Besuch in Großbritannien

EM-Finale vor 60.000 Fans? Merkel gegenüber Johnson „sorgenvoll“ - Queen empfängt Kanzlerin

Die Bundeskanzlerin trifft den britischen Premier Johnson. Auch die EM ist Thema. Anschließend reist Angela Merkel zur Audienz bei Queen Elizabeth II. Der News-Ticker.

  • Bundeskanzlerin Angela Merkel trifft am Freitag, 2. Juli, auf Queen Elizabeth II.
  • Zuvor war ein Treffen mit dem britischen Premier Boris Johnson auf dessen Landsitz angedacht.
  • Dieser News-Ticker wird regelmäßig aktualisiert.

Update vom 2. Juli, 18.36 Uhr: Beim Treffen von Angela Merkel mit dem britischen Regierungschef Boris Johnson fielen freundliche Worte. Eine gewisse Distanz zwischen der Kanzlerin und dem Premierminister war allerdings spürbar. Auch in Sachfragen, wie der Zuschauerzahl beim Finale der Fußball-EM in London, stimmten Merkel und Johnson in ihrer Einschätzung nicht überein.

Ein gänzlich anderes Stimmungsbild zeigte sich wenige Stunden später auf Schloss Windsor. Merkel reiste dorthin, nach dem Treffen mit Johnson stand eine Audienz bei Queen Elizabeth II. auf dem Programm. Sowohl die Königin als auch die Kanzlerin traten mit einem breiten Lächeln vor die Kameras.

Erstmeldung vom 2. Juli, 17.00 Uhr: London – Bundeskanzlerin Angela Merkel trifft am Freitag, 2. Juli 2021, auf Queen Elizabeth II. Das royale Oberhaupt des britischen Königshauses wird die deutsche Politikerin zu einer Audienz empfangen. Davor fand sich Merkel zu einem Treffen mit Premierminister Boris Johnson auf dessen Landsitz Chequers nordwestlich von London ein.

Merkel (CDU) hat dabei Johnson versprochen, die strikten Einreisebeschränkungen für Großbritannien wegen der Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus bald zu lockern. Sie gehe davon aus, dass das Land „in wirklich absehbarer Zeit“ vom Virusvariantengebiet zum Hochinzidenzgebiet heruntergestuft wird, sagte sie nach dem Treffen.

Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien, begrüßt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor ihrem bilateralen Treffen in Chequers, dem Landhaus des Premierministers.

Bundeskanzlerin Angela Merkel trifft Queen Elizabeth II – und den britischen Premier Boris Johnson

Besorgt zeigte sie sich jedoch über die geplante Austragung der Halbfinalspiele und des Finales der Fußball-Europameisterschaft im Londoner Wembley-Stadion vor 45.000 beziehungsweise 60.000 Zuschauern. Sie verwies darauf, dass bei den Spielen in München deutlich weniger Zuschauer zugelassen worden seien. „Die britische Regierung wird ihre Entscheidungen treffen. Aber ich bin sorgenvoll und skeptisch, ob das gut ist und nicht ein bisschen viel.“

Johnson wies auf die weit fortgeschrittene Corona-Impfkampagne in Großbritannien hin. „Der entscheidende Punkt ist, dass wir hier im Vereinigten Königreich eine beträchtliche Mauer aufgebaut haben durch das Impfprogramm“, sagte er.

Großbritannien hat derzeit die höchste Zahl an Corona-Neuinfektionen in Europa und ist von Deutschland als einziges europäisches Land neben Portugal als Virusvariantengebiet eingestuft. Das bedeutet, dass von dort keine britischen Staatsbürger ohne Wohnsitz in Deutschland von Fluggesellschaften, Bahn- oder Busunternehmen nach Deutschland befördert werden dürfen. Diejenigen, die einreisen dürfen, müssen für 14 Tage in Quarantäne - auch wenn sie vollständig geimpft oder genesen sind. Bei einer Herabstufung zum Hochinzidenzgebiet können sich die Reisenden durch einen Impf- oder Genesenen-Nachweis von der Quarantäne befreien oder sich nach fünf Tagen von der Quarantäne freitesten lassen. (dpa/aka) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Steve Parsons/dpa

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