„Konzept statt Realitätsverweigerung“

SPD-Chef Schulz: Klimaschutz braucht Kohleausstieg

+
Schulz: „Den Menschen in der Lausitz, im Mitteldeutschen und im rheinischen Revier helfe nicht Realitätsverweigerung, sondern ein Konzept für die Zukunft.“

Martin Schulz fordert ein Ende des Ausspielens von Umweltschutz gegen Industriepolitik. Der Ausstieg aus der Kohleverstromung sei unausweichlich, so der SPD-Chef.

Berlin - SPD-Chef Martin Schulz hat für einen Ausstieg aus dem klimaschädlichem Kohlestrom geworben - allerdings müsse auf die Beschäftigten in der Branche Rücksicht genommen werden. „Die Wahrheit ist: Wir wollen die Klimaziele erreichen, und die Wahrheit ist auch, das geht einher mit dem Ende der Kohleverstromung“, sagte Schulz am Donnerstag vor rund 600 Delegierten in Berlin. Den Menschen in der Lausitz, im Mitteldeutschen und im rheinischen Revier helfe nicht „Realitätsverweigerung“, sondern ein Konzept für die Zukunft.

Schulz fordert ein Ende des Ausspielens von Umweltschutz gegen Industriepolitik

„Aufgabe der Sozialdemokratie ist es nicht, Strukturen der Vergangenheit zu konservieren“, sagte Schulz. Der Kohleausstieg dürfe aber nicht auf Kosten der Versorgungssicherheit oder der Beschäftigten gehen. Es brauche Milliardeninvestitionen in Netze und die betroffenen Regionen. „Wir müssen ein Ende damit machen, dass wir Umweltschutz gegen Industriepolitik ausspielen.“

Einigen sich Union und SPD auf eine Große Koalition? Alle Infos im News-Ticker

Die Erfüllung des Versprechens, der nächsten Generation eine intakte Welt zu hinterlassen, nannte Schulz den „Prüfstein für unsere politische Existenzberechtigung“. Die Sozialdemokraten tun sich unter anderem beim Thema Kohleausstieg schwer, weil an der Kohle noch tausende Arbeitsplätze hängen.

Kanzlerin Merkel fand zu diesem Thema auf der Klimakonferenz klare Worte.

dpa

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Brisanter SMS im Asyl-Skandal: „Tun Sie nicht so ...“ Grünen-Politiker geht Seehofer im Bundestag heftig an
Brisanter SMS im Asyl-Skandal: „Tun Sie nicht so ...“ Grünen-Politiker geht Seehofer im Bundestag heftig an
Warum gibt es am Sonntag keinen ARD-Talk bei „Anne Will“?
Warum gibt es am Sonntag keinen ARD-Talk bei „Anne Will“?
AfD-Vergleich bei „Maischberger“: Doch Lafontaine kontert kühl
AfD-Vergleich bei „Maischberger“: Doch Lafontaine kontert kühl

Kommentare