Bereits mehrere Hundert Demonstranten getötet

Proteste im Irak: Sicherheitskräfte drängen die Demonstranten mit Tränengas von den Brücken

Die massiven Proteste im Irak gehen weiter. Die Demonstranten haben strategisch wichtige Brücken in Bagdad besetzt. Jetzt eskaliert die Situation. 

  • Die massiven Proteste im Irak gehen weiter. Die Regierung geht rigoros gegen die Demonstranten vor.
  • Die Demonstranten haben strategisch wichtige Brücken in Bagdad besetzt. 
  • Jetzt eskaliert die Situation. 

Bagdad - In Bagdad haben die irakischen Sicherheitskräfte Demonstranten von mehreren besetzten Brücken gedrängt. Unter massivem Einsatz von Tränengas eroberten die Sicherheitskräfte am Samstag die Kontrolle über die Tigris-Brücken Al-Sinek, Al-Schuhada und Al-Ahrar zurück, wie AFP-Reporter berichteten. Die drei Brücken verbinden die Protestlager am östlichen Tigrisufer mit dem westlichen Flussufer, wo Regierungsstellen und ausländische Botschaften ihren Sitz haben.

Die Al-Sinek-Brücke war bisher die wichtigste Verbindung der Demonstranten zur Botschaft des Iran. Teile der Protestbewegung werfen dem Nachbarland vor, die Regierung in Bagdad zu stützen, der sie Korruption vorwerfen. Die Brücken Al-Ahrar und Al-Schuhada führen zum Büro des Ministerpräsidenten und der Zentrale des Staatsfernsehens.

Eskalation im Irak: Demonstranten halten Brücken besetzt

Weiter besetzt hielten Demonstranten am Samstag die Al-Dschumhuriyah-Brücke. Bei der "Brücke der Republik" handelt es sich um die am südlichsten gelegene Brücke in der irakischen Hauptstadt. Sie liegt dem Haupt-Protestlager am zentralen Tahrir-Platz am nächsten. In die andere Richtung führt sie in die sogenannte grüne Zone, wo unter anderem die britische und die US-Botschaft liegen.

Gemäß einer AFP-Zählung wurden seit Beginn der Proteste am 1. Oktober bereits fast 300 Menschen getötet. Die Regierung hat zuletzt keine aktuellen Zahlen mehr zu den Todesopfern veröffentlicht.

In Bagdad und mehreren südirakischen Städten hat sich Anfang Oktober eine Protestbewegung gegen die Korruption und hohe Arbeitslosigkeit im Land formiert. Trotz der Gewalteskalation und nächtlichen Ausgangssperren gehen die Iraker weiterhin auf die Straße und fordern mittlerweile den Sturz der Regierung.

isd/jes

Rubriklistenbild: © AFP / SABAH ARAR

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