Brexit-Drama 

Tagesthemen rechnen mit Theresa May ab - Kommentatorin warnt eindringlich 

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Gabi Kostorz in den „Tagesthemen“

Woche der Entscheidung im Brexit-Drama. ARD-Journalistin Gabi Kostorz rechnet im „Tagesthemen“-Kommentar mit Theresa May und der britischen Elite ab.  

Berlin - Das Drama um den Brexit droht zu einer unendlichen Geschichte werden. Die aktuelle Woche wird zwar als „Woche der Entscheidung“ bezeichnet, doch schon der erste Versuch einer Einigung ging krachend daneben. Am Dienstag, 12. März, scheiterte Premierministerin Theresa May im ersten Anlauf. Der mit der EU ausgehandelte Austrittsvertrag wurde mit großer Mehrheit abgelehnt - und das bereits zum zweiten Mal. Eine Lösung wird händeringend gesucht, scheint aber weit und breit nicht in Sicht - auch nicht in der Woche der Entscheidung. 

Brexit-Drama: Journalistin rechnet in ARD-Tagesthemen mit Theresa May ab und warnt eindringlich

ARD-Journalistin Gabi Kostorz hat in den „Tagesthemen“ am Dienstagabend mit deutlichen Worten die britische Premierministerin Theresa May kritisiert: „Jede andere wäre nach der krachenden Abstimmungsniederlage vom Dienstag zurückgetreten“, begann sie ihren TV-Kommentar. „May wurde regelrecht abgestraft, doch sie bleibt stur und will ihren Kurs weiter durchziehen.“ Keinen Deal zu erreichen wäre eine Bankrotterklärung des gesamten politischen Systems, das habe der britische Bildungsminister noch am Nachmittag gesagt, so Kostorz.

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Brexit-Warnung der Tagesthemen: „Abgeordnete verzocken gerade Zukunft einer ganzen Nation“

„Wie Recht er hat. Doch die Abgeordneten gefallen sich in politischen Spielen, die Ultrakonservativen aus Mays eigener Partei fallen der Premierministerin in den Rücken, weil ihnen der Austritt nicht radikal genug ist und die Opposition versagt ebenso kläglich. Im Musterland der Demokratie, wie sie sich gerne nennen, verzocken sie gerade Zukunft und Wohlstand einer ganzen Nation“, warnt Kostorz. Es sei höchste Zeit für eine überparteiliche Lösung, findet die Journalistin und fügt eine rhetorische Frage hinzu: „Immerhin, für die Abstimmung morgen hat May den Fraktionszwang aufgehoben, aber reicht das?“ 

Die Abgeordneten können am Mittwoch entscheiden, ob Großbritannien wirklich ohne ein Abkommen aus der EU ausscheiden soll. Stimmt das Unterhaus für einen "No Deal", endet die Ehe zwischen EU und Großbritannien wie geplant am 29. März. Erwartet wird allerdings, dass sich das Unterhaus mehrheitlich dagegen entscheidet. In diesem Fall ist für Donnerstag, 14. März, erneut eine Abstimmung anberaumt: darüber, ob May die EU bitten soll den Termin des Brexits zu verschieben. Sollte eine Verschiebung abgelehnt werden, scheidet Großbritannien am 29. März ohne Abkommen aus der EU ab. Der Brexit würde in 17 Tagen vollzogen werden.

ARD-Journalistin zum Brexit: Mit May wird ein Neustart nicht gelingen 

Das abschließende Fazit der ARD-Kommentatorin zum Brexit: „Mit May dürfte ein Neustart nicht mehr gelingen, unter normalen Bedingungen müsste die Premierministerin zurücktreten - doch im Moment ist nichts normal auf der Insel.“

Erfahren Sie alle Neuigkeiten über den Brexit und die Woche der Entscheidung in unserem Brexit-Ticker 

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