„Son of a ...“

Trump holt gegen McConnell auf brutale Weise aus - auch gegen dessen Frau

Bei einem Treffen mit Spendern und republikanischen Spitzenpolitikern spart der Ex-US-Präsident nicht an Kraftausdrücken. Ein Mantra holt er wieder hervor. 

Palm Beach - Hat er das Wort wirklich in den Mund genommen? „Son of a bitch“ hat Donald Trump* den mächtigen Republikaner* Mitch McConnell der Washington Post zufolge genannt. Außerdem sagte der Ex-US-Präsident* am Samstag vor Vertretern der Republikaner-Parteispitze, McConnell sei „dumm“ und ein „eiskalter Verlierer“. Das Treffen fand in Trumps Luxusresort Mar-a-Lago in Florida* statt.

Den Berichten zufolge nahm Trump sich mehr Zeit für persönliche Attacken gegen McConnell und andere Republikaner als gegen die Demokraten* seines Nachfolgers Joe Biden*. Zwar rief er seine Partei zu Einigkeit nach der Präsidentschaftswahl-Niederlage und dem Mehrheits-Verlust im Senat* auf. Trump hat immer wieder ohne Vorlage von Beweisen von Wahlbetrug in Georgia und anderen Bundesstaaten gesprochen. Das Mantra holte er demnach auch am Samstag wieder hervor: Er behauptete weiterhin, die US-Wahl 2020 gewonnen zu haben.

McConnell - bis zum Januar republikanischer Mehrheitsführer und dann Minderheitsführer im Senat - war lange Zeit ein wichtiger Verbündeter Trumps im Kongress. Nach dem Sturm auf das Kapitol am 6. Januar distanzierte der mächtige Strippenzieher sich aber klar von Trump und machte den damaligen Präsidenten für die Gewalt mitverantwortlich.

Hat gegen bestimmte Republikaner nicht mit Kraftausdrücken gespart: Ex-Us-Präsident Donald Trump (Archivbild)

Trump attackiert McConnell - und dessen Frau: „Ich habe sie eingestellt“

Im Impeachment-Prozess gegen Trump im Senat stimmte McConnell zwar für einen Freispruch für den Ex-Präsidenten. Anschließend sagte er aber, Trump sei ohne jeden Zweifel „praktisch und moralisch verantwortlich“ für die Kapitol-Erstürmung.

Trump attackierte in seiner Rede auch McConnells Frau Elaine Chao, die in seiner Amtszeit Verkehrsministerin war, aber nach der Kapitol-Erstürmung* zurückgetreten war. Trump sagte über McConnell: „Ich habe seine Frau eingestellt. Hat er sich jemals bedankt?“ Dann machte er sich über Chaos Rücktritt lustig.

Trump sagte auch, er sei „enttäuscht“ gewesen über den damaligen Vizepräsidenten Mike Pence, als dieser sich weigerte, die formelle Bestätigung von Bidens Wahlsieg im Senat zu blockieren.

McConnell war bei der Veranstaltung in Mar-a-Lago nicht anwesend. Laut der Washington Post hat er zu Beratern gesagt, er habe seit Monaten nicht mit Trump gesprochen und werde das auch nie wieder tun. (AFP/frs) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Evan Vucci/dpa

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