1. meine-anzeigenzeitung
  2. Politik

Russland schießt von Europas größtem Atomkraftwerk aus Raketen ab - Lage vor Ort „extrem angespannt“

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Bettina Menzel, Felix Durach

Kommentare

Die Zahl der zivilen Opfer im Ukraine-Krieg steigt. Indes feuert Russland vom Atomkraftwerk Saporischschja offenbar Raketen auf benachbarte Gebiete. News-Ticker zum Militärgeschehen.

Ukraine-Krieg: Russland schießt von Europas größtem Atomkraftwerk aus Raketen ab

Update vom 16. Juli, 6.14 Uhr: Die russische Armee schießt nach ukrainischen Angaben vom Gelände des Atomkraftwerks Saporischschja aus Raketen auf die benachbarte Region Nikopol ab. Das erklärte der Präsident der ukrainischen Atomenergiebehörde Energoatom, Petro Kotin, im Online-Dienst Telegram am Freitag. Die Situation im Kraftwerk Saporischschja sei „extrem angespannt“, die Lage verschärfe sich Tag für Tag. Saporischschja ist das größte Atomkraftwerk Europas und seit Anfang März von russischen Truppen besetzt.

Ukraine-Krieg: Russische Angriffe töten in der Nacht auf Samstag mindestens eine Person

In der nordöstlich gelegenen ukrainischen Stadt Sumy durch russischen Beschuss offenbar mindestens drei Menschen verletzt und eine Person getötet worden, wie Kyiv Independent in der Nacht auf Samstag berichtete.
Das ukrainische Einsatzkommando „Süd“ teilte in der Nacht auf Samstag außerdem mit, dass Russland in den letzten 24 Stunden mindestens 47 Soldaten sowie acht Haubitzen und einen T-62-Panzer verloren habe. Die ukrainische Luftwaffe habe auch russische Stellungen in der Nähe der Dörfer Nowohryhoriwka und Dawydiw Brid in der Oblast Cherson angegriffen. Die Informationen aus den Kriegsgebieten konnten nicht unabhängig verifiziert werden.

Ukraine-Krieg: Nach Raketenangriff in Stadt Winnyzja in der gesamten Ukraine Luftalarm ausgelöst

Update vom 15. Juli, 22.10 Uhr: Einen Tag dem verheerenden Raketenangriff in der westukrainischen Stadt Winnyzja ist in der gesamten Ukraine Luftalarm ausgelöst worden. In sozialen Netzwerken kursierten am Freitagabend Videos und Fotos, die fliegende Raketen und Rauchwolken etwa in der südöstlichen Großstadt Dnipro zeigen sollen.

Auch der Gouverneur des zentralukrainischen Gebiets Poltawa, Dmytro Lunin, bestätigte Explosionen in Krementschuk. Eine weitere Rakete wurde den Angaben des Odessaer Militärgouverneurs, Maxym Martschenko, zufolge über dem südukrainischen Gebiet abgeschossen. Insgesamt seien jedoch drei Raketen auf das Gebiet abgefeuert worden. Details zu möglichen Opfern und zu Zerstörungen wurden vorerst nicht bekannt. Angaben aus den Kriegsgebieten lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Ukraine-News: Neue Waffen für Kiew - M270-Raketen aus den USA sind eingetroffen

Update vom 15. Juli, 20.15 Uhr: Im Krieg gegen Russland hat die Ukraine eigenen Angaben zufolge ein neues Raketenwerfersystem aus dem Westen erhalten. „Keine Gnade für den Feind“, schrieb Verteidigungsminister Olexij Resnikow bei Twitter. Die neuen M270-Systeme würden den US-amerikanischen Himars „auf dem Schlachtfeld gute Gesellschaft“ leisten, meinte er. Ob nur eines oder bereits mehrere der M270-Systeme geliefert wurden, ging aus dem Tweet nicht eindeutig hervor. Großbritannien hatte der Ukraine zuletzt solche Waffen zugesagt.

Die M270-Systeme auf Kettenfahrgestell können im Unterschied zu den auf Lastwagen montierten Himars zwölf statt sechs Raketen laden. Bisher erhält Kiew für beide Systeme Raketen mit etwa 80 Kilometer Reichweite. Resnikow und andere ukrainische Vertreter nähren jedoch Hoffnungen auf Raketen mit bis zu 300 Kilometern Reichweite. Deutschland bildet zudem bereits Ukrainer am Nachfolgesystem Mars II aus, das Kiew von Berlin bekommen soll. 

