„Wir haben die Wahl gewonnen“

US-Wahl 2020: Trump spricht von Betrug und will Auszählung stoppen lassen - Twitter reagiert rigoros

Was macht US-Präsident Donald Trump am Wahlabend? Laut New York Times hat er seine Pläne kurzfristig geändert. Aus seinem Umfeld gibt es beunruhigende Vermutungen.

  • Die Prognosen zur US-Wahl 2020* sehen nicht gut aus für Donald Trump* - doch es könnte knapp werden.
  • Viele blicken darauf, was der aktuelle US-Präsident* wohl am Abend der Wahl macht: Was wird er twittern, mit wem verbringt den Abend? Wird es vielleicht sogar einen Skandal geben?
  • Hier finden Sie unseren Ticker dazu, was Donald Trump in der Wahlnacht tut und wie er auf das Ergebnis der US-Wahl 2020 reagiert.

Update vom 4. November, 19.30 Uhr: Der Onlinedienst Twitter hat mehrere Tweets von US-Präsident Donald Trump über angeblichen Wahlbetrug am Tag der Präsidentschaftswahl mit Warnhinweisen versehen. „Einige oder alle der Inhalte, die in diesem Tweet geteilt werden, sind umstritten und möglicherweise irreführend in Bezug auf die Beteiligung an einer Wahl oder einem anderen staatsbürgerlichen Prozess“, hieß es in der Twitter-Warnung am Mittwoch.

Mitten in der US-Wahlnacht hatte Amtsinhaber Trump den oppositionellen Demokraten in einem Tweet vorgeworfen, sie wollten ihm den Wahlsieg „stehlen“. Er schrieb auf Twitter: „Wir sind weit vorne, aber sie versuchen, die Wahl zu stehlen.“ Trumps Herausforderer Joe Biden von den Demokraten hatte kurz zuvor gesagt, er sei „auf Kurs, diese Wahl zu gewinnen“.

In einem zweiten Tweet prangerte er später ein angebliches „Verschwinden“ republikanischer Wählerstimmen an. Am Dienstagabend habe er in vielen Schlüsselstaaten noch einen „soliden“ Vorsprung vor Biden gehabt, der „auf zauberhafte Weise“ verschwunden sei. Stattdessen seien „Überraschungsstimmen“ ausgezählt worden.

US-Wahl 2020: Trump spricht von Betrug und will Auszählung stoppen lassen

Update vom 4. November, 16:38 Uhr: Donald Trump hat erneut in Frage gestellt, dass es bei der Wahl nicht mit rechten Dingen zugehe. „Vergangene Nacht habe ich geführt, oft deutlich, in vielen Staaten, die auf fast allen Ebenen von Demokraten geführt werden“, so der Präsident. „Dann, einer nach dem anderen, sind sie auf magische Weise verschwunden, als Überraschungs-Wahlzettel gezählt wurden.“ Dies fände er „sehr seltsam“.

Update vom 4. November, 14:25 Uhr: Donald Trumps Reaktion auf das Zwischenergebnis bei der US-Wahl hat in Deutschlands Politiklandschaft für Empörung gesorgt. Koalition und Opposition warfen Trump einen Angriff auf die Demokratie vor. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) nannte die unklare Situation am Mittwoch im ZDF „sehr explosiv“ und sprach von einer „Schlacht um die Legitimität des Ergebnisses“. Die AfD verzichtete auf Kritik an Trump.

Die Bundesregierung als Ganzes wollte das am Mittwoch mit Hinweis auf das noch fehlende Endergebnis der Wahl nicht kommentieren. „Solange das so ist, verfolgt die Bundesregierung alles aufmerksam, aber sie kommentiert den Stand der Dinge nicht“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

Besonders von SPD, Linken, Grünen und FDP kam dagegen heftige Kritik an Trump. „Ein Kandidat, auch wenn er der amtierende Präsident ist, der dazu aufruft, Briefwahlstimmen nicht weiter auszuzählen, handelt antidemokratisch“, sagte SPD-Chefin Saskia Esken der „Rheinischen Post“ dazu.

