Wo trinken? Wie selber machen?

Heißer Genuss: Foodbloggerin gibt Tipps für richtig guten Glühwein

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Foodbloggerin Bianca Murthy kennt sich aus mit Glühwein.

Es ist DAS Getränk im Advent: Glühwein. Aber was macht eigentlich einen guten Glühwein aus? Und wie macht man ihn selbst? Foodbloggerin Bianca verrät alles rund ums Thema „Glühwein“.

Der beliebteste vorweihnachtliche Trunk der Deutschen: Glühwein! Zwar kenne ich viele, die alleine bei dem Wort bzw. Vorschlag, einen solchen trinken zu gehen, die Nase rümpfen, jedoch ist ein Christkindl- bzw. Weihnachtsmarkt ohne Glühwein für die meisten undenkbar. Obwohl auch ich auf den Märkten nach spätestens einer Tasse nach anderen wärmenden Getränken greife, habe ich mich ein bisschen schlau für euch in Sachen Glühwein gemacht. Worauf kommt’s an? Wo schmeckt er? Welcher ist für zu Hause am besten und was steckt dahinter? 

Was einen guten Glühwein ausmacht. 

Klassischerweise besteht ein guter Glühwein aus Rotwein. Dieser sollte auf keinen Fall zu viele Gerbstoffe und keine Sulfite enthalten. Der leicht bittere Geschmack, welchen man bei manchen Sorten Glühwein schmeckt, wird nämlich durch einen zu hohen Anteil Gerbstoffe ausgelöst. „Gemogelt“ wird hier dann oft mit der zusätzlichen Zugabe von Zucker bei der Rezeptur. Ein deutscher Glühwein enthält in der Regel 60 bis 70 Gramm Zucker/Liter. Zwar nicht gesund, aber ein ganz klarer Aromaverstärker. Wer zuvor süß gegessen hat oder während dem Trinken süß isst, sollte eher auf einen zuckerreduzierten Glühwein achten um überhaupt noch eine individuelle Note bei dem Glühwein zu erkennen. Wichtig sind natürlich auch hochwertige Gewürze und Aromen - oft schon beim tiefen Einatmen über der Glühweintasse erkennbar. Wichtig auch: Trinkt den Glühwein bei ca. 60 Grad. Bei 80 Grad gehen wichtige Geschmacksträger des Weins verloren. Kalt, das, denke ich, kennen wir alle, schmeckt so ein Glühwein schnell gar nicht mehr gut und sollte auch nicht wieder aufgewärmt werden. 

Wann ist ein Glühwein eigentlich ein Glühwein? 

Wie alles bei uns, ist natürlich auch klar geregelt, was einen Glühwein gesetzlich zu einem solchen macht. So muss er aus Rot- oder Weißwein hergestellt sein und es dürfen weder Alkohol noch Wasser, Farbstoffe oder andere Stoffe zugemischt werden. Alles über 14,5 Prozent Alkohol wird nicht mehr als Glühwein durchgewunken, bzw. darf als ein solcher nicht mehr verkauft werden. Und wusstet ihr das? Obwohl der Name anderes vermuten lässt, entspringen die Vorgaben nicht dem deutschen Weingesetz, sondern dem Lebensmittelrecht. Ob nun Zimt, Nelken, Orangen oder Zucker zugegeben wird, ändert in Deutschland nichts daran, dass man von einem Glühwein sprechen darf. 

Der beste Glühwein, wo es ihn gibt, und seine Alternativen 

Mir persönlich schmeckt der Glühwein auf dem Christkindlmarkt am Sendlinger Tor sehr gut. Abgesehen davon, macht der Markt als einer der wenigen schon um 10.30 Uhr auf, und es spricht nichts gegen ein wenig „einheizenden Sprit“ am Vormittag. Auch auf dem Haidhausener Christkindlmarkt, auf dem Viktualienmarkt und auf dem Tollwood kann guter Glühwein - auch nach eigener Familienrezeptur - getrunken werden. Wer übrigens eher zu den „Nasenrümpfern“ in Sachen Glühwein gehört, der probiert einfach eine Feuerzangenbowle (Glühwein mit karamellisierten Zucker und Rum) am Isartor oder auch auf demSternenplatzl am Rindermarkt. Alternativ gibt es auf dem Winter-Tollwood auch wärmenden Grog, wovon ich euch aber auf keinen Fall mehr als eine Tasse ans Herz legen möchte. Auf dem Mittelaltermarkt am Wittelsbacherplatz gibt´s auch Met zu trinken. 

Glühwein zu Hause trinken 

Es gibt in der Tat gute Fertigprodukte in Sachen Glühwein. Für gemütliche Adventsstunden zu Hause schmeckt mir mitunter der Glühwein von Gerstacker am besten. Ein Bio-Glühwein, welcher nicht nur auf dem weltberühmten Nürnberger Christkindlmarkt ausgeschenkt wird, sondern auch ausschließlich aus Rotwein von ausgewählten Bio-Rebsorten produziert wird und mit einer geheimen Gewürzmischung verfeinert wird. Wenn ihr auf der Suche nach Glühwein für daheim seid, bestellt euch außerdem den Hitzkopf Bielmeier Kirsch-Glühwein. Der Glühwein wird - wie die meisten Glühweine - nur erhitzt und nicht gekocht, schmeckt süßlich und mild nach Kirsche und wird aus hochwertigen Obst- und Beerenweine inklusive Aroma-Gewürzmischung hergestellt. Geht auf keinen Fall nur nach dem niedrigsten Preis, denn wie beim Wein kann‘s irgendwann gar nicht mehr hochwertig sein und die Chancen eine Art „Glühwein-Abfallprodukt“ zu kaufen, steigt mit dem Sinken des Preises enorm. 

Glühwein selbst machen 

Solltet ihr euch an einen eigenen Glühwein herantrauen, empfehle ich euch auf jeden Fall einen Rotwein mit wenig Gerbstoffen - siehe oben - zu verwenden. Achtet außerdem darauf, dass dieser nicht im Holzfass gereift ist, denn auch bei diesen Weinen wird der fertige Glühwein schnell bitter und kann nur durch Zucker geschmacklich gerettet werden. Probiert habe ich meinen ersten Glühwein mit einem deutschen farbintensiven Dornfelder. Achtet darauf, dass euer Wein in etwa 11 Prozent Alkohol enthält. Weine mit einem höheren Gehalt weisen meist auch mehr Tannine auf, was dem Glühwein nicht gut bekommt. Zu wenig Alkohol nimmt aber ganz klar einiges an Intensität in der Glühweintasse. Neben dem guten Wein, dürfen nur gute Aromen und Gewürze rein. Also keine einzelnen Glühweinbeutel oder Nelken. Kauft euch eigens dafür zusammengestellte Aromen-Mischungen. Ihr entscheidet dabei selbst, wie zum Beispiel nelkenlastig die Mischung sein soll. Wichtig: Mehr als ca. 0,1 - 0,5 Prozent macht die Mischung beim fertigen Glühwein niemals aus. Rezepte gibt´s zahlreiche im Netz, achtet aber vor allem auf die Wahl des Weines und der beigefügten Aromen. 

In diesem Sinne wünsche ich euch eine schöne Adventszeit. Wo schmeckt euch der Glühwein am besten? Schreibt es mir gerne an info@biancas-blog.de. Fröhliche Weihnachten.

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