Angriffe auf Zivilisten - Ukraine wirft Russland bewusste „Terrorisierung“ der Bevölkerung vor

Update vom 15. Juli, 18.30 Uhr: Die Ukraine wirft Russland vor, Angriffe auf Zivilisten zu verstärken. Der Sekretär des ukrainischen Sicherheitsrats, Oleksij Danilow, betonte gegenüber der britischen Zeitung The Guardian, dass russische Angriffe zunehmend zivile Gebiete ins Visier nehmen. Systeme zur Beobachtung der Angriffe würden eine Tendenz zur Zerstörung von „mehr und mehr” zivilen Zielen durch russische Truppen nachweisen, erklärte der ukrainische Beamte. „Sie haben sich dazu entschieden, die Bevölkerung zu terrorisieren”, so Danilow. Bei dieser Einschätzung handle es sich nicht um Gefühle, sondern um Daten.

Ukraine-News: Selenskyj glaubt an militärischen Sieg - Experten sind sich uneinig

Update vom 15. Juli, 17.15 Uhr: Die Ukraine glaubt laut Wolodymyr Selenskyj an einen militärischen Sieg gegen Russland. Ist das realistisch? Die Meinungen von Experten gehen auseinander.

Ukraine meldet Erfolge gegen russische Streitkräfte: „Mussten sich schmählich zurückziehen“

Update vom 15. Juli, 9.30 Uhr: Die russischen Streitkräfte formieren sich offenbar aktuell im Osten der Ukraine neu, um die geplante Offensive auf den Oblast Donzek weiter fortzusetzen. Das vermeldete der ukrainische Generalstab am Freitag. „Im Gebiet Kramatorsk hat der Feind eine Umgruppierung durchgeführt, um seine Angriffe auf Siwersk zu erneuern.“  Dabei sei auch Kramatorsk von der Artillerie beschossen worden. Die Großstadt ist Teil eines Ballungsraums mit etwa 500.000 Einwohnern, den Kiew zur wichtigsten Festung im Donbass ausgebaut hat. Unabhängig sind die Angaben nicht zu überprüfen.

Ebenfalls im Visier der russischen Truppen befindet sich die Stadt Slowjansk, die nördlich von Kramatorsk liegt. Dort versuchten die Russen mithilfe von Artilleriefeuer auf eine Reihe von Ortschaften nördlich der Stadt ihre taktische Lage zu verbessern, um so wieder in den Angriff übergehen zu können, heißt es im Lagebericht des Generalstabs.

„Versuche eines feindlichen Sturms im Raum Kodemi und Bilohoriwka haben unsere Kämpfer erfolgreich gestoppt, ebenso wie die Versuche, die Ortschaften Spirne und Werschyna zu erobern. Die Okkupanten sind auf harten Widerstand gestoßen, haben deutliche Verluste erlitten und mussten sich schmählich zurückziehen“, hieß es in dem Lagebericht weiter. Die Gebiete liegen entlang der Frontlinien zwischen den Regionen Luhansk und Donzek verteilt.

Selenskyj nennt Russland „Terrorstaat“: Raketenangriff auf Großstadt Winnyzja

Update vom 15. Juli, 07.01 Uhr: Nach dem Raketenangriff auf das Zentrum der Großstadt Winnyzja im Westen der Ukraine mit vielen getöteten Zivilisten hat Präsident Wolodymyr Selenskyj Russland als „Terrorstaat“ bezeichnet. „Kein anderer Staat in der Welt stellt eine solche terroristische Gefahr dar wie Russland“, sagte Selenskyj in seiner am Donnerstagabend veröffentlichten Videoansprache. An diesem Freitag ist Tag 142 des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine.

Kein anderes Land auf der Welt nehme sich heraus, jeden Tag mit seinen Raketen und seiner Artillerie „friedliche Städte und alltägliches menschliches Lebens“ zu vernichten, sagte Selenskyj. Bei dem Raketenangriff seien am Donnerstag in Winnyzja 23 Menschen getötet worden, darunter drei Kinder.

Update vom 14. Juli, 15.30 Uhr: Wladimir Putin will offenbar auch die russische Wirtschaft verstärkt auf die Bedürfnisse der Armee ausrichten. Der russische Präsident hat ein Gesetz unterzeichnet, das der Regierung „Spezialmaßnahmen“ für Militäreinsätze im Ausland erlaubt. Damit können einzelne Branchen zur Belieferung der Streitkräfte verpflichtet werden. Zudem können Arbeiter in diesen Betrieben zu Nacht-, Wochenend- und Feiertagsarbeit sowie zum Verzicht auf Urlaub gezwungen werden.

