„Stimmen finden“

Donald Trump unter Druck: Wird ihm jetzt der Georgia-Anruf zum Verhängnis? Vorwurf wiegt schwer

Donald Trump, damaliger Präsident der USA winkt, während er auf dem Südrasen des Weißen Hauses in die Marine One steigt. (Archiv)
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Donald Trump, damaliger Präsident der USA winkt, während er auf dem Südrasen des Weißen Hauses in die Marine One steigt. (Archiv)

Ex-US-Präsident Donald Trump gerät weiter unter Druck. Neben dem laufenden Impeachment-Verfahren ermittelt nun eine Staatsanwältin wegen versuchter Wahlbeeinflussung.

  • Gegen Ex-US-Präsident Donald Trump* läuft bereits ein Impeachment-Verfahren.
  • Jetzt könnte ihm zudem ein Anruf zum Verhängnis werden.
  • Eine Staatsanwältin ermittelt nun wegen versuchter Wahlmanipulation.

Fulton County - Die Luft für den ehemaligen US-Prädienten wird immer dünner. Im US-Senat wurde das Impeachment-Verfahren eröffnet. Die US-Demokraten wollen Trump dabei als Anstifter für die Erstürmung des Kapitols überführen und so auch einen Wiederantritt bei einer Wahl verhindern. Doch jetzt droht dem ehemaligen Präsidenten weiterer Ärger.

Trump wegen Anruf unter Druck: Staatsanwaltschaft ermittelt

Trump hatte in einem Anruf dazu aufgefordert im Bundesstaat Georgia Stimmen zu „finden“. So wollte er verhindern, dass der Bundesstaat an seinen Kontrahenten Joe Biden geht. Wegen dieses Anrufs ermittelt nun die Staatsanwaltschaft.

Staatsanwältin Fani Willis übernimmt die Ermittlungen im Bezirk Fulton County wegen des Verdachts von Versuchen, die Wahl zu beeinflussen. Das gab Willis in einem Brief an den für die Organisationen von Wahlen in Georgia zuständigen Staatssekretär Brad Raffensperger bekannt, aus dem diverse US-Medien am Mittwoch zitierten.

Trump wollte in Georgie Stimmen „finden“ lassen - Aufnahme des Gesprächs könnte ihn überführen

Trump hatte Raffensperger in dem rund einstündigen Telefonat Anfang Januar unverhohlen aufgefordert, genügend Stimmen für seinen Wahlerfolg in dem Bundesstaat zusammenzubringen. Eine Aufnahme des Gesprächs wurde an US-Medien weitergegeben. Darin war unter anderem zu hören, wie Trump sagt: „Ich will nur 11 780 Stimmen finden.“ Georgia war einer der Bundesstaaten, in denen sich die Wahl im November zu Gunsten von Trumps Herausforderer Joe Biden entschied.

Georgia brachte Biden 16 Stimmen von Wahlleuten. Er kam am Ende auf 306 Stimmen, während für einen Sieg 270 benötigt werden. Trump behauptet ohne jegliche Beweise, dass ihm der Sieg durch massiven Wahlbetrug genommen worden sei. (dpa)

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