US-Wahl: Biden-Lager äußert sich zu Trumps Siegesrede

Update vom 4. November, 10.11 Uhr: Joe Bidens Lager hatte sich nicht unmittelbar zu Donald Trumps heftig umstrittener Erklärung des angeblichen Wahlsiegs geäußert. Jetzt hat die Kampagnen-Managerin des demokratischen Kandidaten aber ein klares Statement veröffentlicht. Jen O’Malley Dillon nannte die Ansprache des Präsidenten aus der Wahlnacht „ungeheuerlich, beispiellos und falsch“. Das berichtet CNN. „Es war empörend, weil es ein offener Versuch ist, den amerikanischen Bürgern ihre demokratischen Rechte wegzunehmen“ fügt sie hinzu und verspricht, man werde nicht aufhören die Stimmen zu zählen.

US-Wahl: Trump erhebt Betrugsvorwürfe und will vor den Supreme Court ziehen

Update vom 4. November, 8.40 Uhr: Trumps Ansprache suggeriert, er wolle das Auszählen der Briefwahl-Stimmen stoppen. Das wäre allerdings rechtswidrig. Trump will diesen Schritt dennoch vor dem Supreme Court durchsetzen, dort herrscht dank der kürzlichen Ernennung der erzkonservativen Richterin Amy Coney Barrett eine republikanische Mehrheit. Es bleibt dennoch fraglich, ob das Gericht einen solchen Schritt absegnen würde.

Trumps Aussage, er habe die Wahl gewonnen sorgt für scharfe Kritik aus verschiedenen Lagern. Sogar bei dem ihm gewogenen Sender Fox News sagt Moderator Chris Wallace: „Er hat ein Zündholz in eine bereits brenzlige Situation geworfen.“ Von anderen Sendern wie CNN oder CBS hagelt es Kritik für das voreilige Erklären des Wahlsiegs. Sein Verhalten sei undemokratisch.

Donald Trump erklärt voreilig den Wahlsieg, Mike Pence bleibt zurückhaltender

Update vom 4. November, 8.36 Uhr: Jetzt spricht auch Vize-Präsident Mike Pence, auch er geht von einem sicheren Wahlsieg aus. Er bedankt sich bei allen Wählern, die sich für vier weitere Jahre mit Donald Trump entschieden haben. Allerdings ist er in der Formulierung deutlich vorsichtiger als Trump selbst und spricht noch nicht von einem Wahlsieg.

Donald Trump live aus dem Weißen Haus mit unbewiesenen Betrugsvorwürfen

Update vom 4. November, 8.33 Uhr: „Das hat noch niemand erlebt, was hier gerade passiert“, sagt Trump in seiner Ansprache und bezieht sich auf die Wahlergebnisse. „Ehrlich gesagt, wir haben die Wahl gewonnen“, fügt er an. Behauptet aber es gäbe „großen Betrug an den amerikanischen Wählern“ und man müsse vor den Supreme Court ziehen, um die Integrität der Wahl sicherzustellen. Diese Betrugsvorwürfe wiegen schwer, er stellt es außerdem so dar, als würden die Demokraten die Auseinandersetzung vor dem Obersten Gericht erzwingen. Er bezeichnete es als „traurigen Moment“. Beweise für seine Behauptungen führt er keine an.

Update vom 4. November, 8.23 Uhr: Nach seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden, meldet sich nun auch Präsident Donald Trump live zu Wort und spricht aus dem Weißen Haus in Washington. Vor dem Hintergrund amerikanischer Flaggen spricht er zu den Amerikanern und verspricht sich den Wahlsieg. „Wir bereiten uns auf eine große Party vor“, erklärt er. Tatsächlich konnte der amtierende Präsident bereits einige wichtige Teilsiege einfahren, das Rennen bleibt aber weiter spannend.

Er bedankt sich bei seinen Wählern fügt aber an: Eine „traurige Gruppe an Menschen“ versuche, diesen Wählern ihr Wahlrecht zu entziehen. „Das werden wir nicht zulassen.“, sagt er und spielt damit auf seine sehr umstrittenen Tweet von früheren Stunden an. Nichtsdestoweniger ist er sich des Wahlsieges sicher. Er glaubt auch an einen Sieg im umkämpften Pennsylvania und den anderen noch ausstehenden Staaten.