Auf eine Frage, unter welchen Umständen die Regierung gedenke, solche Maßnahmen umzusetzen, antwortete Kremlsprecher Dmitri Peskow nach Angaben der Agentur Interfax lediglich: „In dem Maße, in dem die Regierung es für sinnvoll hält, hat sie das Recht, sie (die Maßnahmen) anzuwenden.“ Bereits in der vergangenen Woche hatte das Parlament das Gesetz verabschiedet. Vize-Regierungschef Juri Borissow begründete es unter anderem mit den westlichen Sanktionen gegen Russland und den westlichen Waffenlieferungen an die Ukraine.

Update vom 14. Juli, 13.49 Uhr: Die russischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben mit ihren jüngsten Lufschlägen bis zu 1000 ukrainische Soldaten getötet. Einen genauen Zeitraum nannten sie nicht. Überdies habe die ukrainische Seite mehr als 100 Militärfahrzeuge und Waffensysteme verloren, sagte der russische Armeesprecher Igor Konaschenkow. Unabhängig ließen sich diese Angaben nicht überprüfen.

Konaschenkow berichtete zudem vom erneuten Einsatz der seegestützten Kalibr-Raketen. Die Lenkwaffen mit mehreren Hundert Kilometern Reichweite seien auf eine Fabrik für Hochspannungsanlagen in Saporischschja abgefeuert worden und hätten mehrere dort in Hangars stehende Raketenwerfer vernichtet.

Ukraine-Krieg: OSZE alarmiert über Gewalt gegen Zivilisten - Vorwurf der „Leichenschändung“

Update vom 14. Juli, 13.19 Uhr: OSZE-Beobachter sehen in der selbsternannten Volksrepublik Donezk eine „alarmierende“ Entwicklung. Mutmaßlich zehntausende ukrainische Zivilisten würden dort in russischen Einrichtungen - „Filterzentren“ genannt - misshandelt. Der Zweck: herauszufinden, ob sie mit den ukrainischen Behörden kooperieren. Das zitiert die Nachrichtenagentur AFP aus einem 115 Seiten langen OSZE-Bericht.

Bei den Ukrainern und Ukrainerinnen werden laut der OSZE Fingerabdrücke genommen, Personendaten erfasst und Ausweispapiere kopiert. Es gebe Berichte, dass Menschen in den Zentren „Verhören und erniedrigenden Leibesvisitationen ausgesetzt“ seien. Menschen, die mutmaßlich mit der Regierung in Kiew zusammengearbeitet hätten, würden laut OSZE „häufig einfach verschwinden“.

Etwa 20 solcher Filterzentren soll es in den von Russland besetzten Gebieten geben. Der OSZE-Bericht basiert auf einer Mission von drei von ihr ernannten Experten, die den Ukraine-Krieg von Anfang April bis Ende Juni beobachteten. Sie berichten auch von „schweren Menschenrechtsverletzungen“ in nicht russische oder separatistisch kontrollierten Gebieten. Dies gelte insbesondere für die Kiewer Vororte Butscha und Irpin. Es gebe Zeichen von „Folter und Leichenschändung getöteter Zivilisten“. Gezielte Tötungen, Vergewaltigungen, Entführungen und massive Deportationen von Zivilisten seien mehrfach dokumentiert worden.

Ukraine-Krieg - Butscha
Nach dem Rückzug der russischen Armee bot sich in Butscha ein Bild der Zerstörung. © Rodrigo Abd/dpa

Raketen schlagen wohl in Bürozentrum ein: Selenskyj verurteilt „Mörderstaat“

Update vom 14. Juli, 11.46 Uhr: Drei mutmaßlich russische Raketen sind in einem Bürozentrum in der ukrainischen Großstadt Winnyzja eingeschlagen, mindestens zwei Menschen sollen dabei gestorben sein. Laut den Behörden der westukrainischen Stadt wurden weitere sechs verletzt. Ein Feuer sei ausgebrochen und habe etwa 50 parkende Autos erfasst.

