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Schwere Verluste für Russland: 56.000 Soldaten tot – 18 Panzer zerstört

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Von: Helena Gries, Teresa Toth, Karolin Schäfer, Moritz Serif, Tim Vincent Dicke, Nadja Austel, Nail Akkoyun, Lucas Maier, Christian Stör

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Die blutigen Kämpfe im Ukraine-Krieg dauern an. Russland muss schwere Verluste bei Soldaten und Material hinnehmen. Der News-Ticker.

Dieser News-Ticker ist beendet: Alle aktuellen Entwicklungen zu Verlusten im Ukraine-Krieg lesen Sie im neuen Ticker.

+++ 14.30 Uhr: Die ukrainischen Streitkräfte haben 18 Panzer aus Russland zerstört. Dies teilte das Verteidigungsministerium am Freitag (23.09.2022) in Kiew mit. Das russische Militär, das seit Beginn des Angriffskriegs unter schweren Verlusten leidet, musste zudem die Vernichtung von acht Mehrfachraketenwerfern hinnehmen.

Ukraine-Krieg
Mehrfachraketenwerfer der ukrainischen Armee im Einsatz. © Anatolii Stepanov / AFP

Schwere Verluste für Russland: Mehr als 56.000 Soldaten laut Ukraine tot

+++ 10.12 Uhr: Wie jeden Tag hat das ukrainische Verteidigungsministerium die Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Demnach sind innerhalb eines Tages 550 russische Soldaten getötet worden – 56.060 sollen den Angaben zufolge seit Beginn der Kampfhandlungen gefallen sein. Der Überblick zu den Angaben des Ministeriums:

+++ 6.49 Uhr: Die Ukraine hat 25 russische Militärbasen attackiert. Unter anderem habe das Land neun Drohnen zerstört, berichtet der Generalstab Kiews. Darüber hatte unter anderem der Kyiv Independent berichtet.

Der Osten der Ukraine ist im Krieg gegen Russland umkämpft.
Der Osten der Ukraine ist im Krieg gegen Russland umkämpft. © Kostiantyn Liberov/dpa

Schwere Verluste für Russland im Ukraine-Krieg

+++ 17.55 Uhr: Ein Nationalgardist der Ukraine hat einen russischen Mi-8-Hubschrauber mit einem tragbaren Igla-Luftverteidigungssystem (MANPADS) an der Front von Saporischschja abgeschossen. Das teilte die ukrainische Online-Zeitung Ukrajinska Prawda mit Verweis auf das Pressezentrum der ukrainischen Nationalgarde mit.

+++ 14.50 Uhr: Fünf Briten konnten nach Monaten in der Kriegsgefangenschaft kremltreuer Separatisten in der Ostukraine in ihre Heimat zurückkehren. Wie der Nachrichtensender BBC berichtet, seien die Männer am Donnerstag auf dem Flughafen London-Heathrow gelandet. „Nach dieser schrecklichen Tortur“ freuten sie sich nun auf die Normalität mit ihren Familien, sagte Dominik Byrne von der Organisation „Presidium Network“, die die Angehörigen unterstützt.

Verluste von Russland: Soldaten bei inszeniertem „Terroranschlag“ getötet – Referenden der Grund?

+++ 12.55 Uhr: Ukrainischen Angaben zufolge sind bei einer russischen Militäraktion mehrere Soldaten aus Russland ums Leben gekommen. Wie Kyiv Independent unter Berufung auf den Bürgermeister der Stadt Melitopol, Ivan Fedorov, berichtet, hätten die russischen Truppen einen „Terroranschlag“ im Zentrum der Stadt inszeniert.

Das Ziel: Die Ukraine für den Angriff verantwortlich machen, um die Gegenseite vor den geplanten Referenden zu diskreditieren. Auch in der Region Saporischschja, in der Melitopol liegt, ist eine Abstimmung geplant. Bei der Explosion seien drei russische Soldaten getötet worden, so der Bürgermeister. Angaben zu zivilen Opfern machte er nicht.

News zum Ukraine-Krieg: Das ukrainische Verteidigungsministerium veröffentlicht russische Verluste

+++ 09.40 Uhr: Das ukrainische Verteidigungsministerium hat die Statistik zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg aktualisiert. Demnach sind 55.510 Soldaten gefallen.

News zum Ukraine-Krieg: Gefangenenaustausch mit Russland

Update vom Donnerstag, 22. September, 06.40 Uhr: Die Ukraine und Russland haben in der Nacht auf Donnerstag (22. September) einen der größten Gefangenenaustausche in dem fast sieben Monate dauernden Krieg vollzogen. 205 gefangene Ukrainer wurden freigelassen, wie der Leiter des ukrainischen Präsidialamtes, Andrij Jermak, mitteilte. Dazu zählten auch Verteidiger von Mariupol, die verschanzt im Stahlwerk Azovstal bis Mitte Mai Widerstand gegen die russischen Eroberer geleistet hatten.

