sicherheitsrat hat 2006 erstmals den Stopp der Urananreicherung verlangt - ohne Erfolg, trotz späterer Sanktionen. © dpa
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Auf der Münchner Sicherheitskonferenz hat US-Senator Joseph Lieberman jetzt mit einem Militärschlag gegen den Iran gedroht, wenn Wirtschaftssanktionen nicht wirken sollten. © dpa
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Westliche Geheimdienste vermuten, dass der Iran bald genügend Material für eine Bombe haben könnte. Sie rätseln aber, wann ein funktionsfähiger Sprengkopf zur Verfügung steht. © dpa

“Ich habe immer gesagt, das Ziel der Sanktionen ist es, den Iran zur Wiederaufnahme von Verhandlungen zu bringen“, erklärte Ashton. Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte vor zwei Wochen die generelle Verhandlungsbereitschaft seines Landes bekundet. Ein Zeitrahmen blieb aber bislang offen.

Ahmadinedschad betonte überdies, vor substanziellen Fortschritten müsse der Westen seinen Standpunkt gegenüber dem mutmaßlichen israelischen Atomwaffenarsenal klären. Diplomaten sehen darin ein Ablenkungsmanöver, um die iranischen Ambitionen zu verschleiern.

Die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm waren im vergangenen Jahr gescheitert. Der Iran war nicht ausreichend auf einen Vorschlag eingegangen, Uran im Ausland anreichern zu lassen. Der Westen wirft dem Iran vor, sein ziviles Atomprogramm als Deckmantel für die Entwicklung von Atomwaffen zu nutzen, was die Regierung entschieden zurückweist.

dapd

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