Das ukrainische Verteidigungsministerium ergänzte, dass seit dem russischen Einmarsch fast 3000 Raketen in dem Land eingeschlagen seien und twitterte ein Video des Unglücksorts. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj reagierte umgehend: „Was ist das, wenn nicht ein offener terroristischer Akt?“, schrieb der ukrainische Präsident auf Telegram. „Unmenschen. Mörderstaat. Terrorstaat“, schrieb Selenskyj. Russland betont immer wieder, im Nachbarland nur militärische Ziele anzugreifen - auch wenn die vielen zivilen Opfer mittlerweile offensichtlich sind.

Ukraine-News: Offenbar erfolgreiche Gegenoffensive bei Charkiw

Update vom 13. Juli, 22.06 Uhr: Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs soll die ukrainische Armee am Mittwoch eine russische Offensive in der Nähe von Charkiw zurückgedrängt haben: In mehreren Dörfern östlich und nördlich der Stadt seien russische Angriffe abgewehrt worden. Diese Informationen stammen vom ukrainischen Nachrichtenportal Kyiv Independent und konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.

Ebenfalls laut Kyiv Independent wurden bei russischen Raketenangriffen auf Saporischschja am Mittwoch mindestens 14 Menschen verletzt. Zwei Raketen trafen demnach ein Handelsunternehmen in Saporischschja und beschädigten nach Angaben der örtlichen Behörden dessen Einrichtungen schwer. An Ort des Raketeneinschlags seien Rettungskräfte im Einsatz.

Ukraine: Bei russischen Angriffen nahe der südukrainischen Großstadt Mykolajiw fünf Menschen getötet

Update vom 13. Juli, 14 Uhr: Bei russischen Angriffen nahe der südukrainischen Großstadt Mykolajiw sind nach ukrainischen Angaben mindestens fünf Menschen getötet worden. Die Region sei mit Mehrfach-Raketenwerfern beschossen worden, teilte der Vizechef der Präsidialverwaltung, Kiril Timoschenko, im Messenger-Dienst Telegram mit. Dadurch seien ein Krankenhaus und mehrere Wohnhäuser beschädigt worden. Nach vorläufigen Informationen seien fünf Zivilisten im Bezirk Witowsk östlich von Mykolajiw getötet worden. Das russische Verteidigungsministerium hingegen teilte mit, Ziele in Mykolajiw seien mit „Luft-Boden-Raketen von hoher Präzision“ angegriffen worden. Dabei seien 70 ukrainische Soldaten getötet worden.

Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs wurden auch Charkiw im Nordosten des Landes sowie mehrere Viertel der südlich von Charkiw gelegenen Stadt Bachmut bombardiert. „Der Feind setzt seine Angriffe fort, um seine Position zu verbessern und günstige Bedingungen für die Offensive“ in Richtung der Städte Isjum und Slowjansk zu schaffen, erklärte der Generalstab. Der Gouverneur von Donzek, Pawlo Kyrylenko, teilte mit, in der ostukrainischen Region seien vier Zivilisten getötet worden, davon einer in Bachmut. Angaben auf beiden Seiten lassen sich nicht unabhängig verifizieren.

Ukraine meldet schweren Schlag gegen Putin-Truppen: „Wähnten sich sicher“

Update vom 13. Juli, 8.31 Uhr: Kiew meldet eine Gegenoffensive in Cherson. Die südukrainische Region war schon kurz nach Beginn der russischen Invasion eingenommen worden. Nun ist der ukrainischen Seite offenbar ein Gegenschlag gelungen. 

Bei einem Angriff auf ein russisches Munitionsdepot verloren Putins Truppen etwa 1000 Tonnen Munition und 50 Treibstoff-Fahrzeuge. Mit diesen Infos zitiert focus.de den regionalen Militärverwalter Sergej Khlan. Bei der Ortschaft handele es sich um Nowa Kachowka.

Der Leiter der regionalen Polizeidienststelle sprach laut dem Bericht von einem „bemerkenswerten“ Tag. Die russischen Truppen hätten begonnen, ihre Lager weiter von der Frontlinie entfernt zu errichten, da sie sich dort sicher wähnten. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig prüfen.

„Ihnen fehlt der Mut“: Selenskyj bescheinigt russischen Truppen Angst

Update vom 13. Juli, 6.09 Uhr: Nach anfänglichem Zögern haben mehrere westliche Staaten der Ukraine inzwischen auch moderne Raketensysteme und Artillerie geliefert. Deren Präsident Wolodymyr Selenskyj zeigt sich nun auch aufgrund dieser Hilfe optimistisch über den weiteren Kriegsverlauf.