Twitter-Schlagabtausch in der Wahlnacht zwischen Trump und Biden

Update vom 4. November, 6.54 Uhr: Nachdem der demokratische Herausforderer Joe Biden sich mit einem Statement zu Wort gemeldet hat, twittert auch Präsident Donald Trump. Er äußerst sich ebenfalls äußerst optimistisch, schreibt aber auch: „Sie versuchen, die Wahl zu stehlen.“ Das werde er nicht zulassen. Diese Äußerung ist bereits Minuten später schwer umstritten, da der normale Auszählungsprozess der Stimmen nicht als „Diebstahl“ der Wahl gesehen werden kann. Besonders scharf kritisierte der Sender CNN die Äußerung, auch Twitter hat das Posting mittlerweile mit einer Warnmeldung versehen. Biden hat auf Trumps Aussage ebenfalls reagiert und kontert scharf. „Es ist weder meine Aufgabe noch die von Donald Trump, den Sieger dieser Wahl zu verkünden. Das kann nur der Wähler“, schreibt er auf dem Kurznachrichtendienst.

US-Wahl 2020: Das Rennen bleibt spannend

Update vom 4. November, 4.50 Uhr: Es könnte ihr ganz großer Triumph werden, in den nächsten Stunden und Tagen wird das Rennen um das mächtigste Amt der Welt entschieden. Während Joe Biden den Wahlabend im Kreis seiner Familie Zuhause verbringt, feiert Donald Trump gemeinsam mit Gästen und seiner Familie im Weißen Haus. Wie die New York Times nun berichtet, sollen die Anwesenden die Geschehnisse rund um die Wahl mit dem TV-Sender Fox News beobachten.

Wie viele Gäste Donald Trump zu der Feier eingeladen hat ist nicht bekannt. Medien spekulieren jedoch, dass über 250 Personen mit dem amtierenden US-Präsidenten auf das Ergebnis der US-Wahlen warten. Wie die New York Times weiter berichtet, sollen bei der Feier unter anderem Pommes Frites und Hors d’Oeuvres auf der Speisekarte stehen.

US-Wahl 2020: Erste Ergebnisse da - Donald Trump auf Twitter unerwartet ruhig

Update vom 4. November, 3 Uhr: Die ersten Wahllokale wurden bereits geschlossen, die ersten Zahlen lassen auch weiterhin auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Donald Trump und Herausforderer Joe Biden schließen. Während sich Biden am Tag der Wahl in der Öffentlichkeit zeigte, verbrachte Trump die Stunden vor der Wahl größtenteils im Weißen Haus. Und auch auf Twitter ist es ruhig um den noch amtierenden US-Präsidenten.

Während Trump seine Anhänger noch am Abend über das soziale Netzwerk dazu animierte, wählen zu gehen, meldete sich der 74-Jährige seit Schließung der ersten Wahllokale erst einmal über Twitter. „Wir sehen im ganzen Land wirklich gut aus! Vielen Dank!“, twitterte der US-Präsident.

Die US-Wahl 2020 sorgt auch in Deutschland für Schlagzeilen und Sondersendungen im TV. Einige Zuschauer zeigen sich von der Berichterstattung der ARD jedoch abgeschreckt.

US-Wahl 2020: Trump-Anhänger sorgt für Schreck-Moment vor Wahllokal

Update vom 4. November, 1 Uhr: Während die ersten Wahllokale schließen und die ersten Hochrechnungen bereits ein knappes Kopf-an-Kopf-Rennen andeuten, sorgte ein bewaffneter Trump-Anhänger in einem Wahllokal in North Carolina für einen Schreck-Moment. Der 36-Jährige hatte nach Polizeiangaben bereits früher am Tag einen Platzverweis bekommen, sei dann jedoch mit einer Pistole zu dem Wahllokal zurückgekehrt. Wie die Behörde in Charlotte erklärt, werde dem Mann vorgeworfen, mit der Waffe andere Wähler eingeschüchtert zu haben. Der 36-Jährige trug bei der Festnahme eine Trump-Kappe.

