„Rest seines Lebens wird unangenehm“

US-Wahl 2020: Warum das Ergebnis für Trump so brisant ist - „In dem Moment, in dem er nicht mehr Präsident ist ...“

Die US-Wahl 2020 wird wohl wieder knapp entschieden. Doch das Ergebnis könnte für Trump nicht nur politische Folgen haben - sondern vor allem auch besonders brisante private.

  • Die US-Wahl 2020 wird schicksalsentscheidend - darüber sind sich Experten einig.
  • Doch gerade für den US-Präsidenten Trump dürfte auch privat einiges davon abhängen, wie das Ergebnis ausfällt.
  • Hier finden Sie unsere News zur US-Wahl 2020, und hier alles zu den Ergebnissen der Wahl des Jahres.

Washington D.C. / New York (USA) - Nicht wenige Beobachter aus dem direkten Umfeld Donald Trumps* rechnen damit, dass sich der US-Präsident gegen eine Niederlage auflehnen wird. Gegenüber der New York Times sollen einige seiner Mitarbeiter aus dem Weißen Haus* sogar gesagt haben, dass es im Umfeld niemanden gebe, der dem Präsidenten die Stirn bieten würde.

Trump* selbst hatte bereits gewitzelt, dass er im Falle einer Niederlage „vielleicht das Land verlassen müsste“. Doch wie weit hergeholt sind diese Spekulationen und Späße tatsächlich? Eine Politikwissenschaftlerin befeuert die Spekulationen bei „Hart aber Fair*“.

Nach der Wahl 2020 in den USA: Trump - „Der Rest seines Lebens wird sehr unangenehm“

„Wenn Trump die Wahl verliert, wird der Rest seines Lebens sehr unangenehm“, sagte demnach der ehemalige US-Botschafter in Deutschland, John Kornblum.

Wie unangenehm - das führte Christiane Lemke, Professorin für Politik an der Universität Hannover, bei Hart aber Fair genauer aus. Sie gilt als Expertin für internationale Beziehungen und für die Politik und Gesellschaft der USA und hat auch bereits lange Zeit in den USA gelehrt.

US-Wahl 2020: Wird Trump nach einer möglichen Niederlage etwa angeklagt?

Lemke sieht besonders eine Gefahr für Trump: Er könnte nach der Wahl angeklagt werden. Gegen ihn seien mehrere Anklagen anhängig, so Lemke. Im Staat New York liefen Verleumdungsklagen gegen Trump, sowie Verfahren wegen Steuerhinterziehung, auch im Zusammenhang mit seinen Hotels. Außerdem werfe ihm eine Frau vor, dass er sie vergewaltigt habe, so Lemke.

Bisher habe die Justiz diese Verfahren aber abgewehrt - ein Präsident* könne eben nicht angeklagt werden, solange er Präsident sei, und sei deshalb im Prinzip immun. „In dem Moment, in dem er nicht mehr Präsident ist, ist klar, dass diese Gerichtsverfahren laufen und er dann auch vor Gericht aussagen muss.“ Aktuell diskutiere man in den USA sogar sehr gewagte Szenarien, wonach Trump nach einer möglichen Niederlage bei der Präsidentschaftswahl* sogar versuchen könnte, sich selbst zu begnadigen. (kat) *Merkur.de ist Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa / Susan Walsh

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