Skurrile Essgewohnheiten der Welt

An diesen Tischen müssen Sie schmatzen

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Schmatzen an einem feinen Tisch? In Japan ist das erwünscht.

Tischmanieren sind in Deutschland sehr wichtig, aber was wir für höflich und anständig halten, sorgt in anderen Ländern nur für Kopfschütteln.

Nur mit Gästen mit guten Tischmanieren sitzen wir gerne beim Essen zusammen. In unterschiedlichen Ländern würden wir mit unseren Maßstäben aber ziemlich schief angeschaut werden. So unterschiedlich sind die Essgewohnheiten:

Schmatzen in Japan

Schlürfen und Schmatzen sind an keinem deutschen Tisch gerne gehört. In Japan gehören die unappetitlichen Laute dagegen zum guten Ton. Der Koch interpretiert sie so: Sie lieben sein Essen so sehr, dass Sie so schnell essen und die Geräusche, die Sie dabei von sich geben, nicht im Griff haben. Also, wenn man es mal so betrachtet…

Rechnung teilen in Frankreich

In Deutschland wird die Rechnung nach einem gemeinsamen Restaurantessen meistens ganz selbstverständlich geteilt. In Frankreich würden Sie dafür sehr schief angesehen werden. Dort gilt es als völlig normal, dass einer die gesamte Rechnung begleicht. Dieser "Service" geht dann reihum bei den folgenden gemeinsamen Essen. Meistens wird sich dann darum "gestritten", wer bezahlen darf.

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Danke in Indien

Wir empfinden es als höflich, uns nach einem leckeren Essen beim Gastgeber zu bedanken. In Indien hält man von solchen Bekundungen überhaupt nichts. Dort wird eine Gegeneinladung als Dank angesehen. Das Essen sollte dann ungefähr dem gerade gegessenen entsprechen, um nicht als "Angeber" dazustehen.

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Essen vom Boden im mittleren Osten

Die 5-Sekunden-Regel kennt jeder. Was einmal auf den Boden gefallen ist, kann noch gegessen werden, wenn es nicht länger als diese kurze Zeitspanne unten gelegen hat. Wir betrachten das eher als Kinderregel oder eine, an die wir uns zu Hause halten, aber auf keinen Fall in der Öffentlichkeit. Im mittleren Osten sieht man das ganz anders. Dinge, die auf den Boden fallen, werden einfach wieder aufgehoben und an die Stirn gehalten. So dankt man für die Arbeit, die für die Herstellung des Essens nötig war. Danach legt man das Essen einfach wieder auf seinen Teller und weiter geht's.

Aufessen in Asien

"Wenn du deinen Teller nicht aufisst, wird es morgen Regen geben." Wenn diese deutsche Redensart stimmen würde, müsste es in vielen asiatischen Ländern pausenlos schütten. Hier gilt: Wenn nach dem Essen noch ein Rest auf dem Teller bleibt, hat der Gastgeber ausreichend aufgetischt. Sind die Teller aber leer, muss es wohl zu wenig gewesen sein und die Gäste sind hungrig geblieben.

Kartoffelstampf in Deutschland

Das klang alles sehr seltsam für Sie? Ausländischen Gästen geht es mit unseren Essgewohnheiten ähnlich. Dass wir unsere Kartoffeln manchmal mit der Gabel zerdrücken, wird entweder als "mit dem Essen spielen" interpretiert, oder aber als genial: Stampfkartoffeln ganz schnell und einfach auf dem Teller. Für diesen Einfall können wir uns doch eigentlich auf die Schulter klopfen, oder?

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Das sind die neun ekligsten Speisen der Welt

Schwalbennest-Suppe: Eine der teuersten Spezialitäten in der chinesischen Küche ist die Schwalbennest-Suppe. Denn die Zubereitung ist sehr aufwendig: Im deutschen Schwalbennester genannt, handelt es sich eigentlich um Nester von Salanganen. Diese Nester bestehen hauptsächlich aus eiweißreichem, zähem Speichel. Besonders begehrt sind die weißen Schwalbennester.
Schwalbennest-Suppe: Eine der teuersten Spezialitäten in der chinesischen Küche ist die Schwalbennest-Suppe. Denn die Zubereitung ist sehr aufwendig: Im deutschen Schwalbennester genannt, handelt es sich eigentlich um Nester von Salanganen. Diese Nester bestehen hauptsächlich aus eiweißreichem, zähem Speichel. Besonders begehrt sind die weißen Schwalbennester. © stuspivack / wikimedia
Rocky Mountains Austern: Hat nicht viel mit Austern zu tun, denn Rocky Mountains Austern werden in den USA verzehrbare Tier-Hoden genannt.
Rocky Mountains Austern: Hat nicht viel mit Austern zu tun, denn Rocky Mountains Austern werden in den USA verzehrbare Tier-Hoden genannt. © tamorlan /wikimedia
Balut: Diese Delikatesse ist ein ungebrütetes und gekochtes Enten- oder Hühnerei. Vor allem auf den Philippinen, in Vietnam, Kambodscha und Laos gilt diese Speise als köstlich.
Balut: Diese Delikatesse ist ein ungebrütetes und gekochtes Enten- oder Hühnerei. Vor allem auf den Philippinen, in Vietnam, Kambodscha und Laos gilt diese Speise als köstlich. © nepenthes / wikimedia
Casu Marzu: Unreifer Schafskäse, der so lange rieft, bis er Maden enthält. Auf Sardinien ein Gaumenschmaus.
Casu Marzu: Unreifer Schafskäse, der so lange rieft, bis er Maden enthält. Auf Sardinien ein Gaumenschmaus. © shardan / wikimedia
Haggis: Das schottische Nationalgericht besteht aus einem Schafsmagen, der mit Herz, Leber, Lunge und Nierenfett vom Schaf sowie Zwiebeln und Hafermehl gefüllt wird.
Haggis: Das schottische Nationalgericht besteht aus einem Schafsmagen, der mit Herz, Leber, Lunge und Nierenfett vom Schaf sowie Zwiebeln und Hafermehl gefüllt wird. © jonathunder / wikimedia
San-Nakji: In Korea ist dieses Gericht sehr beliebt. Es handelt sich um lebendigen Tintenfisch.
San-Nakji: In Korea ist dieses Gericht sehr beliebt. Es handelt sich um lebendigen Tintenfisch. © LWY / wikimedia
Mopane: Diese Raupen sind eine wichtige Eiweißquelle für Menschen im südlichen Afrika. Sie können getrocknet, gekocht, frittiert oder angebraten gegessen werden.
Mopane: Diese Raupen sind eine wichtige Eiweißquelle für Menschen im südlichen Afrika. Sie können getrocknet, gekocht, frittiert oder angebraten gegessen werden. © comguat / wikimedia
Surströmming: Eine schwedische Delikatesse aus Fisch, der durch Säuerung konserviert wurde. Sie riecht faulig und verdorben.
Surströmming: Eine schwedische Delikatesse aus Fisch, der durch Säuerung konserviert wurde. Sie riecht faulig und verdorben. © aboh24 / wikimedia
Escamoles: Sieht aus wie Reis, ist es aber nicht. Es handelt sich hierbei um als Speiseinsekten genutzte Larven und Puppen von Ameisen. Beliebt ist das Gericht vor allem in und um Mexiko-Stadt.
Escamoles: Sieht aus wie Reis, ist es aber nicht. Es handelt sich hierbei um als Speiseinsekten genutzte Larven und Puppen von Ameisen. Beliebt ist das Gericht vor allem in und um Mexiko-Stadt. © cymontuy / wikimedia

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