US-Wahl 2020: Trump lässt vor der Wahl entscheidende Frage offen - Melania verstößt gegen Vorschrift

Update vom 3. November, 23.40 Uhr: Die Coronavirus-Infektion von Donald Trump und Ehefrau Melania Trump liegt noch keine zwei Monate zurück, doch die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie scheinen für die First Lady noch immer keine Priorität zu haben. Während Donald Trump seine Stimme bereits im Vorfeld abgegeben hatte, wählte Ehefrau Melania Trump am Dienstag in Palm Beach in Florida. Doch während die First Lady vermutlich lediglich ihrem Ehemann eine Stimme sichern wollte, lieferte die 50-Jährige mit ihrem Besuch im Wahllokal einen denkwürdigen Auftritt ab.

Wie Journalisten vor Ort nämlich berichteten, sei die First Lady die einzige Person gewesen, die das Wahllokal ohne eine Mund-Nasen-Bedeckung betreten hatte. Ob Melania Trump beim Wählen selbst einen Mundschutz aufgezogen hatte, ist nicht bekannt. Kurz nach Ausstrahlung der TV-Bilder sorgte der Auftritt der First Lady in den sozialen Netzwerken für hitzige Diskussionen, wie unter anderem tz.de* berichtet. „Noch einmal ein Schlag ins Gesicht für alle älteren Menschen, die ihre Enkel seit Februar nicht umarmt haben“, zeigte sich beispielsweise eine Userin von dem Verhalten der Präsidenten-Gattin empört.

Donald Trump lässt vor der Wahl entscheidende Frage offen - Melania verstößt in Wahllokal gegen Vorschrift

Update vom 3. November, 22.30 Uhr: Es ist die wohl wichtigste Wahl des Jahres, wer wird der nächste US-Präsident? Während Joe Biden in Umfragen bislang vorne liegt, stehen die Chancen auch für Donald Trump alles andere als schlecht. Und auch der amtierende US-Präsident selbst zeigt sich von seinem Sieg überzeugt. Im Sender Fox News gab Trump sich zuversichtlich, noch besser abzuschneiden als vor vier Jahren gegen Hillary Clinton.

Experten vermuten sogar, dass Donald Trump noch vor der Auszählung aller Stimmen den eigenen Sieg erklären könnte. „Ich denke, wir werden siegen. Aber nur, wenn es einen Sieg gibt. Es gibt keine Gründe, Spiele zu spielen“, erklärte Trump am Wahltag. Ob der amtierende US-Präsident das Ergebnis akzeptieren werde, ließ Trump jedoch erneut offen. Zudem betonte er immer wieder und ohne Belege die Gefahr eines Wahlbetrugs durch Briefwahl.

US-Wahl 2020: Donald Trump zeigt sich vor Wahl optimistisch

Update vom 3. November, 19.12 Uhr: US-Präsident Donald Trump besuchte am Vormittag die Büros des Republican National Committee in Virginia. Der Präsident zeigte sich optimistisch. „Die nächsten vier Jahre werden herausragend sein“, sagte Trump mit belegter Stimme. Auch dafür hatte er gleich eine Erklärung, „die vielen Veranstaltungen“, alleine sechs am gestrigen Tag, seien der Grund dafür. „Wir werden eine tolle Nacht haben“, so der US-Präsident. Bei Wahlen könne man aber nie sicher sein.

Donald Trumps Ehefrau Melania hat bei US-Wahl 2020 Stimme abgegeben

Update vom 3. November, 18.24 Uhr: Die Ehefrau von US-Präsident Donald Trump, Melania Trump, hat ihre Stimme abgegeben. Die First Lady lief am Dienstag winkend in ein Wahllokal in Palm Beach im umkämpften Bundesstaat Florida. Mitreisende Journalisten berichteten, die 50-Jährige sei die einzige Person gewesen, die trotz der Corona-Pandemie keinen Mund-Nasen-Schutz getragen habe - obwohl das in Wahllokalen vorgeschrieben ist.

