Chodorkowski zum zweiten Mal verurteilt

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Michail Chodorkowski (Archivbild).

Moskau  - Im zweiten Prozess um den inhaftierten Kremlkritiker Michail Chodorkowski ist ein Urteil gefallen. Er muss abermals für viele Jahre ins Gefängnis.

Der Kremlkritiker Michail Chodorkowski ist in einem umstrittenen zweiten Prozess zu dreizehneinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Die erste Strafe von acht Jahren aus einem ersten Verfahren werde aber darauf angerechnet, urteilte Richter Viktor Danilkin am Donnerstag in Moskau nach Angaben der Agentur Interfax. Damit bleibt der Gegner von Regierungschef Wladimir Putin vermutlich bis 2017 in Haft.

Chodorkowskis Ex-Geschäftspartner Platon Lebedew erhielt dieselbe Strafe. Das Verfahren wegen Unterschlagung von Öl und Geldwäsche gilt international als politisch motiviert.

dpa

Russland: So pompös wird ein Mafia-Fürst beerdigt

Wie ein Staatsbegräbnis: In Moskau wurde der mächtige Mafia-Fürst Wjatscheslaw Iwankow zu Grabe getragen. Vier Männer in dunklen Lederjacken sind mit der russischen Flagge vor seinem Sarg marschiert. Über 1000 Trauernde gaben Iwankow auf seinem letzten Weg begleitet. © AP
Der Sarg des Mafia-Fürsten. Iwankow saß fast zehn Jahre in einem US-Gefängnis. Er hatte nicht nur in Russland, sondern auch in Amerika eine Verbrecherorganisation aufgebaut. © AP
Iwankow,war am Freitag im Alter von 69 Jahren an seinen Schussverletzungen nach einem Attentat gestorben. © dpa
Ein Scharfschütze hatte den Mafia-Boss am 28. Juli mit zwei Kugeln niedergestreckt, als Iwankow ein Moskauer Restaurant verließ.  © AP
Nach seinem Tod wird ein Clan-Krieg in der russischen Unterwelt befürchtet. © AP
Iwankow bestritt hartnäckig, der Führer der russischen Mafia zu sein. Wer dies glaube, sei „dumm“. Die größten Kriminellen im Land, so behauptete er, säßen im Kreml und beim russischen Inlandsgeheimdienst FSB. © AP
So sah Iwankow zu Lebzeiten aus. Seine kleine Statur und sein großes Interesse an Kampfsportarten hatten ihm den Spitznamen „Yaponchik“ (russisch für „kleiner Japaner“) eingebracht.   © AP

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