„Die Okkupanten haben bereits sehr gut zu spüren bekommen, was moderne Artillerie ist, und sie werden nirgendwo mehr auf unserem Boden, den sie besetzt haben, ein sicheres Hinterland haben“, sagte Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache. Die Russen hätten auch dank der Partisanentätigkeit ukrainischer Agenten im besetzten Gebiet inzwischen Angst vor der ukrainischen Armee, so Selenskyj.

Es fehle ihnen aber auch „der Mut, eine Niederlage einzugestehen und Truppen vom ukrainischen Territorium abzuziehen“. Weiter kämpfen könnten die russischen Truppen trotz der hohen Verluste nur dank der „unerschöpflichen Bestände alter sowjetischer Waffen“.

Getötete Zivilisten im Ukraine-Krieg: UN nennt aktuelle Zahlen

Update vom 12. Juli, 22.20 Uhr: Die Zahl der Todesopfer bei den Raketenangriffen auf ein Wohnhaus in der Stadt Tschassiw Jar ist erneut gestiegen. Neun Menschen seien seit dem Angriff am Samstag aus den Trümmern gerettet worden, teilte der Zivilschutz in der Region Donezk am Dienstag mit. Kiew spricht von einem zivilen Wohngebäude. Die russische Armee behauptet hingegen, ein militärisch genutztes Gebäude attackiert zu haben. Unabhängig lassen sich die Angaben kaum überprüfen.

Am Dienstag wurde zudem in der Stadt Slowjansk eine Frau infolge von Artilleriebeschuss verletzt. Unter Beschuss waren auch andere Städte in dem Gebiet wie Bachmut und Soledar. Durch russische Angriffe seien darüber hinaus im benachbarten Charkiw mindestens fünf Menschen verletzt worden, teilte Militärgouverneur Oleh Synjehubow mit. Die Vereinten Nationen haben seit Beginn des russischen Angriffskriegs Ende Februar mehr als 5000 getötete Zivilisten erfasst, gehen aber von weitaus höheren Opferzahlen aus.

Ukraine-News: Zahl der Todesopfer nach Raketenangriff auf Tschassiw Jar steigt erneut

Update vom 12. Juli, 15.50 Uhr: Nach dem Raketenangriff auf ein Wohnhaus in der Kleinstadt Tschassiw Jar in Donezk ist die Zahl der aus den Trümmern geborgenen Toten auf mehr als 38 gestiegen. Das berichtet der Nachrichtensender ntv. Das Wohnhaus war am Wochenende von russischer Seite beschossen worden.

„Erhebliche“ Ukraine-Verluste für Putin? Geheimdienst berichtet von Söldner-Rekrutierungen im Gefängnis

Moskau/London - Britische Geheimdienstexperten halten es für möglich, dass Russland in Gefängnissen Kämpfer für die Söldnertruppe Wagner anheuert. „Personalmangel bei den russischen Streitkräften könnten das russische Verteidigungsministerium dazu zwingen, zu unkonventionellen Rekrutierungsmethoden zu greifen“, hieß es im täglichen Geheimdienst-Update des britischen Verteidigungsministeriums.

Geheimdienst zum Ukraine-Krieg: Moskau rekrutiert wohl Söldner aus Gefängnissen

Schon der ukrainische Geheimdienst hatte mitgeteilt, Russland rekrutiere Häftlinge für private Militärunternehmen. Nun berichtet also auch der britische Geheimdienst davon. „Sollte das wahr sein, weist dieser Schritt wahrscheinlich auf Schwierigkeiten beim Ersetzen der erheblichen russischen Verluste hin“, hieß es. Vor Kurzem hat ein Ex-Wagner-Sölder ein Buch über die „Schattenarmee“ von Kremlchef Wladimir Putin herausgebracht.

Gegenoffensive in Cherson: Kiew meldet 52 getötete russische Soldaten

Unterdessen haben die ukrainischen Streitkräfte nach eigenen Angaben bei Angriffen in der Region Cherson 52 russische Soldaten getötet. Auch seien Artillerie, Panzerfahrzeuge sowie „ein Lager mit Munition“ zerstört worden, teilte das für die Südukraine zuständige Kommando mit.

Unabhängig ließen sich diese Angaben zunächst nicht prüfen. Die Region Cherson wird großteils von den russischen Invasionstruppen kontrolliert. Die Region grenzt an die 2014 von Russland annektierte Halbinsel Krim. (AFP/dpa/frs)

Auch interessant

Kommentare