Vorsicht!

Diese fünf gefährlichen Fehler beim Kochen machen viele - Sie auch?

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Vorsicht! Einmal nicht aufgepasst - und die Fingerkuppe ist weg.

Schnibbeln, dünsten oder sautieren: Für manche stellt Kochen eine wahre Kunst dar, die auch jede Menge Herausforderungen birgt. Doch mit folgenden Tipps schwingen auch Sie perfekt den Kochlöffel.

"Zu schwierig", "zu anstrengend", "mir gelingt einfach nichts": Das sind oftmals die Standardsprüche von Kochmuffeln. Allein die Auswahl an Rezepten und verschiedenen Kochutensilien stellt sie vor ein schier unlösbares Rätsel. Wer sich dennoch an den Herd wagen und endlich perfekt den Kochlöffel schwingen möchte, muss allerdings einige Dinge beachten, bevor er loslegt. Ansonsten droht Brandblasengefahr - oder sogar Schlimmeres! Diese gefährlichen Fehler sollten Sie in Zukunft besser vermeiden.

1. Sie haben keine grundlegenden Messer-Kenntnisse

Santoku-Messer, Käsemesser oder Brotmesser: Es gibt so viele verschiedene Messerarten wie Sand am Meer. Damit Sie sich nicht verletzen, ist es daher wichtig zu wissen, wie man sie auch benutzt. Generell gilt: Schnibbeln Sie Gemüse, dass Sie währenddessen festhalten müssen, sollten Sie darauf achten, dass Sie Ihre Fingerspitzen vom Messer wegdrehen und Ihre Fingerknöchel das Messer beim Schneiden stabilisieren und führen.

Die Finger der Hand, die das Messer führen, sollten hingegen den Griff so umfassen, dass sie nach unten zeigen. Einzig der Zeigefinger sollte die Messerscheide umgreifen, Ihren Daumen können Sie dagegen sanft seitlich gegen die Klinge drücken und dort ablegen. So stellt Ihre Hand mehr oder weniger eine Verlängerung Ihres Messers dar, was Ihnen wiederum mehr Kontrolle während des Schnibbelns gibt.

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2. Sie benutzen stumpfe Klingen

Ein scharfes Messer ist das A und O, wenn Sie etwas schneiden oder hacken wollen. Das klingt im ersten Moment gefährlich, ist aber im Prinzip viel sicherer als wenn Sie stumpfe Klingen benutzen. Während sich also manche eine ganze Sammlung an Messern anschaffen, vergessen viele dabei ein wichtiges Detail: Ohne einen Messerschärfer wird jedes Schnibbeln nach einigen Malen zur Packerei.

Schließlich müssen Sie dann immer mehr Druck aufwenden, um Lebensmittel durchschneiden zu können. Die Folge: Sie verlieren schneller die Kontrolle und schneiden sich häufiger. Neben einem Messerschärfer macht es daher Sinn, sich auch einen Messerblock zu besorgen, um die Messer richtig zu "lagern". Zudem sollten Sie darauf achten, ein benutztes Messer stets nur mit Wasser und Seife abzuwaschen und es anschließend gleich gut abzutrocknen.

3. Sie nutzen ein feuchtes Handtuch als Ofenhandschuh

Der Backofen ist neben dem Herd sicherlich eines der gefährlichsten Küchengeräte, an dem man sich leicht die Finger verbrennen kann. Vor allem dann, wenn man schnell etwas sehr Heißes aus dem Ofen holen möchte. Manche benutzen hierfür einfach das nächstgelegene Spültuch - doch Sie sollten vorher kontrollieren, ob es feucht ist. Wenn ja, dann lieber Finger weg! Die Chancen sind hoch, dass Sie sich verbrennen. Der Grund dafür: Wasser kann Hitze sehr leicht übertragen und Feuchtigkeit  im Tuch schnell in Dampf umwandeln - mit der Folge, dass Ihre Hand überhitzt.

3. Sie verlassen die Küche, während Sie kochen

Für manche ist das Kochen am Abend wie eine Meditation: Sie entspannen sich und leben sich künstlerisch so richtig aus. Doch wenn der übervolle Waschberg ruft, sind viele versucht, während das Essen auf dem Herd brodelt, noch den Haushalt zu schmeißen. Doch in Zukunft sollten Sie das besser unterlassen - zumindest, wenn Sie gerade dabei sind, Gerichte zu frittieren, zu grillen oder zu kochen.

