Austritt aus der Gewerkschaft

Skurriler Trump-Brief aufgetaucht: Schauspieler kontern knapp - und werden gefeiert

Ex-Präsident Donald Trump tritt aus der Schauspiel-Gewerkschaft aus. Nach dem Start eines Disziplinarverfahrens schrieb er einen Wut-Brief. Fans sind von der Antwort begeistert.

  • Donald Trump stand nach dem Sturm auf das Kapitol kurz vor einem Rauswurf aus der Gewerkschaft der Schauspieler:innen in Amerika.
  • Diesem kam er nun per einseitigem Brief zuvor.
  • Die Gewerkschaft reagierte öffentlich - und zeigt sich zufrieden.
  • Mit unserem brandneuen Politik-Newsletter bleiben Sie stets informiert über das nationale und internationale politische Geschehen.

Miami - „Wen interessiert das!“, schreibt der ehemalige US-Präsident Donald Trump in einem wütenden Brief an die Schauspielergewerkschaft. Er reagiert damit auf ein Disziplinarverfahren, dass die Screen Actors Guild (SAG) gegen ihn eingeleitet hatte.

Grund für das Verfahren ist der Sturm auf das US-Kapitol durch einen rechten Mob aus Trump-Anhänger:innen am 6. Januar. Trump wird vorgeworfen, die Meute durch seine Worte angestachelt zu haben, weswegen ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn eröffnet wurde. Bereits im Januar hatte die Schauspielergewerkschaft einen Ausschluss der Ex-Präsidenten angestrengt – wegen der Verletzung der Statuten. Die Gewerkschaft wollte noch diese Woche darüber entscheiden, ob Trump herausgeworfen werden sollte, berichtet der US-Fernsehsender NBC. Trump war schneller und kam der Entscheidung einfach zuvor.

Donald Trump liegt mit den Schauspieler:innen im Clinch.

Donald Trump: Abschieds-Brief mit Selbstlob

Bevor er diesen Wunsch formuliert, füllt der 74-Jährige die DIN-A4-Seite aber noch mit Eigenlob. Er kenne Gabrielle Carteris (Gewerkschaftsvorsitzende) Arbeit nicht, sei aber „sehr stolz“ auf seine Arbeit in Filmen wie „Kevin – Allein in New York“, „Zoolander“ und „natürlich eine der erfolgreichsten Fernsehsendungen aller Zeiten, The Apprentice“. „Um nur ein paar zu nennen!“, schreibt Donald Trump. Dann watscht er CNN noch einmal als „Fake News“ ab und schreibt Sätze wie „Ihre Organisation hat sehr wenig für ihre Mitglieder:innen getan und gar nichts für mich - außer Gebühren zu sammeln und gefährliche unamerikanische Politiken und Ideen zu fördern“. Dann erklärt er seinen Austritt und wiederholt noch einmal sein Mantra: „Sie haben nichts für mich getan.“

Donald Trumps Brief geht auf Twitter viral

Die Gewerkschaft der Schauspieler:innen veröffentlichte den skurrilen Brief kurzerhand auf der eigenen Website und reagierte mit einem einfachen „Danke“ und wird dafür in den sozialen Medien gefeiert. Die Gewerkschaft hat in den USA etwa 160.000 Mitglieder und vertritt unter anderem Schauspieler:innen, Journalist:innen und Medienmacher:innen. (jh)

Rubriklistenbild: © SAUL LOEB/AFP

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Keine neue Regierung: Wie lange geht es ohne?
Video
POLITIK
Keine neue Regierung: Wie lange geht es ohne?
Keine neue Regierung: Wie lange geht es ohne?

Kommentare