Bei dem Gefangenenaustausch ließ die Ukraine nach Jermaks Angaben 55 russische Soldaten frei, die bei der Offensive im Gebiet Charkiw Anfang September gefangen genommen worden waren. Auch durfte der festgenommene prorussische Politiker Viktor Medwedtschuk, ein Vertrauter von Präsident Wladimir Putin, ausreisen.

News zum Ukraine-Krieg: Ukrainische Luftwaffe zerstört Munitionsdepots, Stützpunkte und Brücken

+++ 22.05 Uhr: Am 210. Tag des Ukraine-Kriegs haben ukrainische Truppen laut einer Mitteilung des Generalstabs Angriffe auf fünf Siedlungen im Osten der Ukraine abgewehrt. Zudem berichtet die ukrainische Luftwaffe von 32 Angriffen, bei denen 17 Militärstützpunkte, ein Munitionsdepot und zehn Standorte von Luftabwehrsystemen zerstört werden konnten. Außerdem seien mehrere Kontrollpunkte und Ponton-Brücken getroffen worden.

Teilmobilmachung in Russland führt zu Massenflucht: Flüge tagelang ausgebucht

+++ 18.50 Uhr: Nach der Ankündigung einer Teilmobilmachung in Russland, versuchen immer mehr Wehrpflichtige das Land zu verlassen, um nicht in der Ukraine kämpfen zu müssen. Wie das Nachrichtenportal Ukrainska Pravda unter Berufung auf eine russische Nachrichtenagentur berichtet, seien auf den Websites russischer Airlines in den nächsten Tagen alle Flüge in visafreie Staaten ausverkauft, darunter die Türkei, Armenien, Aserbaidschan und Usbekistan.

Dem Bericht der Nachrichtenagentur RBK zufolge seien erst wieder am Freitag (23. September) Direktflüge von Moskau nach Istanbul buchbar, das günstigste Ticket koste rund 76.000 Rubel (ca. 1255 Euro). Nach Recherchen von Ukrainska Pravda kosteten Flüge auf der Website der russischen Airline Aeroflot am Mittwochnachmittag mindestens 930 Euro und waren erst wieder am Sonntag (25. September) verfügbar. Auf der Turkish Airlines-Seite waren erst für Samstag Flugtickets zu bekommen: für umgerechnet über 1340 Euro.

Verluste für Russland im Ukraine-Krieg: Kiew führt Teilmobilmachung auf Personalmangel zurück

+++ 13.40 Uhr: Wladimir Putin hat eine sofortige Teilmobilmachung in Russland befohlen. Der ukrainische Präsidentenberater Olexij Arestowytsch interpretierte den Schritt dahingehend, dass die hohen Verluste Russland zu dieser Maßnahme zwingen. „Es sind mehr als 100.000 an Getöteten und Verwundeten, eher knapp 150.000“, schrieb Arestowytsch. Dabei seien bereits jetzt die nächsten 150.000 mental abgeschrieben. „Wie gut es doch ist, Russe unter Putin zu sein“, schrieb er ironisch.

Moskau hatte zuvor zum ersten Mal seit Ende März wieder Zahlen zu den Verlusten der eigenen Armee im Ukraine-Krieg vorgelegt. Demnach hat Russland bisher 5937 tote Militärangehörige zu beklagen. Unabhängige Beobachter halten die realen Verluste aber für ein Vielfaches höher als genannt. Der ukrainische Generalstab spricht von mehr als 55.000 gefallenen russischen Soldaten (s. Update v. 09.05 Uhr).

News zum Ukraine-Krieg: Ukraine besiegt 151 russische Truppen

Update vom Mittwoch, 21. September, 07.40 Uhr: Das ukrainische Militär will am 20. September 151 russische Truppen im Süden der Ukraine besiegt haben. Das berichtet The Kyiv Independent.

Nach Angaben des ukrainischen Einsatzkommandos „Süd“ zerstörten die ukrainischen Streitkräfte außerdem sieben Panzer, 19 gepanzerte und militärische Fahrzeuge, vier Msta-S- und Msta-B-Haubitzen sowie andere Ausrüstung.

News zum Ukraine-Krieg: Militärjet und Kamikaze-Drohne abgeschossen

+++ 20.50 Uhr: Am frühen Dienstagabend haben Soldaten der ukrainischen Luftwaffe in der Region Cherson einen Angriff durch ein russisches Flugzeug abgewehrt und stattdessen den Angriffsjet vom Typ Su-25 abgeschossen. Das berichtet das Nachrichtenportal Ukrainska Pravda, das sich auf Informationen beruft, die die Militärführung der ukrainischen Luftwaffe auf Facebook geteilt hatte. Kurz zuvor hätten Soldaten in der Region Mykolajiw eine im Iran gefertigte Kamikaze-Drohne abgeschossen.