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Schließlich können diese Methoden dafür sorgen, dass sich der Aggregatzustand der Lebensmittel schnell ändert, weshalb sie mehr Aufmerksamkeit bedürfen. Sie wollen schließlich nicht, dass Ihnen das Wasser überkocht und sich über den ganzen Boden ergießt! Außerdem empfiehlt es sich, leicht entzündliche Kochutensilien wie Holzlöffel & Co. so weit wie möglich von der Herdplatte zu platzieren. Ansonsten gehen diesen noch in Flammen auf …

4. Sie waschen rohes Geflügel und Fleisch vor dem Kochen

Sie waschen Gemüse und Obst vor dem Verzehr ab - also sollten Sie das auch mit tierischen Lebensmitteln tun, richtig? Falsch! Während viele glauben, dass sie durch das Reinigen rohes Fleisch und Geflügel von schädliche Bakterien befreien, führt das dazu, dass sie letztere nur weiter verstreuen. Wenn Sie überdies das Fleisch im Spülbecken waschen, kann es gut sein, dass sich die Bakterien auf Ihren Tellern, Utensilien, Schwämmen und ähnlichem verbreiten. Die einzige Möglichkeit, den Erregern Herr zu werden, ist, das Fleisch gut durchzubraten.

5. Sie vermischen rohes Fleisch mit gekochten Zutaten

Eine Kreuzkontaminierung entsteht, wenn Bakterien von rohem Fleisch unabsichtlich auf gekochten Lebensmitteln landen. Gelangen die Erreger beim Essen in den Körper, können Sie zu Lebensmittelvergiftungen und dergleichen führen. Daher eine Faustregel: Haben Sie zuerst rohes Fleisch berührt, waschen Sie sich anschließend die Hände, wenn Sie danach mit gekochten Lebensmittel hantieren. Das gilt auch für Schneidebretter, Küchenoberflächen oder Arbeitsplatten. Am besten ist es, wenn Sie zum Beispiel zwei separate Schneidebretter zum Schnibbeln von rohem Fleisch und von Gemüse & Co. benutzen.

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jp

Vor dem Essen waschen? Bei diesen Lebensmitteln auf keinen Fall!

Auf rohem Hähnchenfleisch findet sich häufig das Bakterium Campylobacter, das im schlimmsten Fall zu Durchfall, Fieber und Übelkeit führen kann.
Auf rohem Hähnchenfleisch findet sich häufig das Bakterium Campylobacter, das im schlimmsten Fall zu Durchfall, Fieber und Übelkeit führen kann.  © Andreas Geber / picture alliance / dpa
Auch auf rohem Fisch findet es sich. Wird das Fleisch gewaschen kann sich das Bakterium durch das Spritzwasser in der ganzen Küche verteilen.
Auch auf rohem Fisch findet es sich. Wird das Fleisch gewaschen kann sich das Bakterium durch das Spritzwasser in der ganzen Küche verteilen.  © Holger Hollemann / picture alliance /dpa
Auch rotes Fleisch ist betroffen. Keime werden beim Braten ausreichend abgetötet. Sie können sich das Waschen also beruhigt sparen.
Auch rotes Fleisch ist betroffen. Keime werden beim Braten ausreichend abgetötet. Sie können sich das Waschen also beruhigt sparen.  © Oliver Berg / picture alliance / dpa
Aus Angst vor Salmonellen oder auch nur, um Schmutz zu entfernen, waschen manche rohe Eier nach dem Einkauf ab. Das kann die natürliche Schutzschicht beschädigt, Keime dringen leichter in das Innere des Eis ein.
Aus Angst vor Salmonellen oder auch nur, um Schmutz zu entfernen, waschen manche rohe Eier nach dem Einkauf ab. Das kann die natürliche Schutzschicht beschädigt, Keime dringen leichter in das Innere des Eis ein.  © Victoria Bonn-Meuser / picture alliance  /dpa
Wenn auf abgepacktem Salat, Gemüse oder Obst vermerkt ist, dass es gewaschen ist, dann können Sie sich das erneute Abwaschen mit kostbarem Wasser sparen.
Wenn auf abgepacktem Salat, Gemüse oder Obst vermerkt ist, dass es gewaschen ist, dann können Sie sich das erneute Abwaschen mit kostbarem Wasser sparen. Für lose Ware gilt das natürlich nicht.  © Christian Charisius / picture alliance / dpa
Reis soll vor dem Garen gespült werden, aber bei Pasta kommt niemand auf die Idee. Dafür schrecken viele die Nudeln nach dem Kochen ab. Das verwässert jedoch den Geschmack und spült die wertvolle Stärke ab.
Reis soll vor dem Garen gespült werden, aber bei Pasta kommt niemand auf die Idee. Dafür schrecken viele die Nudeln nach dem Kochen ab. Das verwässert jedoch den Geschmack und spült die wertvolle Stärke ab.  © Matthias Hiekel / picture alliance / düa
Das Pilze beim Waschen Wasser ziehen ist ein Küchenmärchen, aber dennoch ist es nicht nötig, Pilze abzuwaschen, wenn Sie sie garen wollen. Dann reicht es, sie abzubürsten. Sollen Sie roh in den Salat geschnitten werden, ist ein Bad aber nicht verkehrt.
Das Pilze beim Waschen Wasser ziehen ist ein Küchenmärchen, aber dennoch ist es nicht nötig, Pilze abzuwaschen, wenn Sie sie garen wollen. Dann reicht es, sie abzubürsten. Sollen Sie roh in den Salat geschnitten werden, ist ein Bad aber nicht verkehrt.  © Inga Kjer / picture alliance / dpa

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