Er hat sie sich geschnappt

Pokémon: Kinder (13) wollen ahnungslosen Karten-Verkäufer beklauen

Der Pokémon-Karten-Hype ist wieder da, nur im Gegensatz zu 1996 virtuell. Zwei Kinder wollten nun so dringend Karten, dass sie zu drastischen Mitteln griffen.

Lünen, Nordrhein-Westfalen – Willkommen zurück in 1996! Könnte man derzeit zumindest denken, so enorm wie der Hype um Pokémon-Karten derzeit ist. Kaum ein Streamer*, der nicht auf den Wagen aufgesprungen ist und mittlerweile tausende Euro oder Dollar in Packs steckt, um diese dann im Stream zu öffnen. Das Ziel dabei? Wertvolle Karten zu erhalten, die man bei Bedarf teuer weiterverkaufen könnte. Die Zuschauer lieben es. Doch so mancher kommt dabei wohl auf dumme Gedanken.

NamePokémon-Sammelkartenspiel
Erste Veröffentlichung1996
Mindestalter10
SeriePokémon
Herausgeber Nintendo, Wizards of the Coast, Hasbro
GenreSammelkartenspiel

Pokémon: Sammelkarten-Hype zieht weite Kreise bei Twitch

„150 Pokémon, ja das sind wirklich viele. Doch ich will Pokémon-Meister sein, das ist mein Ziel!“ Wer kennt diese Zeilen nicht? Jeder, der in den 1990ern aufwuchs, saß wohl nachmittags, nach der Schule vor dem Fernseher und schaute sich eine der Kinderserien schlechthin an: Pokémon. Ebenso beliebt wie der Anime waren nicht nur die Spiele für den Gameboy, sondern insbesondere auch die Sammelkarten, die zu heftigen Battles auf dem Pausenhof führten. Wer die stärkere Karte hatte, ging als Sieger hervor und durfte die schlechtere einstecken. Man mag es kaum glauben, aber tatsächlich sind die Karten von damals mittlerweile eine ganze Stange Geld wert – zumindest wenn man eine der 10 seltensten Pokémon-Sammelkarten* besitzt.

Seit geraumer Zeit haben nun die Twitch*-Streamer die Karten wieder für sich entdeckt und öffnen in Streams regelmäßig diverse Packs und Booster, um dabei hoffentlich einige der seltensten Karten abzustauben. Nicht nur Logan Paul steckt mehrere tausende Dollar in diverse Pokémon-Packs, auch der deutsche Streamer MontanaBlack* öffnet diese nun in seinen Streams. Zuletzt hat MontanaBlack sogar ein ultra-seltenes Pokémon gezogen*, musste es aber an Unge* abgeben.

Pokémon: 13-jährige Jungen versuchen Sammelkarten zu stehlen

So manche Sammelkarte von Pokémon ist also besonders wertvoll und werden natürlich auch auf diversen Internetportalen zum Verkauf angeboten. So auch in Lünen in Nordrhein-Westfalen. Dort hat ein 29-jähriger seine Pokémon-Sammelkarten zum Verkauf angeboten und bekam auch prompt eine Antwort von zwei 13-jährigen Burschen. Kurzerhand trafen sich beide Parteien, um die Waren in Augenschein nehmen und die Bezahlung entgegennehmen zu können. Doch die 13-Jährigen hatten etwas anderes geplant. Der Mann übergab einem der Jungs die Karten zum Anschauen, als dieser ihn schubste und beide Kinder flohen. Der Mann rannte dem diebischen Duo natürlich hinterher und konnte einen der Jungen packen.

Pokémon: Kinder (13) wollen ahnungslosen Karten-Verkäufer beklauen

Doch statt sich zu ergeben, sprühte ihm der Junge Pfefferspray in die Augen. Zudem hatten die 13-Jährigen auch noch ein Messer in der Tasche, welches aber wohl nicht zum Einsatz kam. Der Mann konnte auf einem nahegelegenen Spielplatz die beiden Diebe stellen und festhalten, bis die Polizei eintraf. Anschließend wurden die Kinder ihren Erziehungsberechtigten übergeben. Auch wenn die beiden Jungen noch nicht strafmündig sind, gab es laut Polizei wohl eine Anzeige. Zudem mussten sowohl der 29-jährige Verkäufer als auch einer der beiden Jungen aufgrund von Augenreizungen behandelt werden. *ingame.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © dpa/Frank Kleefeldt

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Kommentare