+++ 15.45 Uhr: Russland erleidet im Ukraine-Krieg immens hohe Verluste. Deshalb leert Moskau offenbar wichtige Luftverteidigungsstützpunkte, um die Streitkräfte in der Ukraine mit Waffen zu versorgen. Dies geht aus Satellitenbildern hervor, wie die finnische Nachrichtenagentur Yleisradio Oy meldet. Demnach verlegt Russland Flugabwehrraketen von St. Petersburg in Richtung Ukraine.

News zum Ukraine-Krieg: Russlands Militär greift auf alte Waffen zurück – Militärschiff versenkt

Bei der Ausrüstung handelt es sich demnach größtenteils um das Luftabwehrsystem S-300. Die Lenkraketen stammen aus den 70er-Jahren und haben eine geringere Reichweite als neuere Flugkörper. Berichten zufolge hat Russland die Ausrüstung aus der Sowjetzeit aber mit GPS-Technologie aktualisiert, die es ihnen ermöglicht, spezifischere Ziele anzugreifen.

Update vom Dienstag, 20. September, 07.05 Uhr: Ukrainische Streitkräfte sollen ein russisches Militärschiff auf dem Fluss Dnipro in der Oblast Cherson versenkt haben. Das berichtet das südliche Operationskommando der Ukraine am 19. September auf Facebook. Das ukrainische Militär habe demzufolge einen mit Militärpersonal, Ausrüstung und Waffen beladenen russischen Lastkahn versenkt, als dieser versuchte, den Dnipro in der Nähe von Nova Kakhovka und Kozatske zu überqueren.

Wie das Institute for the Study of War (ISW) mitteilt, untergrabe die Gegenoffensive des ukrainischen Militärs die ohnehin schon niedrige Moral unter den russischen Truppen. Das löse Panik bei Stellvertretern und Entscheidungsträgern des Kremls aus, heißt es in einem Bericht der Ukrajinska Prawda.

News zum Ukraine-Krieg: Besetzte Siedlung in Luhansk befreit – Heftige Kämpfe erwartet

+++ 21.30 Uhr: Die Befreiung von Russland besetzten Regionen in der Ukraine schreitet voran. Ukrainischen Angaben zufolge soll die Ortschaft Bilohoriwka im Osten des Landes zurückerobert worden sein. Die Befreiung im Gebiet Luhansk sei aber aufgrund des hohen Aufgebots russischer Streitkräfte schwieriger als etwa in Charkiw, erklärte der Gouverneur der Region, Serhij Hajdaj.

„Dieser Überraschungseffekt wird nicht mehr da sein“, sagte Hajdaj im Interview mit dem ukrainischen Radiosender NV. „Diejenigen, die aus Richtung Charkiw geflohen sind, befinden sich in den Regionen Luhansk und Donezk.“ Jetzt würden dort heftige Kämpfe stattfinden.

Verluste für Russland: Russische Truppen eingekesselt

Erstmeldung vom Montag, 19. September: Russische Truppen sind im Süden der Ukraine zwischen der ukrainischen Armee und dem Ufer des Flusses Dnipro eingekesselt. „Die Feuerkontrolle, die wir über die Übergänge und Transportwege über den Fluss Dnipro aufrechterhalten, lässt sie erkennen, dass sie zwischen den ukrainischen Streitkräften und dem rechten Flussufer – nämlich den in diesem Teil des Gebiets Cherson stationierten Einheiten – gefangen sind“, sagte Nataliia Humeniuk, Sprecherin des südlichen Einsatzkommandos, in einer ukrainischen Nachrichtensendung.

Den Besatzern sei angeboten worden, ihre Waffen niederzulegen und sich zu ergeben. „Daher wurde ihnen übergangsweise ein Ausweg unter der Schirmherrschaft des humanitären Völkerrechts oder einer Rückkehr in ihre Heimat angeboten“, so Humeniuk. Der Sprecherin zufolge sei der Ukraine bewusst, dass es bei einigen russischen Soldaten an Moral mangelt und sie keinen Sinn in ihren Einsatz an der Front sehen. „Sie sehen das Beispiel der Ostfront und das ist für sie sehr entmutigend, weil sie verstehen, dass ein solcher Verlauf auch möglich ist“, informierte Humeniuk.

In den letzten Wochen und Monaten wurde die Antoniwkabrücke, die die Flussufer miteinander verbindet, wiederholt von der russischen Armee beschossen. Russland nutzte die Brücke, um wichtige Güter wie Munition, Treibstoff und Lebensmittel zu transportieren. (mit Agenturen)

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