Melania ist damit vorerst nicht bei Donald Trump in Washington. Es ist nicht klar, wann sie dort eintreffen wird. Die First Lady war, wie der US-Präsident, an Covid-19 erkrankt. Eine Immunität ist dadurch aber keinesfalls gesichert.

Unterdessen berichtet CNN, dass die Wahlparty im Weißen Haus von 400 Teilnehmern auf 250 reduziert wurde. Dem TV-Sender zufolge sollen dort zudem Corona-Schnelltests verteilt werden. Präsident Donald Trump hatte seine Stimme bereits frühzeitig Ende Oktober in Florida abgegeben. Der offizielle Wohnsitz des Paares ist Trumps Luxushotel Mar-a-Lago in Palm Beach.

Donald Trump zur US-Wahl 2020: „Ich denke, wir werden siegen“

Update vom 3. November, 14.59 Uhr: Donald Trump hat sich uneindeutig dazu geäußert, dass er bei der Präsidentschaftswahl vor der Auszählung aller Stimmen seinen Sieg verkünden könnte. „Ich denke, wir werden siegen. Aber nur, wenn es einen Sieg gibt. Es gibt keine Gründe, Spiele zu spielen“, sagte er am Dienstagmorgen in der TV-Sendung „Fox and Friends“. Der US-Präsident war telefonisch zugeschaltet. Trump behauptete bei der Sendung erneut, dass die starke Zunahme bei der Briefwahl zu Wahlbetrug führen könnte.

US-Wahl 2020: Donald Trump verstört mit skurrilem Tanz-Video

Update vom 3. November, 12.17 Uhr: Am Morgen vor der Eröffnung der ersten Wahllokale warb der aktuelle US-Präsident Trump mit einem skurrilen Video um die Stimmern der US-Bürger. In dem mehr als zwei Minuten langem Video sieht man Trump auf verschiedenen Wahlkampfveranstaltungen tanzen. Das auf Twitter gepostete Video ist mit dem Lied „YMCA“, der für eine schwule Zielgruppe gecasteten Band „Village People“, unterlegt. Der Präsident ruft im Titel zum wählen auf: „VOTE! VOTE! VOTE!“

Update vom 3. November, 12.17 Uhr: Genau wie sein Konkurrent wartet US-Präsident Donald Trump auf den Ausgang der US-Wahl. In den ersten Ostküstenstaaten haben die Wahllokale bereits offen. Es gibt auch schon die ersten Entscheidungen der Wahl: Der Demokrat Joe Biden hat die Abstimmung in dem Dorf Dixville Notch, in dem traditionell zuerst gewählt wird, mit 5 zu 0 Stimmen gewonnen. Der erste kleine Dämpfer für Trump. Zu einer Hochrechnung oder einem konkreten Zwischenergebnis reicht dies aber noch nicht. Wer wirklich von den Kandidaten vorne liegt, wird sich erst noch zeigen.

Trotz Corona-Regeln und böser Vorgeschichte - Trump plant wohl große Wahlparty im Weißen Haus

Update vom 1. November, 19.25 Uhr: Wahlabend im Weißen Haus statt in einem Nobel-Hotel - so viel war Ende der Woche bereits über Donald Trumps Pläne für die Nacht der US-Präsidentschaftswahl bekannt geworden (siehe Erstmeldung). Nun gibt es aber weitere Informationen. Und die haben es angesichts der in den USA heftig wütenden Corona-Pandemie durchaus in sich.

Laut einem Bericht der New York Times wollen Mitarbeiter des amtierenden US-Präsidenten für den 3. November rund 400 Menschen ins Weiße Haus einladen. Es handelt sich also wohl nicht um einen Abend in aller Stille. Das Event soll wegen der Coronavirus-Einschränkungen in der Hauptstadt, die bei Veranstaltungen in Räumen ein Limit von 50 Personen setzen, nun aber im Ostflügel des Weißen Hauses stattfinden. Die Zeitung berief sich am Sonntag auf anonyme Quellen.

