CDU-Chef ungewohnt freimütig

Laschet: „Söder ist krass“

Angela Merkel, Armin Laschet, Markus Söder, Jens Spahn und Tobias Hans unterhalten sich im Kanzleramt nach einer Sitzunge des Corona-Krisenkabinetts.
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Krass ist er. Aber wie krass? Laschet (Mitte) blickt Söder an (Archivbild)

Es ist Wahlkampf. CDU-Chef Armin Laschet spricht in einem Interview über seine Körpergröße - und davon, dass er Markus Söder „durchschaut“.

Düsseldorf - Ungewöhnliche Wortwahl für den NRW-Ministerpräsidenten. Und ebenso anspielungsreich wie Markus Söder, der gerade bei „Markus Lanz“ (ZDF) gewisse Untertöne gegen Armin Laschet vernehmen ließ. Der CDU-Chef Laschet findet seinen CSU-Kollegen Söder „krass“ - aber auch respektabel. Das sagte Laschet in einem Interview mit dem Zeit-Magazin vom 6. April.

Laschet honoriert Söder: „Krass ist er. Aber der Krasseste?“

Auf die Frage, ob Söder „der Krasseste“ sei, entgegnete Laschet: „Krass ist er. Aber der Krasseste?“ Über sein Verhältnis zu Söder sagte Laschet: „Wir kennen, wir durchschauen und wir schätzen uns.“ Laschet* gilt wie Söder als möglicher Kanzlerkandidat der Union. Inzwischen verdichten sich die Anzeichen, wer von beiden es werden könnte.

Was seine Körpergröße angeht, verglich Laschet sich übrigens mit früheren Bundeskanzlern: „172. Gerhard Schröder* hat und Helmut Schmidt* hatte dieselbe Größe, so habe ich gelesen.“

In dem Interview sprach Laschet zudem über seine Außenwirkung - auch im Vergleich zu Grünen*-Chef Robert Habeck (bei denen sich bald entscheiden soll, wer Kanzlerkandidat:in wird). Auf die Frage, ob es ein Vorteil sei, „dass Ihnen - im Gegensatz zu Robert Habeck - noch nie jemand vorgeworfen hat, zu sexy zu sein“, antwortete Laschet: „Frechheit! Gut, so wie der Robert Habeck ist natürlich überhaupt niemand nördlich der Alpen. Ansonsten bin ich ganz zufrieden mit meiner Wirkung.“ Darüber berichtet auch fr.de.

Umfrage zur K-Frage: Baerbock hängt Habeck ab

Im „Trendbarometer“ von diesem Mittwoch kam Laschets CDU zusammen mit der CSU indes nur auf 27 Prozent - dicht gefolgt von den Grünen mit 23. Prozent. In der innerparteilichen K-Frage hat Parteichefin Annalena Baerbock offenbar ihren Ko-Vorsitzenden Habeck überflügelt, sie lag vor ihm. Zumindest laut „Trendbarometer“, welches das Forsa-Institut für RTL/n-tv erstellt.

Gegen einen Unionskandidaten Söder käme Baerbock demnach auf 20 Prozent Zustimmung, Habeck auf 19 Prozent. Gegen einen Kandidaten Laschet würde Baerbock 23 Prozent erreichen und Habeck 22 Prozent. Für die Erhebung befragte Forsa vom 30. März bis 1. April 1501 Menschen. Die Fehlermarge der Umfrage liegt laut Institut bei plus oder minus 2,5 Prozentpunkten. (AFP/frs) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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