Bereits am 26. September hatte es eine große Veranstaltung auf dem Gelände des Weißen Hauses gegeben. In den Tagen danach waren zahlreiche Menschen, darunter Trump und seine Frau Melania, positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Nominierungsveranstaltung für die inzwischen als Richterin am Supreme Court vereidigte Juristin Amy Coney Barrett* hatte allerdings unter freiem Himmel stattgefunden. Die geplante Wahlparty dürfte nun ein größeres Ansteckungsrisiko bergen, weil sie drinnen stattfindet.

Den großen Überblick über alle Ereignisse des 3. November finden Sie auch im Live-Ticker zur US-Wahl 2020, mit dem wir Sie durch die Wahlnacht hindurchch auf dem Laufenden halten. Auch die Ergebnisse der Kongresswahl 2020 zeigen wir Ihnen im Detail. An anderer Stelle erfahren Sie auch, wie sich Joe Biden in der Wahlnacht verhält.

US-Wahl 2020: Überraschende, kurzfristige Änderung - Was macht Donald Trump eigentlich am Wahlabend?

Melania Trump: Erstmals im laufenden Wahlkampf macht sie Werbung für ihren Ehemann Donald

Erstmeldung: Washington (USA) - Eines wird Donald Trump* am Tag der US-Wahl 2020 ganz sicher nicht machen: Wählen gehen. Der amtierende US-Präsident* hat seine Stimme bereits abgegeben. Und danach direkt verkündet: „Ich habe für einen Typen namens Trump gestimmt.“

Es dürfte spannend werden zu beobachten, was Trump am Abend der Wahl machen wird, gilt er doch als sehr emotional und äußerst spontan. Die New York Times zitiert Menschen, die Trump nahe stehen sollen, aber anonym bleiben möchten, mit extremen Befürchtungen: Einige gehen davon aus, dass er sich schlicht weigern könnte, eine Niederlage einzusehen. Und noch schlimmer: Dass es auch in seinem Umfeld niemanden gibt, der ihm die Stirn bieten könne.

US-Wahl 2020: Trumps letzter Wahlabend endete mit einer Party

Bereits bei der US-Wahl 2016 hatte Trump im Vorhinein offen gelassen, ob er das Ergebnis anerkennen werde. Schon damals lautete sein Vorwurf, dass die Wahl manipuliert werden könne durch fehlerhafte Auszählung der Stimmen. Und entsprechend lief auch sein Wahlabend ab: Immer wieder wurde er auf Twitter aktiv, wenn Unregelmäßigkeiten bekannt wurden - und heizte seine Anhänger an.

Die Wahlparty Trumps im Jahr 2016 fand im Hilton Hotel in New York statt. Beobachtern zufolge sollen die geladenen Gäste damals nicht vom Gastgeber eingeladen worden sein, sondern mussten für ihre Getränke selbst zahlen. Bekannterweise wurde die Party im Laufe der Nacht - für alle überraschend - zur Siegerparty für den neuen US-Präsidenten*.

US-Wahl 2020: Trump ändert seine Pläne für den Wahlabend 2020 kurzfristig

Nach Informationen der New York Times hat Trump seine Pläne für den Wahlabend 2020 kurzfristig geändert. Anders als ursprünglich geplant, will er nun nicht mehr in einem seiner Hotels mit Anhängern feiern, sondern sich im Weißen Haus aufhalten. Das Weiße Haus* habe keine Stellungnahme dazu abgegeben, warum sich die Pläne geändert hatten.

Donald Trump ganz privat:

Ob Trump tatsächlich plant, seine Niederlage - sollte sie eintreten - nicht anzuerkennen? Nicht nur Menschen aus seinem Umfeld, auch internationale Politik-Experten wollen dieses Szenario nicht ausschließen. Für den Wahlabend selbst gibt es aber noch eine weitere Möglichkeit: Weil die Stimmenauszählung sich in die Länge ziehen kann, könnte am 3. November noch gar kein Ergebnis feststehen. Auch dieses Szenario lehnt Trump ab:

In der Nacht werden jedenfalls schon die ersten Reaktionen der deutschen Politik auf die Wahl erwartet. Auch internationale Reaktionen zur US-Wahl stellen wir für Sie zusammen. Wir dürfen gespannt sein, wer der nächste US-Präsident wird.

(kat) *Merkur.de ist Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © MANDEL NGAN / AFP

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